#67 – LCMV: Warum Mäuse im Haus ein Risiko sein können

Shownotes

Das Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus (LCMV) ist ein Arenavirus und eng mit dem Lassa-Virus verwandt, kommt aber anders als das Junin-Virus nicht nur in Südamerika vor, sondern weltweit in Hausmäusen. Florian Krammer erklärt, wie Menschen sich anstecken: meist über eingeatmeten Staub aus getrocknetem Urin, Kot oder Speichel von Mäusen, seltener über Bisse, verunreinigte Lebensmittel oder infizierte Haustiere wie Hamster. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt, in Studien aus Kroatien und Bratislava haben bis zu 40 Prozent der Menschen Antikörper. Gefährlich wird LCMV für zwei Gruppen: Bei Organtransplantierten verläuft die Infektion wie ein hämorrhagisches Fieber mit einer Sterblichkeit von über 70 Prozent, bei Schwangeren kann sie zu Fehlgeburten oder schweren Fehlbildungen beim Kind führen. Impfstoffe und wirksame Medikamente gibt es nicht, beim Entfernen von Mäusekot schützt eine FFP2-Maske. Zum Schluss die positive Seite: Forschung mit LCMV in Mäusen zeigte, wie T-Zellen infizierte Zellen erkennen, und brachte Rolf Zinkernagel und Peter Doherty 1996 den Nobelpreis.

Recent review about LCMV: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8163193/

US CDC LCMV information: https://www.cdc.gov/lymphocytic-choriomeningitis/about/index.html

+++++

Weitere Infos und Links zum Podcast: https://linktr.ee/virologisch

Unterstütze viroLOGISCH auf Steady: https://steady.page/de/virologisch/

Fragen, Feedback oder Themenvorschläge? Gerne an: virologisch@podcastwerkstatt.com

+++++

Ludwig Boltzmann Institut fuer Wissenschaftskommunikation und Pandemievorsorge https://soap.lbg.ac.at/?lang=de

Ignaz Semmelweis Institute https://semmelweisinstitute.ac.at/de/willkommen-im-semmelweis-institut/

Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai https://labs.icahn.mssm.edu/krammerlab/

+++++

Interessenskonflikte

Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.

Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).

Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.

Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.

Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.

Transkript anzeigen

00:00:05: Ja, Menschen können sich auch mit dem Virus anstecken.

00:00:08: Und das passiert ja oft durchs Einatmen von getrockneten Mäuse-Urinen, getrocknetem Mäusekot.

00:00:15: Das kann ein Staub aufgewirbelt werden.

00:00:17: Wenn man das einatmet, kann man sich infizieren.

00:00:46: Hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode von Virologisch!

00:00:51: Die ist aufgenommen worden am zwölften Oktober, im Jahr zum nächsten Jahr.

00:00:54: Und zwar wieder mal in New York.

00:00:57: nach sehr vielen Wochen in Europa, wieder mal in New York.

00:01:01: Ja und vor ein paar Wochen haben wir über das Huminvirus gesprochen.

00:01:05: Das ist ein Arena-Virus, dass im Argentinen vorkommt und das argentinische Hemmera-Geschäft lieber auslöst.

00:01:12: Und da haben sie wahrscheinlich Leute gedacht, ah!

00:01:14: Da bin ich nie unterwegs, das ist nicht so schlimm.

00:01:19: Heute geht es um einen Virus, der mit diesem Humin-Virus verwandt ist Also vielleicht zu früh gelacht.

00:01:28: Heute geht es um ein Virus, dessen Name auch sehr schwer auszusprechen ist und das eigentlich recht unbekannt ist dafür dass es weltweit vorkommt.

00:01:39: Und zwar um das Lymphocytic Chorium meningitis Virus.

00:01:44: Die Abkürzung ist LCMV.

00:01:46: Das ist vielleicht leichter zu merken, leichter auszusprechen.

00:01:50: also auf Deutsch glaube ich lymphozytisches Chorio meningitis virus.

00:01:54: Wir werden noch dazukommen, was das alles heißt.

00:01:57: Aber vorher noch ein bisschen über das Virus.

00:02:00: Es handelt sich um einen Arena-Virus wie eben bei Hunin auch oder bei Lhasa.

00:02:05: Also es ist sogar näher mit dem Lhassa-Virus verwandt.

00:02:08: Lhalsa und LCMVA aussehen Altwelt Arena Viren während Hunin ein Neuweld Arena Virus ist.

00:02:15: Nur zur Erinnerung Arena Vieren.

00:02:17: worum heißen die so?

00:02:19: Arena ist Latein und heißt Sand.

00:02:23: Und wenn man sich diese Viren unter dem Mikroskop anschaut, haben die so schwarze Punkte innen drinnen.

00:02:29: Die schauen aus wie Sandkörner und man nimmt an dass das Rebosommens sind, die von der befallenen Zelle mit eingepackt werden.

00:02:37: Deswegen heißen sie im Arena Viren.

00:02:39: Dieses Virus LCMV hat ein einzelsträngiges Erinner genommen, das auf zwei Genomsegmente aufgeteilt ist.

00:02:47: Das genome ist teilweise negativ polarisiert teilweise positiv polarisiert, also einen Ambissens genommen.

00:02:55: Und wenn wir uns diese zwei Segmente anschauen und diese zwei Genomsegmenten, das ist ein Segment, das nennt sich L. Das steht für Large.

00:03:04: Und dann zweitens das nennte ich S, das steht für Small.

00:03:07: Das L-Segment kodiert für eine Polymerase und für ein Matrixpotent.

00:03:15: kodiert für ein Nukleoprotein und ein Spike-Protein.

00:03:19: Und das Spike-Proton nennt sich hier GBC oder GPC, Glycoproteinkomplex.

00:03:27: Der Grund dafür ist dass es aus drei Teilen aufgebaut ist einerseits GbI also Glykoproteins I andererseits Gp II, Grycoproten II und dann noch ein Signal betät.

00:03:41: Das ist das Besondere hier normalerweise immer so Transmembranproteine hat und das Spike-Protein hier ist ein Transmembranprotein.

00:03:50: Dann haben die einen Signalbetrieb, dass im Prinzip dazu da ist, als die Zelle weiß.

00:03:55: ja dieses Protein muss in einem Membran.

00:03:58: Das ist im Prinzip nur so ein Marker der dann abgespalten wird.

00:04:02: aber bei den Arena Viren und deren Glückerproteinen ist es sehr besonders.

00:04:08: Da bleibt das, da ist das Signalbetrieb sehr lang wir zwar auch abgespaltet aber bleibt dann quasi in diesem Komplex bestehen, das heißt es wird auch ins Virus mit eingebaut.

00:04:18: Mit den anderen zwei Teilen des Glycoproteins und das ist besonders, das ist interessante Biologie, dass passiert eigentlich nur bei diesen Arena-Virus Spike-Proteinen aber nicht bei anderen Zellulieren, Transmimbranprotein und auch nicht bei andere Spike-Protenen von anderen Viren.

00:04:35: also das ist Besonderheit hier zum Aufbau des Viruspartikel grundsätzlich.

00:04:41: mal sind die bis zu.

00:04:43: Die Viruspartikel sind bis zu dreihundert Nanometer groß, aber im Allfall so bis zu hundertundzwanzig Meter im Durchmesser.

00:04:49: Das ist ein Bliotrof.

00:04:51: also in Prinzip zwei Runden, aber jetzt nicht besonders schön rund, sondern können auch eifürmig sein manchmal bisschen angezogen und im Inneren des Partikels haben wir natürlich das RNA genommen.

00:05:03: die RNA ist geschützt vom Nucleoprotein, also Nuclebrothin umgibt das RNAgenommen.

00:05:09: Und dann haben wir auch noch eine Polymerase, die assoziiert ist mit dem Genom.

00:05:14: Also jedes der zwei Genome-Segmente hat eine Polymarase, das damit assoziert ist.

00:05:21: Das ist dann außen umgehen von einem Matrix-Poten und außerhalb des Matrix-Proteins befindet sich die Lipidschicht, die eben von der Wirtszeile kommt und in dieser Lipidsschicht.

00:05:32: drinnen sitzt dann dieses Spike-Proten.

00:05:36: Dieser Glückerprotein ist komplett komplexer.

00:05:41: Das sind die Viruspartikel, was die genetische Diversität betrifft.

00:05:45: Da gibt es bei LCMV vier Genotypen und Genotype I, II und III sind assoziiert mit menschlichen Infektionen.

00:05:55: Ich glaube, Genotype IV hat man noch nicht in Menschen gefunden.

00:06:00: Bis sie etwas zur Geschichte und zur Biologie des Virus Entdeckt worden ist.

00:06:05: dieses Virus schon recht früh vom Charles Armstrong, und zwar in der Jahr vierunddreißig.

00:06:10: Ich habe damals bei einer Vorstufe beim Vorgänger von den National Institutes of Health in USA gearbeitet.

00:06:18: Und dieses Virus, das der damals isoliert hat, dieser Stamm ist auch noch hin benannt.

00:06:23: Das ist der Armstrong-Stamm, der wieder in der Forschung relativ viel verwendet.

00:06:29: Dazu werden wir ganz am Ende noch kommen!

00:06:32: Der hat dieses Virus isoliert von einem Patienten, und zwar aus der cerebrospinalen Flüssigkeit.

00:06:40: Und der Patient hatte eine aseptische Meningitis.

00:06:43: Was heißt das jetzt alles?

00:06:44: Das ist natürlich kompliziert!

00:06:46: Die cerebrospinale Flüssigkeits... Wir sind im Prinzip die Flüssigkeiten im Gehirn- und im Rückmarkt.

00:06:54: Im Gehirne und Rückmark schützt.

00:06:57: Und diese Flüssigung wird hergestellt im Geirn Von einem Gewebe, das nennt sich Plexus corruides.

00:07:05: Und daher kommt auch der Name oder Teil des Namens des Virus Coriomeningitis, Corimeningitis.

00:07:12: So Plexos coruides ist da involviert bei der Infektion.

00:07:17: Das ist eben wie gesagt das Geweb, dass diese zereprospinale Flüssigkeit herstellt.

00:07:27: Und dann hat mir noch den Begriff Aseptische Meningitis, also Meningitis das sind die Gehirnhäute.

00:07:34: Aber es ist eine Gehirnhaut wenn sie eben infiziert ist beziehungsweise wenn die entzünden ist spricht man von einer Meningitus und aseptisch weil da keine Bakterien beteiligt sind.

00:07:46: Also eine aseptische meningitis ist normalerweise eine von wir hervorgerufenen Meningytis Und man kann sich vorstellen, Gehirnautentzündung ist natürlich eine schwere Erkrankung.

00:07:56: Also nochmal zurückzukommen zum Charles Armstrong, der hat eben dieses Virus isoliert aus der therapeutisch-binalen Flüssigkeit von einem Patienten, der eine solche aseptische Gehirnautenzündungen hatte.

00:08:11: Ja und ja.

00:08:15: später ist das Virus dann noch mal isoliert worden und zwar von Hausmäusen also Muskulus Und es hat sich dann eben rausgestellt, dass die Haus-Maus eigentlich das Reservat für dieses Virus ist.

00:08:30: In Meusen wird das Virus über Speichel übertragen, über Milch, über nasale Sekretion oder also eigentlich Rots – ich weiß nicht ob man das bei einer Maus auch so nennt und zwar durch die Aktivitäten dieser Tiere, die interagieren miteinander, wenn sie befreundet sind, Nests, nämlich mal angehören.

00:08:53: Dann haben die Feldpflege gegenseitige, die schlecken sich gegenseite ab.

00:08:59: Wenn sie weniger befreundet sind kann es sein dass sie miteinander kämpfen und dann kannst du Verletzungen kommen.

00:09:05: Und ja über diese Aktivitäten und diese Flüssigkeiten kommt es zur Weitergabe der Infektion bei den Mäusen.

00:09:13: Ganz wichtig ist auch noch, dass bei den Mäusen zu einer vertikalen Übertragung kommen kann.

00:09:19: Vertikal in dem Sinn heißt von der Mutter zum Fötus oder vom Mutter zum Neugeborenen und das ist ein sehr wichtiger Weg bei der Überdragung in Mäusn.

00:09:30: Wenn erwachsene Mäuse mit dem Virus infiziert werden können die durchaus krank werden und das Virus dann aber auch wieder beseitigen wenn sie die Infektion überleben.

00:09:40: Also das Immunsystem eliminiert das Virus dann.

00:09:43: Aber wenn Mäuse schon in Uttaro infiziert werden, also die Vöten, dann kommen die Infektionsinfektion auf die Welt und dann wird es eine chronische Infektion in vielen Fällen.

00:09:56: Das heißt, die Mäuser leben mit der Infektionen und scheiden diese Bienenzeit des Lebens aus.

00:10:02: Und das ist natürlich großer Faktor warum sich dieses Virus im Mäusen schnell verbreitet bzw sicher auch in Mauspopulationen hält.

00:10:10: Es sind aber nicht nur Mäuse, die sich infizieren können mit dem Virus.

00:10:14: Man hat auch Infektionen in Meerschweinchen schon gesehen, Hamstern und anderen Mäuserarten, nicht nur der Hausmaus.

00:10:24: Und was man auch beobachtet hat ist Affen – und zwar bestimmte Affen, Mamosetten!

00:10:31: sich mit diesem Virus infizieren können.

00:10:33: Ich glaube, dass es unter anderem in Zoos passiert, wo diese Affen mit Meusen im Berührung gekommen sind.

00:10:39: Wenn man sie unter Marmosetten nichts vorstellen kann, da können diese Pinselohr-Affen dazu.

00:10:46: Das sind diese kleinen Affen, wo so komische Borsten bei den Ohren rausstehen.

00:10:51: Die schauen ganz niedlich aus und ja wenn sich die damit anstecken mit dem Virus ist verläuft das sehr oft tödlich, also das weiß man dass das ein Problem ist wenn die mit dem Virus in Berührung kommen.

00:11:02: Ja Menschen können sich ja auch mit dem virus anstecken und es passiert sehr oft durchs Einatmen von getrockneten Mäuseurin, getrocknetem Mäusekot aber auch getrocknete Speichel von Mäusen als.

00:11:15: das wird im Prinzip wenn's trocken ist aerosolisiert, d.h.

00:11:19: das kann als Staub aufgewirbelt werden.

00:11:22: Wenn wir das einatmet kann man sich infizieren.

00:11:25: Man kann sich auch infizieren, wenn man Lebensmittel ist die mit Mäuse-Ausscheidungen kontaminiert sind und natürlich auch über Bisse.

00:11:33: Das heißt wenn man von einer Maus gebissen wird vielleicht weil man sie gerade irgendwie gefangen hat aber wenn man sie aus einer Falle befreit und so weiter kannst du auch zu einer Übertragung des Virus kommen Und dann kann es noch zum Mensch zum Mensch übertragen kommen in ganz seltenen Fällen.

00:11:48: das sind aber die problematischen Fälle.

00:11:49: also da sprechen wir nicht von einem normalen Menschen zur menschübertragungs wie das bei anderen wir in der Fall ist, sondern einerseits auch von vertikaler Übertragung also von Müttern zu Vöten beziehungsweise Neugeborenen oder aber über Organtransplantation.

00:12:06: Das heißt die Person die das Organ spendet ist infiziert möglicherweise asymptomatisch und das Organ wird dann in einem Patienten transplantiert mit dem Organs Virus und dann kann es zu einer relativ schweren Infektion kommen.

00:12:24: Mal zu den einfachen Infektionen in Menschen.

00:12:27: Ich nehme an, dass die oder ich glaube die Annahme ist das der überwiegende Teil der Infektion mit LZMV und um das nochmal zu sagen, das ist das lymphozytische Aquariumeninkitis Virus LZmv Dass die überwiegenden Mehrheit der Infekzonen mit LCMV eigentlich asymptomatisch sind.

00:12:46: Das kann man sich denken wenn wir diese Eroprevalent-Studien anschauen, das gibt dazu kommen noch.

00:12:51: Aber wenn es zu Symptomen kommt, ist das nach einer Inkubationszeit von etwa ein bis zwei Wochen der Fall.

00:12:57: Dann kommst du zu einer ersten Phase wo relativ unspezifische Symptome auftreten die eher einen Influencer erinnern.

00:13:04: Fieber, Kenapetit, Kopfwege, generelles Unwohlsein, Muskelschmerzen... Es kann sein dass einem schlecht ist, dass man erbrechen muss.

00:13:17: Meistens kommt es während der Zeit dann auch zu einer Leukopenie, also zum Abfall von weißen Blutkörperchen und zu einer Trombozytopinie oder zum Abvoll von Blutblättchen im Blut.

00:13:29: Und ja normalerweise erholt man sich von dem und viele Leute wissen gar nicht dass sie die Infektion hatten.

00:13:36: Es kann dann aber auch Wochen später wenn man sich schon von der ersten Phase erhohlt hat zu einer zweiten Phase kommen Und da kann es dann eben passieren, dass sich diese Infektion in einer Meningitis oder eine Entzündung an Infektionen täglich hierhin heute.

00:13:52: Oder eine Encephalitis also wirklich in einer Gigenentzündungen äußert und dann kommt's zu neurologischen Symptomen.

00:13:59: Das ist natürlich eine schwere Verlaufsform.

00:14:02: Wie gesagt das ist sehr selten.

00:14:04: Wo es Probleme gibt sind diese zwei Fälle die ich schon erwähnt habe.

00:14:08: Einerseits sind Organ-Transplantationspatienten die legendisch schwer betroffen.

00:14:14: Und zwar können sich die entweder über das Organ anstecken, dass sie bekommen haben von dem Organspender also wenn der eine asymptomatische Infektion hatte, die aktiver oder Sie können sich auch über Kontakt zum Mäusen ansteckten oder zu Haustieren, weil man sich z.B.

00:14:32: ein Hamster als Haustier hält und der Hamster dann in den Infektionen mit LCMV hat kann man die vom Hamster bekommen.

00:14:41: Plantpatienten ist es ja so, dass deren Immunsystem unterdrückt wird.

00:14:46: Weil sie sonst das Organ abstoßen würden und diese Unterdrückung des Immun-Systems macht's natürlich für wir ein leicht sich hier stark zu vermehren.

00:14:57: Und das kann dann eben passieren.

00:14:58: in Organtransplant-Patienten sieht die Erkrankung eher so aus wie ein hemorragisches Fieber also eher so wie eine Lasseinfektion oder eine Chonäneinfektions.

00:15:09: Das hat meistens sehr schwere Verlaufsform.

00:15:11: Es kommt dann oft zum Multiorganversagen und in den Fällen, wo diese LCMV-Infektionen im Organ Transplant Patienten auftreten ist die Modalitätsrate.

00:15:23: Also die Case-Fertility Rate oft sehr hoch also über siebzig Prozent.

00:15:28: Sowas ist sehr selten aber wenn es passiert ist das keine gute Nachricht für den Patienten.

00:15:35: Die zweite Gruppe, wo dies infektionproblematisch sein kann, ist Schwangere.

00:15:40: In Schwangeren, wenn sich die infizieren kann es natürlich auch zu einer Encephalitis oder eine Meningitis.

00:15:44: Also eine Gehirnentzündung an der Gehirnautentzindung kommen.

00:15:48: Schwangere sind ein bisschen anfälliger für das Virus einfach deshalb weil schwangere auch sehr spezifische Immunsuppression haben.

00:15:56: Das heißt während der Schwangerschaft wird ja das Immunsystem teilweise sehr selektiv auch unterreguliert und zwar deshalb ist uns das Immunsystem der Mutter den Fotos angreifen wird.

00:16:08: Das ist ja nicht im Prinzip der gleiche Körper, sondern der Foto setzt sich aus Genetisch aus dem Vater und der Mutter zusammen.

00:16:15: Das heißt für die Mutter ist das eigentlich auch ein fremd Körper Und deswegen ist das Immunsystem da bis ihr runter reguliert und das macht Schwangere dann eben auch anfälliger für eine Infektion mit LCMV.

00:16:26: Wenn es im ersten Dramester passiert Kann es zu einer Übertragung des Virus von der Schwangerin zum Fötus kommen und dann kann es zu einem spontanen Abort kommen.

00:16:38: Wenn die Infektion später passiert, also im zweiten oder dritten Trimester, kann sie auch zu einer übertragungen des Virus auf den Fötuss kommen und das kann dann wirklich zu schweren Problemen führen einerseits zur Kalkifizierung an dem Gehirn des Fötuses Andererseits zu einem Hydrocephalus, das heißt so eine Wasseransammlung im Gehirn.

00:17:03: Es kann zu einer Mikroceffelier kommen also zu einer Missbildung des Gehirns wo das Gehirnen zu klein ausfällt.

00:17:11: Das geht meistens mit einer Kaltifizierung einher.

00:17:14: Da sieht man zum Beispiel auch bei Sika-Virusinfektionen in der Schwangerschaft.

00:17:19: es kann aber auch zu einer Makroseffelier führen dazu dass das Kopf zu groß ist Und diese Kinder werden dann geboren.

00:17:27: und wenn sie das überleben, ist es meistens so dass die wirklich Entwicklung Schäden haben.

00:17:34: Das kann natürlich ziemlich problematisch sein!

00:17:36: Es kann auch sein, dass sich das Neugeborene Baby infiziert... ...und in dem Fall kann das sehr problematischer sein.

00:17:44: Das können zum Mortalitätsraten von bis zu dreißig Prozent führen.. ..und wenn die Babys das dann überleben.... kann das auch wieder zu Entwicklungsstörungen führen.

00:17:54: Also etwa zwei Drittel dann Neugeborenen, die eine solche Infektion bekommen und dann überleben haben einen Entwicklungsstörung danach.

00:18:01: Also wirklich problematisch in diesen zwei Spezialfällen einerseits aber gar an Transplant-Patienten und andererseits Schwangere.

00:18:09: also gerade wenn man mal zu diesen Gruppen gehört sollte man sehr vorsichtig sein und aufpassen, dass man keine Mäuse im Haus hat.

00:18:18: Dass man mit Mäusen keine Berührung hat auch mit Mäusekot oder Mäuserurin.

00:18:23: Das kann sehr gefährlich sein!

00:18:25: Man kann sie übrigens vor diesen Aerosolen schützen indem er Wenn man weiß, dass Wormäuse sind und man das wegräumern muss bzw.

00:18:33: deren Kot und deren Abfallprodukte beseitigen muss kann man eine FFP-II Maske tragen.

00:18:39: Das schützt davor.

00:18:41: Das ist übrigens der gleiche Übertragungsweg wie beim Choninvirus oder wie bei Hunter Viren wo eine FFB II Maske auch schützten wenn da Stauber aufgewirrt wird.

00:18:50: Das Problem ist für diese LCMV Infektionen gibt es keine Behandlungsmöglichkeit wirklich.

00:18:56: Man kann versuchen mit mit unterschiedlichen antiviralen Medikamenten wie Ribovirin zu behandeln.

00:19:02: Das ist aber anscheinend nicht besonders Wirkungsvolle und es gibt auch keine Impfstoffe, also man kann sie anders als dass man sich vor einer Exposition schützt eigentlich nicht schützen weil ja es gibt einfach keine Impfstoffe.

00:19:17: Ich muss auch wirklich dazu sagen das diese sehr schweren Fälle sehr selten sind.

00:19:23: Also das nette Infektion die man jeden Tag bekommt.

00:19:26: Aber es ist dokumentiert, dass das eben in Transplant-Patienten passieren kann und sehr schwer an Fällen führen kann.

00:19:32: Und es ist auch bei Schwangeren dokumentiert leider.

00:19:36: Wie gesagt nicht sehr häufig aber es kann passieren.

00:19:42: Das Problem ist auch, dass dieses Virus global in der Mauspopulation vorkommt.

00:19:47: also Hausmäuse findet mehr eigentlich überall auf der Welt die sind durch die Menschen im Prinzip überall hin verschleppt worden und mit ihnen eben auch dieses LCMV.

00:19:57: Es kommt ganz darauf an auf die Mauspopulation, wo man schaut wie viel von diesem Virus da ist.

00:20:02: Es gibt Gegenden und Maus-Populationen, wo eigentlich sehr wenig LCMV zirkuliert.

00:20:08: Und dann gibt es aber Gegende, wo sehr viel zirkulliert ist.

00:20:11: Man hat zum Beispiel Sierra Prevalent Studying gemacht, also man hat sich angeschaut, wie viele Mäuse Antikörper gegen das Virus haben bestimmten Gebeten.

00:20:20: Das vor allem sein von Antiköpfern wird.

00:20:22: einem sagt einem, ob die Mauser jemals infiziert war.

00:20:25: Das könnte auch momentan infiziert sein.

00:20:29: Und da gibt es Hotspots,

00:20:30: z.B.,

00:20:31: in Istrien, das in etwa zu ca.

00:20:33: von twenty-fünf Prozent der Mäuse im Durchschnitt positiv für Antikörper gegen LCMV.

00:20:39: Man kann diese Studien auch in Menschen machen und normalerweise ist die Seroprevalence, also die Rattenmenschen mit Antikörpern gegen LCMA recht niedrig.

00:20:50: In USA kann's bis zu fünf Prozent sein, ist aber meistens viel weniger.

00:20:56: In Europa gibt es einige Hotspots von einer Insel in Kroatien, der Insel Vier.

00:21:02: Es ist bekannt dass da die Seroprevalents an fast vierzig Prozent sind Menschen.

00:21:07: In Bratislava gab's eine Studie, die auch über vierzig prozent Seroprevivalent spricht und es gibt eine interessante Studie zum Zoo Personal in Wien.

00:21:16: Vor einiger Zeit wurde da eine Seroprehivalent-Studie gemacht und da waren dreizehn Prozent Angestellten, die mit Tieren arbeiten positiv für LCMV Antikörper.

00:21:29: Dann gibt es natürlich gegen wo das sehr niedrig ist in New York zum Beispiel, in der Stadt hat man das auch gemacht so eine Seroprevalent-Studie und da hatten sehr wenige Leute Antikörper gegen LCMv.

00:21:39: also es kommt dann schon darauf an wie viel Kontakt man mit Mäusen hat und ob die Mäuse überhaupt das Virus tragen was nicht überall der Fall ist.

00:21:47: aber was uns das sagt?

00:21:48: dass wenn in einer Stadt vierzig Prozent der Leute positiv sind für LCMA Es sagt uns im Prinzip, dass es sehr viele asymptomatische Infektionen gibt und das Virus in Normalfall sehr wenig Schaden anrichtet.

00:22:01: Aber wie gesagt, in Spezialfällen kann's problematisch sein!

00:22:05: Man weiß auch, dass in den meisten Fällen Infektionen im Herbst und im Winter auftreten.

00:22:10: Der Grund dafür ist das die Mäuse im Sommer und im Frühjahr eher draußen unterwegs sind und dann eben ins Kalt wird versuchen in Häuser reinzukommen Und da kommt es natürlich vermehrt zum Kontakt mit Menschen.

00:22:22: Das soziokonomische Status korrelierte auch mit der Seroprevalence D.h.

00:22:28: Bevölkerungsschichten, die niedrigeres Einkommen weniger wohl haben

00:22:32: D.h.,

00:22:32: Bevölkerungsschichten, die niedrigeres Einkommen haben und weniger Wohlhaben sind, haben meistens eine sehr höhere Prevalenz, also mehr Exposition zu LCMV.

00:22:44: Das kann in gewissen Ländern und Gegenden damit zu tun haben, dass sie in schlechteren Verhältnissen wohnen und dadurch mehr Kontakt zu den Moisten haben.

00:22:56: Zu guter Letzt noch positive Geschichte zur LCM-V.

00:23:00: LCMV wird in der Forschung recht viel verwendet, vor allem in Mausmodellen.

00:23:06: Und anhand von LCM-V Infektionen ist man draufgekommen wie D-Zellen Antigen erkennen also wie D Zellen im Prinzip eine Infektion erkennen können und diese Studien sind durchgeführt worden vom Rolf Zinkernagel und von Peter Doherty.

00:23:24: die haben das rausgefunden.

00:23:25: wir haben D zählen wirklich infizierte Zellen erkennen können.

00:23:28: Das ist relativ kompliziert.

00:23:30: Und die haben dann, in dem Jahr nineteen sechsundneunzig den Nobelpreis dafür bekommen.

00:23:34: also es gab im Prinzip ein Nobelpreiss für LCMV.

00:23:38: Also um das Ganze zusammenzufassen heute haben wir über einen Virus mit einem komplizierten Namen gesprochen.

00:23:45: Ein vorzusehtisches Coremenin-Gitis-Virus oder LCM V kommt weltweit in Meusen vor.

00:23:51: Vorgesagt wahrscheinlich relativ viele asymptomatische Infektionen an Menschen kann aber auch hochproblematisch Organ, Transplantpatienten und den Schwangeren sein.

00:24:02: Ja das war's für heute!

00:24:04: Wenn es Fragen, Kommentare oder Anregungen gibt wie immer ein E-Mail schreiben an www.virologischatpodcastwerkstatt.com Und wenn Ihnen der Podcast gefällt können Sie uns jederzeit auf Steady unterstützen.

00:24:18: Danke fürs Reinhören und bis nächste Woche Ciao!

00:24:29: Den Link findet ihr in den Show-Notes.

00:24:32: Wir freuen uns auch über eine Bewertung und ein Abo auf der Podcastplattform Eurer Wahl!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.