#70 – Baculovirus: Das Virus, das seine Opfer verflüssigt
Shownotes
Zu Halloween geht es um eines der gruseligsten Viren überhaupt, allerdings nur für Insekten: das Baculovirus. Florian Krammer erklärt, wie diese großen DNA-Viren Raupen von Motten und Schmetterlingen befallen, ihr Verhalten so verändern, dass sie ganz nach oben auf die Pflanze klettern, und sie dort verflüssigen, damit sich die Viruspartikel möglichst weit verteilen. Möglich machen das zwei Formen des Virus: eine für die Ausbreitung im Insekt und eine in Proteinkristalle eingeschlossene Dauerform, die im Boden Jahre bis Jahrzehnte überdauert. Weil Baculoviren jeweils nur eine Insektenart befallen, werden sie seit den 1940er Jahren als gezielte Biopestizide eingesetzt, etwa gegen den Apfelwickler oder den Schwammspinner. Seit den 1990er Jahren sind sie außerdem ein wichtiges Werkzeug der Biotechnologie: Mit ihnen werden in Insektenzellen Proteine hergestellt, unter anderem für den HPV-Impfstoff Cervarix, den Grippeimpfstoff Flublok und den Covid-19-Impfstoff von Novavax. Aufgenommen wurde die Folge in Chile, kurz vor der Internationalen Hantavirus-Konferenz.
Übersichtsartikel zu Baculoviren als Insektizide [Englisch]: https://biocommunication.org/en/insects360/insects-vs-plants/baculoviruses-a-natural-and-sustainable-solution-for-pest-control/
Artikel zu Baculoviren in der Schädlingsbekämpfung auf Deutsch: https://revistacultivar-de.com/Artikel/Bioinsektizide-im-Raupenmanagement
Übersichtsartikel zu Baculoviren [Englisch]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK543465/
+++++
Weitere Infos und Links zum Podcast: https://linktr.ee/virologisch
Unterstütze viroLOGISCH auf Steady: https://steady.page/de/virologisch/
Fragen, Feedback oder Themenvorschläge? Gerne an: virologisch@podcastwerkstatt.com
+++++
Ludwig Boltzmann Institut für Wissenschaftskommunikation und Pandemievorsorge https://soap.lbg.ac.at/?lang=de
Ignaz Semmelweis Institute https://semmelweisinstitute.ac.at/de/willkommen-im-semmelweis-institut/
Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai https://labs.icahn.mssm.edu/krammerlab/
+++++
Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren werden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurden an CastleVax auslizenziert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vergangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschaftliche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito’s Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Ignaz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
Transkript anzeigen
00:00:06: Bacolviren sind ziemlich schreckliche Vieren, die zu Verhaltenesänderungen im Opfer führen.
00:00:12: Und im Endeffekt löst sich der Host das Opfer dann wirklich auf um eben maximal viel Virus zu verbreiten.
00:00:46: Ja hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode von Virologisch!
00:00:50: Die ist aufgenommen worden am ersten November zwanzig im Süden von Chile am Dagua-Daguasee.
00:00:58: Ich bin jetzt gerade da in Chile, weil heute Abend fängt die Internationale Hat der Viruskonferenz an ganz in der Nähe hier und da werde ich teilnehmen.
00:01:09: Jetzt haben wir gerade ein langes Wochenende zum Wandern frei genommen.
00:01:13: Ja!
00:01:14: Heute geht es um ein ziemlich grausiges Virus.
00:01:18: Man gedacht, ich mache so was wie eine Halloweenfolge hier.
00:01:21: Und zwar gibt's mal ein Virus das Eines der schlimmsten Viren ist die wirklich existieren, wenn man sich anschaut was das macht.
00:01:29: Und zwar deshalb weil es das Opfer, dass er es infiziert dazu zwingt das Verhalten zu verändern.
00:01:36: und denn wird das Opfert an einem Schluss auflöst quasi... Der Prozess nennt sich Liquification das heißt Das Opfer verflüssigt sich!
00:01:47: Und das finde ich schon sehr scary.
00:01:49: Das Gute ist, das Virus macht das mit Insekten nicht mit Menschen.
00:01:54: Und da geht es heute ums Bakulovirus.
00:01:56: Bakulviren sind doppelstrengige DNA-Viren, die haben ein zirkuläres DNA genommen.
00:02:03: Das ist zwischen Achtzigtausend und Hundertachzigtaussend basenbare Langen.
00:02:08: Da gibt's ziemliche Variationen.
00:02:09: Es gibt viele Bakulvieren und dieses Genom kodiert für zwischen neunzigundhundertachzig Proteine.
00:02:17: Einige davon sind essentiell, viele andere sind mit einem das Accessory Proteins, also das war Proteine und nicht alles ist notwendig.
00:02:26: Deswegen gibt es da ziemlich breite Spanien wie viele Proteine eben von einem Desservieren hergestellt werden.
00:02:32: Es gibt aber drei Proteinen die man sich merken sollte.
00:02:35: Die wichtigste in einerseits dass VB-Nähenunddreißig Also Viral Protein Zerdin ein heißt glaube ich so was Neununddreißig Kiloteuten groß ist Das ist das Capsit Protein.
00:02:46: Dann gibt's einen Protein das nennt sich GP-Sixty Four oder F, auch Glucoprotein, ich glaube ja auch weil es eine Grösse ist, also die sind einfach nach der Größe benannt und das ist das Fusionz-Protein mit dem das Virus in die Zelle reinkommt.
00:03:03: Und da gibt's noch ein Protein, dass man sich merken sollte, das nennt sich Polyhydrien und das is interessant, weil das kristallisieren kann und das wird von Virus zum Schutz verwendet.
00:03:14: dazu kommen wir noch Beim Bakulovirus gibt es zwei verschiedene Formen, wie die ausschauen können.
00:03:20: Einerseits haben wir das klassische Virus, das nennt sich Buttadvirus, die formt.
00:03:26: Das ist filamentöses Virus.
00:03:30: da ist innen drinnen die DNA, die ist dann vom Kapsitum gegeben also von diesem VP-Näuner und Dreißig Protein.
00:03:36: Das ganze ist umhüllt von einer Libid Schicht und in dieser Libid schicht sitzt eben dieses GP-六ig Gp-Sixty Four und zwar nur auf einer Seite.
00:03:45: Und wenn man sich das Virus anschaut im Elektroner-Mikroskop, schaut das meiner Meinung zumindest nach aus wie eine Kerze die brennt, wo auf einem Ende, wo man diesen Schein von der Kerze rundherum sieht.
00:04:00: Dort beschwindet es sich dass das Gepäv-Besicht auf einer seite ist es emdicker Daher kommt auch der Name.
00:04:08: Man hat das früher verglichen, als man das gesehen hatte im Elektronen-Mikroskop mit einem hirten Stab oder einem Bischofsstab dem lang und dünn ist und am Ende hat er so einen Knuppel drauf oder so ein Bogen und der nennt sich auf Latein Bakulus und deswegen heißen die Bakulo Viren.
00:04:26: Das ist die eine Form.
00:04:27: Das ist das Bartet Virus und das ist im Prinzip schaut aus wie ein klassisches Virus mit einer Lippitschicht.
00:04:34: Und dann gibt es aber auch noch eine Form des Virus, das sich Occlusion-derived virus nennt.
00:04:41: Das ist anders aufgebaut.
00:04:42: Da haben wir zwar auch die DNA in einem drinnen und geben von dem Kapzid, das im langen ist, also filamentös, das ist aber dann umgeben vom Bohlechen drin, von diesem Protein, dass Kristalle ausbilden kann – und das wirklich ja Kristall!
00:04:56: Diese Kristallen sind ein bisschen größer, da können mehrere Kapsile mit DNA drinnen sein.
00:05:02: Das sind so etwa ein bis drei Mikrometer groß.
00:05:06: Aber das kann man sich wirklich wie einen kleinen Kristall vorstellen, Proteine können kristallisieren und die unterschiedlichen Versionen des Virus werden in unterschiedlichen Phasen der Infektion hergestellt.
00:05:19: Beim Backelvirus unterscheidet man early phase Infektions Late Phase Infektionen also Früherphase späte Phase unter Mary-Late Phase Also sehr späten Phase.
00:05:31: Und diese Battered Viruses werden in der späten Phase hergestellt.
00:05:37: Die sind dafür zuständig, dass das Virus eben von Zelle zu Zelle überspringen kann.
00:05:41: innerhalb eines Insekts und in einer sehr späte Phase werden diese Occlusion-derived Viruses oder Viruspartikel hergestellt Und die sind für die Übertragung von Insek zu Insek zuständig und es ist quasi eine Dauerform des Virus.
00:05:57: Wir sind super stabil.
00:05:58: zu dem wir noch kommen.
00:06:00: Ihr habt schon erwähnt, diese Viren infizieren keine Menschen.
00:06:03: Die infizierten Insekten und zwar größtenteils Lepidoptera, das sind jetzt Lepidoptera-Schuppenflügler kann man die nennen.
00:06:13: also da handelt sich so Motten und Schmetterlinge.
00:06:18: Das sind die meisten Bakuluvien haben aber es gibt auch Hymenoptera als ein Hautflügel die von Bakulviern infiziert werden können Und diese Backelwien sind meistens sehr, sehr spezifisch für die Spezies von Insekten.
00:06:34: Die infizieren dann nur diese Art von Insekt und sind auch nicht auf andere Insektingarten übertragbar.
00:06:40: Das ist super dazu, wie wir noch kommen!
00:06:42: Und es ist so dass diese Wiren nicht ausgewachsenen Schmetterlinge oder Motten infizierten sondern die lafen also im Prinzip die Raupen dieser Schmetternlinge.
00:06:57: Man sollte vielleicht nur erwähnen, dass ähnliche Viren also keine Backelviren aber mit Backelvieren verwandte Viren auch zum Beispiel Schrims infizieren können.
00:07:06: Diese Viren sind das erste Mal im sechzehn Jahrhundert beschrieben worden nicht die Viren sondern die Auswirkungen der Infektion und zwar bei Seidenraupen.
00:07:17: Also Seiden-Raupen sind auch die Raupen von einer Motte und zwar vom Bombix Mori.
00:07:24: Die züchtet man ja um Seide herzustellen.
00:07:27: Und da ist den Leuten aufgefallen, dass gelegentlich diese Motten sterben.
00:07:33: Also nicht die Raupen der Motten stirben und das hat man Wildting, die sie genannt.
00:07:40: Also Wildting heißt im Prinzip welken also die sind einfach ja... ...nett verwelkt sondern im Endeffekt haben sich die aufgelöst, diese Raupem.
00:07:51: Da hat man das erkannt.
00:07:52: Man wusste natürlich damals noch nicht, dass es von einem Virus vorgesagt wird aber das ist das erste Mal, dass man das aufgezeichnet hat.
00:07:59: In den neunzehnvierziger Jahren hat man dann angefangen diese Bacoliviren wirklich als Biobestizide zu verwenden.
00:08:05: Dazu werden wir ein bisschen was sagen.
00:08:07: und in den Neunzenneunzigerjahren hat man denn anfangen die für die Biodechnologie zu verwende und zwar um Proteine herzustellen Für Protein-Expressionen Und dafür ist dieses Bacoli-Virusystem gut zu verwenden und es ist momentan auch sehr wichtig, da werden einige Impfstoffe damit hergestellt.
00:08:27: Gut aber zurück zum Lebenszyklus des Virus.
00:08:30: also wir haben diese Occlusion-derived virus particles, diese Kristalle und die können relativ lang überleben.
00:08:40: vor allem im Boden können die Jahre bis Jahrzehnte überleben wenn sie faulig geschützt sind.
00:08:48: Partikel können aber durch Staub aufgewirrt werden, zum Beispiel und können dann Pflanzenmaterial kontaminieren.
00:08:53: Und diese Raupen fressen eben Pflanzen-Material und nehmen dann diese Euclusion, die Rived Particles, auf durchs Futter, durch das Pflanzen Material.
00:09:07: Das Bollige drin ist zwar super stabil, aber es kann.
00:09:11: diese Kistalle können aufgelöst werden durch einen basischen BH Wert.
00:09:16: und bei diesen Raupem die ein Teil des Darms basisch und wenn sie das fressen, löst sich dieser Kristall da drinnen in der Raubbe auf.
00:09:25: Und diese Kapside mit der DNA, mit dem Genom werden freigesetzt und die werden dann von Zellen aufgenommen.
00:09:32: Dann kommt es zu einer Infektion der Zellen und die stellen dann erst mal dieses Budded Virus her,
00:09:37: d.h.,
00:09:37: die Infektionen breitet sich dann in den Raubben aus und später werden auch diese Occlusion derived Virus-Particles, also diese Kristalle wiederhergestellt.
00:09:49: Also es kommt zur Infektion und das Virus stellt ganz viele unterschiedliche Proteine her in die Accessory-Proteins und einige davon verändern das Verhalten dieser Raupen.
00:10:02: Normalerweise ist es ja so dass sich Raupem eher unter Blättern verstecken nicht unbedingt ganz auf der Pflanze oben sind am Wipfel von einem Baum zum Beispiel oder quasi oben auf der Pflanze, weil sie eben dort von Vögeln gesehen werden und dann gefressen werden oder vielleicht auch von anderen Insekten.
00:10:20: Also die verstecken sich eher.
00:10:22: Und wenn die aber infiziert sind, ändern Sie das Verhalten und klettern ganz rauf.
00:10:27: Manchmal untypisch ist es und was dann passiert ist, wenn sie mal ganz oben sind und die Infektion quasi sich dem Ende nähert löst sich diese Raubbe im Prinzip in eine Flüssigkeit auf.
00:10:39: Diese Bakkolviren zwingern die Insektezellen dazu unterschiedliche Enzyme herzustellen, die eben dann zu dieser Auflösung, zur Verflüssigung der Lafe führen.
00:10:50: Und das nennt man eben dieser Raubbeführen und das nennten wir eben Liquidification.
00:10:57: Das heißt wie haben jetzt diesen Katarware, der zerfließt von der Raube ganz oben auf der Pflanze?
00:11:03: Und das tropft dann runter oder wenn es regnet zum Beispiel über Regen... quasi verteilt und umso höher oben, dass es so weiter wird das verteilt.
00:11:13: Also das ist eine ziemlich gute Strategie des Virus im Prinzip soweit wie möglich verteilt zu werden.
00:11:19: Da ist natürlich ziemlich grausig und ja in einem Stadium der Infektion bildet sich natürlich viel von diesen von diesen kristallen von diesen infektiösen kristallen und die werden dann eben in der Umgebung dieser Pflanze verbreitet und kommen auch in den Boden und können sich dort über Jahre bis Jahrzehnte halten.
00:11:41: Also wie schon erwähnt, das sind diese Bakulviren recht spezifisch für die Spezies von Insekten, die sie normalerweise infizieren und die haben auch recht wichtige ökologische Rolle.
00:11:54: also es gibt durchaus Mottenspezies, Schmetterlingsspezie, die in manchen Jahren massenhaft auftreten was zum Auftreten von ganz vielen dieser Raupen kommt, die dann meistens bestimmte Bäume, bestimmte Pflanzen befallen Und teilweise wirklich auch die Population von Bäumen oder Pflanzen gefährden können.
00:12:13: Das gibt es in gewissen Gebieten weltweit, aber auch in der Landwirtschaft.
00:12:17: natürlich kann das ein Problem sein und wenn diese Dichte von Raupen immer höher wird kommt's immer leichter zu Übertragung von Parkkulivieren direkt auch in diesen Populationen.
00:12:30: Dann ist es meistens so, dass irgendwann eine Dichte erreicht wird, wo dieses Bakulvirus dann einfach durchbrennt durch die Population und diese ganzen raupenmassenhaft absterben.
00:12:40: Und das ist im Prinzip ein Kontrolle der Raupenpopulation.
00:12:46: Dadurch, dass eben viel Bakul-Virus produziert wurde in einem Jahr und sich das länger hält sind die Populations dieser Motten, dieser Schmetterlinge in den nächsten Jahren unterdrückt, weil eben viel Bakulovirus im Boden da ist auf Pflanzenmaterial da ist und die meisten der Raupen im Absterben.
00:13:06: Und mit der Zeit gibt es immer weniger Bakulavirus und irgendwann kommt's dann wieder zu einer Explosion von dieser Mottenart, von dieser Schmetterlingsart und das sind eben so Wellen im Prinzip.
00:13:17: Das ist ein Gleichgewicht zwischen den Raupenden-Motten und dem Barcovirus.
00:13:25: Und das ist schon sehr interessant, wenn die Viren nicht da wären wäre das natürlich ein Problem weil dann gibt es über Jahre viele von diesen Raupen und die würden dann möglicherweise die Pflanze normalerweise Fressen ausrotten was auch für diese Insektenarten nicht gut wär weil dann gibts kein Futter mehr.
00:13:43: also so eine ökologische Skalgewicht dass ich da gebildet hat.
00:13:47: Also das ist nicht bei jedem Barco-Virus sondern bei jeder Motte oder in Metallingsart.
00:13:51: aber bei gewissen gibt's das Und das hat man im Beobachter und dann hat man sich gedacht, naja.
00:13:57: Das ist jetzt spezifisch diese Parkkulivieren,
00:13:59: d.h.,
00:14:00: die haben keine Probleme für andere Spezies... ...und es gibt ja viele Probleme mit Motten in der Landwirtschaft.
00:14:10: Und Martin versucht, wie gesagt schon in den neunzehnvierziger Jahren, diese Parkkolivieren als Biobestizide einzusetzen.
00:14:16: Und das funktioniert echt super!
00:14:18: Und da gibts Beispiele dafür zum Beispiel nach dem Apfelwickler Kennen Sie vielleicht das in diese Apfelwürmer, die in den Äpfel drinnen sein können?
00:14:28: Da gibt es ein spezielles Baklovirus dafür.
00:14:31: Also diese Apfellwickler nennen sich Klawizidia bomonella und da hat man im Baklviren isoliert, die die speziell infizieren und abtöten.
00:14:39: Und diese Präparate kann man kaufen.
00:14:42: Gibt's auch in Österreich soweit ich weiß auch in Deutschland und die kann man im Obstgarten einsetzen.
00:14:47: und dadurch dass sich das Bakl-Virus auch länger hält haben die eine Langzeit Wirkung.
00:14:53: und ja das funktioniert recht gut.
00:14:55: Und das gute ist eben, dass man wirklich nur diese Apfelwickler damit abdötet und nichts anderes also auch keine anderen Schmetterlinge und das ist natürlich super weil es sehr gezielt ist.
00:15:06: Das ist nicht wie ein normales Pestizid, das dann vielleicht alle Insekten töten wird sondern einfach nur die Schädlinge, die man los werden will.
00:15:13: und da gibt's auch für andere Spezies, die in der Landwirtschaft problematisch sind unterschiedliche Idiotes Insekte zum Beispiel Drichoblucia Spotopterer.
00:15:24: Da können diese Motten dazu, die z.B.
00:15:29: Baumwollpflanzen fressen.
00:15:32: Dann gibt's Motten Schwarm Spinner nennen sich die, glaube ich, Obstbäume befallen.
00:15:38: Eichen unter anderem, glaube auch Heimbuchen.
00:15:40: auch für die gibt es auch so eine Präparation.
00:15:43: also das können wir auch in der Vorstwirtschaft einsetzen.
00:15:47: und dann in Nordamerika gibt zum Beispiel eine Mottenart... Ich weiß gar nicht wie dir auf Deutsch heißt, auf Englisch heißt sie Dasek Moth Die Douglas Furs Nadelbäume befällt und für die hat man eben auch ein Bakulvirus präparat, dass man das in den Wäldern ausbringen kann.
00:16:04: Da sprüht man natürlich nicht behandt sondern da können wir mit dem Flugzeug drüber fliegen um es aussprühen.
00:16:08: aber das funktioniert recht gut.
00:16:10: Wie gesagt supermöglichkeit weil es eben wenig Off-Tage Effekte gibt also weil mal andere Tiere nicht mal andere Insekten damit schädigt.
00:16:19: Ja und in den nineteen neunziger Jahren hat man dann auch angefangen diese Bakulviere in der Biotechnologie zu verwenden weil man die recht leicht manipulieren kann, weil es DNA-Viren sind.
00:16:31: Und zwar verwendet man da vor allem Autografer Kalifornika Multiple Nucleopolihidrovirus oder ECMNBW.
00:16:40: Das ist ein Baklovirus das eine Motte befällt, die vor allem Alpha-Alpha frisst, nennt sich der Alpha-alpha Lupa also Autographer Kalifornica.
00:16:52: Ja und dieses Virus hat man so manipuliert, dass die Polyhydrien Sequenz für das Polyhydrin-Protein kotiert rausgenommen hat.
00:17:00: Aber das genetische Element, das kontrolliert die Herstellung von Polyhydrogen, die hat man drin eingelassen.
00:17:05: Das ist ein sehr starkes genetisches Element, nennt man Promoter.
00:17:09: Und zwar deshalb sehr stark weil eben von diesen Polyhydrinen in den infizierten Insekten sehr viel hergestellt werden muss.
00:17:15: Das vor allem diese Kristalle.
00:17:17: da braucht man Unmengen davon damit sich diese Kristalle bilden können.
00:17:22: Und wenn man jetzt von einem anderen Protein ganz viel herstellen will, ist das natürlich ein gutes genetisches Element, um diese Sequenz zu kontrollieren.
00:17:32: Das heißt, man hat dieses Bacolviren, dieses Genomsummanipuliertes eben, dass man nicht das Protein auf Interest, also das Proteine, das man herstellen möchte, da reinkloniert wurde, da rein engi-niert wurde statt der Polyheterinsequenz.
00:17:49: und wenn man solche Viren macht und dann Insektenzellen damit infiziert, stellen diese Insektszellen große Mengen von den Protein her, dass man herstellen will.
00:17:59: Das macht man jetzt nicht unbedingt in Raupen kann man auch machen.
00:18:03: das ist mit Seidenspinnen zum Beispiel Seidenraupen gemacht worden in Japan aber normalerweise macht man das mit Zellen und da gibt es Zelllinien die etabliert wurden und zwar von Spotopterafogibärda und von Trichoblusioni.
00:18:19: Auf Englisch heißt das Cabbage Looper.
00:18:20: Das ist so was wie ein Kohlweißling, kein Kohl-Weißling-Kohlweissling ist etwas anderes aber es sei ähnlich und befällt auch Kohlpflanzen.
00:18:27: Aber da gibt's eben Zelllinien die man hergestellt hat.
00:18:30: Die muss man nicht immer wieder aus diesen Raupen gewinnen sondern die wachsen einfach hinter Zellkultur im Lava oder auch im Bioreaktor.
00:18:39: Da kann man ganz viel davon herstellen Und dann kann man die mit diesem rekombinanten Backkohlwien infizieren.
00:18:44: Dann machen diese Zellen Bevor sie absterben, das ist natürlich infiziert und dann ungefähr drei bis vier Tagen tot machen die ganz viel von den Protein, dass man ins Baklovirus genommen reingepastelt hat.
00:18:54: Und das ist sehr nützlich!
00:18:57: Das wird auch in der Biotechnologie sehr stark verwendet.
00:19:00: Einerseits eben um alle möglichen Proteine herzustellen, die man für andere Dinge braucht... ...für Assays oder Diagnostik usw.
00:19:09: Wir verwenden es auch im Lauer proteinmäßig, um Gökoproteine von Viren herzustellt zu haben damit man dann im Monat weit auf diese viralen Proteine untersuchen kann.
00:19:21: Das wird aber auch kommerziell verwendet, um Impfstoffe herzustellen.
00:19:25: Ein Beispiel ist der Humane-Papillomavirus-Impfstoff Cervarix.
00:19:30: Der wird in Insektencellen hergestellt und der andere, der zweite Gardasil, wird in Hefezellen hergestellt.
00:19:37: Aber das ist ein Beispiel.
00:19:39: Ein anderes Beispiel ist ein Influencer-Ingstoff, die einen USA hergestellt hat wird und auch in den USA zugelassen ist, der nennt sich Flu-Block.
00:19:47: Da wird das Hemaglutinien also das Spike-Protein von Influencer eben in diesen Insektenzellen hergestellt.
00:19:54: Also das Gen bastelt mal in das Bakulivirus genommen rein.
00:20:00: dann infiziert man diese Insektsellen mit dem Bakulvirus dass man genetisch verändert hat und dann machen diese Insektensellen ganz viel von diesem Hemagglutinin und es landet auf der Oberfläche der Insektezellen Und die kann man dann ernten.
00:20:15: Mit einem Detagenz kann man dieses Protein aus der Oberfläche, aus den Membranen dieses Insektenzentren rauslösen und aufreinigen.
00:20:23: Das wird ganz sauber aufgrenigt und das kann dann als Impfstoff verwendet werden.
00:20:27: Das ist damals von einer recht kleinen Firma entwickelt worden in Comedicate Protein Sciences.
00:20:33: Die waren super!
00:20:35: Ich kannte da die Chefin recht gut.
00:20:38: Das war dann erfolgreich und der Impfstoff ist in den USA zugelassen worden.
00:20:41: Und dann sind die von Großkonzernen nämlich von Sonofi gekauft worden, aber dem Impfstoff gibt es nach wie vor ein Supervis in Europa nicht zugelassend.
00:20:49: Aber genau die gleiche Technologie wird von Novavax verwendet um den Covid-IX Impfstoff herzustellen, den sie eben haben.
00:20:56: Und zwar wird hier vom Barcolovirus nicht immer Glutenin als ein Influencer Spike Protein hergestellt sondern eben das Spike Proteins von SARS Coronavirus II.
00:21:07: Dann nimmt man eben auch dieses Spakolivirus, das die verändert haben damit es das macht.
00:21:11: Infiziert diese Insektenzellen auf der Oberfläche der Insektingzellen sammelt sich ganz viel von diesem Spike-Protein an bevor sie absterben und die erntet man dann und dann reinigt man dieser Spike-Protein aus der Ober fläche diesen Insekteenzellen aus und daraus wird dann der Impfstoff hergestellt und da sind der Novavax COVID-IX ein Impfstoff.
00:21:32: Funktioniert super gut.
00:21:34: Also gute Technologie wird wahrscheinlich in der Zukunft für Impfstoffe wieder eingesetzt werden.
00:21:41: Ja, das war's für heute!
00:21:43: Bacolviren sind ziemlich schreckliche Vieren die zu Verhaltensänderungen im Opfer führen und im Endeffekt löst sich der Host des Opfers infizierte Raubbedan wirklich auf um eben maximal viel Virus zu verbreiten.
00:22:00: Ziemlich grausig Und wie gesagt, ich bin froh, dass es solche Viren bei Menschen nicht gibt.
00:22:07: Das wäre wirklich schrecklich!
00:22:09: Aber sehr nützliche Viren – einerseits das Biobestizide, andererseits in der Biotechnologie um Proteine herzustellen und auch um Impfstoffe herzustelle.
00:22:20: Ja, das war's für heute.
00:22:22: Wie immer wenn es Fragen, Kommentare oder Anregungen gibt bitte einfach ein E-Mail schreiben an www.virologischatbottkastwerkstatt.com Und wenn ihr unser Podcast gefällt, können Sie denn jederzeit auf Steady unterstützen.
00:22:35: Danke fürs Reinhören und bis nächste Woche!
00:23:13: Ciao!
Neuer Kommentar