#65 – Junin-Virus: 30 Prozent Sterblichkeit, aber es gibt einen Impfstoff
Shownotes
Das Junin-Virus löst in Argentinien das Argentinische hämorrhagische Fieber aus, eine Erkrankung mit einer Sterblichkeit von 20 bis 30 Prozent. Florian Krammer erklärt, warum diese Neuwelt-Arenaviren ihren Namen von Sandkörnern haben (sie packen Ribosomen der Wirtszelle ein, die im Elektronenmikroskop wie Sand aussehen) und was das Spike-Protein so besonders macht: Das Signalpeptid bleibt Teil des Proteinkomplexes, was sonst nirgends in der Biologie vorkommt. Übertragen wird das Virus von Feldmäusen, vor allem der Vespermaus, meist über eingeatmeten Staub aus getrocknetem Urin und Kot. Deshalb trifft es überwiegend Männer in der Landwirtschaft, über 90 Prozent der 300 bis 500 Fälle pro Jahr treten in ländlichen Gebieten auf. Anders als bei den meisten hämorrhagischen Fiebern gibt es hier Gegenmittel: der Lebendimpfstoff Candid One mit 95 Prozent Wirksamkeit und eine Plasmatherapie, die die Sterblichkeit auf ein bis zwei Prozent senkt, allerdings bei rund zehn Prozent späte neurologische Symptome auslöst. Florian Krammers Arbeitsgruppe publiziert gerade monoklonale Antikörper, die diese Therapie ablösen könnten.
Informationen über das Junin Virus and das Argentinische Hämorrhagische Fever der UK Health Security Agency [Englisch]: https://www.gov.uk/guidance/argentine-haemorrhagic-fever-origins-reservoirs-transmission-and-guidelines
Neues Paper zu monoklonalen Antikörpern als Therapie bei Juninvirusinfektionen [Englisch]: https://journals.asm.org/doi/10.1128/mbio.00214-26
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00:00:05: Aber leider ist es eben so, dass zwanzig bis dreißig Prozent der Patienten die Infektion nicht überleben.
00:00:11: Die Modalitiesrate hier ist doch echt hoch!
00:00:14: Das Gute beim Chonemvirus ist, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, die Infektion zu verhindern bzw.
00:00:21: zu behandeln – da hat man schon sehr früh im Stoff entwickelt.
00:00:38: Virologisch mit Florian Krammer.
00:00:51: Ja, hallo und willkommen zu dieser Episode von Virologisch.
00:00:55: Die ist aufgenommen worden.
00:00:56: am siebenundzwanzigsten September zwierdessen sechsundzwantzig in der West-Steirmark.
00:01:02: Die heutige Episode bringt uns nach Argentinien zum relativ exotischen Virus das aber interessant ist und dass man vielleicht kennen sollte.
00:01:12: Das Virus nennt sich Honenvirus und verursacht das argentinische hemorragische Fieber.
00:01:20: Beim Chonin-Virus handelt sich so ein Arenavirus, das ist also zumindest weitläufig mit dem Lasservirus verwandt.
00:01:28: Aber Choninin ist ein Neuweld-Arenavirus während Lassa ein Altwelt-Arenovirus ist.
00:01:35: Vielleicht noch etwas was zum Namen diese Viren heißen Arenavieren und zwar deshalb Arena heißt Sand auf Lateinisch Und wenn man sich dieses Viruspartikel im Elektronenmikroskop anschaut sieht man aus als hätten die Sandkörner innen drinnen.
00:01:52: Der Grund dafür ist, dass die Ribosoman von der Wirtszelle einpacken und diese Ribosomen sehen dann eben dunkel wie dunkle Punkte aus.
00:02:02: deswegen daher kommt dem der Name.
00:02:07: Beim Koninvirus halt sich es um ein negativ strengiges Einzelstrang RNA-Virus das zwei Genomsegmente hat.
00:02:17: das mit einem negativen Polarisierung stimmt allerdings nicht so ganz, weil beide Genomsegmente Proteine von beiden Seiten in beiden Ausrichtungen kodieren.
00:02:29: Das nennt man Ambissens.
00:02:32: Die zwei Genomsegmente nennen sich S steht für Small und L das steht für Large.
00:02:38: Und beim S-Segment ist es ebenso dass in der negativen Polarisierung Glycoprotein, das Bike-Proteinkotiert wird und in der positiven Polarisierung des Nukleoproteins.
00:02:48: Das Glykoproteinen nennt sich hier Glykoprotenkomplex.
00:02:53: Und zwar deshalb, weil das Wirt zwar als Einprotein hergestellt wird aber dann in drei Teile zerschnitten die im einen Komplex bilden.
00:03:02: Diese drei Teilen nennen sich GPI, GPII und da kommt noch ein signalter Tit dazu.
00:03:09: Und das ist super interessant.
00:03:10: normalerweise haben im transmembranen Protein eine Signalbetide, die werden einfach nachdem die Translation begonnen hat und das Protein in einen Membran eingebaut wurde abgeschnitten.
00:03:26: Und die sozieren dann vom Protein.
00:03:29: aber bei dem Arena-Virus Spike-Protein ist es nicht der Fall.
00:03:34: da bleibt das Signalbetid Teil des Proteins, Teil des proteinkomplexes.
00:03:38: Das ist ein Besonderheit hier soweit ich weiß biologisch anders nie ganz vorkommt.
00:03:45: Ja und dann haben wir das L oder Large-Segment, das kotiert in der negativen Orientierung für die Polymerase und in der positiven Orientierung für ein Matrix-Protein, das nennt sich hier Z. Weil wir uns die Viruspartikel anschauen, die sind so fünfzig bis dreieinhalb Meter im Durchmesser.
00:04:06: Wir haben im Inneren drinnen die zwei Genomegmente, das RNA Die wird geschützt vom Nucleoprotein und die Polymerase ist auch assoziiert mit diesen Genome-Segmenten.
00:04:18: Und dann haben wir eben, wie schon erwähnt, Ribosomen, die gelegen ins Viospartikel eingebaut werden.
00:04:24: Dann wird das Ganze umhüllt von einem Matrix-Protein und da haben wir die Lipid Membran und in der Lipid-Membran sitzt dann dieser Glycoproteinkomplex dieses Spike-Proten.
00:04:37: Was interessant ist, dieses Bike-Protein bindet an den humanen Transferrin-Receptor I. Das ist ein Rezeptor der ganz wichtig ist für Eisentransport und das sind die Rezepte für dieses Virus in Menschen nicht nur für dieses Neuweltarenervirus sondern auch für andere Neuwelderrenervieren.
00:04:59: Das Interessante ist aber dass das Virus wahrscheinlich unterschiedlichste Rezeptoren verwendet.
00:05:03: man weiß im Labormäusen kann das Virus diesen Maustransferinrezeptor eins nicht benutzen.
00:05:11: Man kann sie aber trotzdem infizieren und wahrscheinlich benutzt das Virus dort eben einen anderen Rezept, also wahrscheinlich gibt es mehrere Rezeptoren, nicht nur den einen.
00:05:23: Die Erkrankung des argentinische hemorrhagische Fieber ist das erste Mal in der Lea Bampa Region von Argentinen, also La Bampa Provinz Und das Virus ist dann, in den letzten Jahren, zu isoliert worden.
00:05:42: Das Virus ist benannt nach einer Stadt in der Provinz Boeines Eires – eine Kleinstadt mit einer Population von ungefähr u.a.
00:05:50: fifty-tausend Menschen und das ist zwar nicht direkt in der Stadt aufgetreten aber die Erkrankung ist im Umland aufgetretet.
00:05:59: Wir werden dazu kommen dass wir es als Assoziat mit Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten.
00:06:07: Das natürliche Reservat des Cumingios sind Mäuse, unterschiedlichste Mäuserarten.
00:06:13: Das Hauptreservat ist Calomis musculinus.
00:06:17: das ist eine Vespermaus.
00:06:19: auf Englisch nennt sich die Spezies dryland Vesparmaus.
00:06:22: ich weiß gar nicht ob diese Spezie es an deutschen Namen hat aber das Virus kann auch in anderen Nagitieren vorkommen zum Beispiel in Accodon Azorae.
00:06:33: Das ist eine Grasmaus.
00:06:35: Das Virus kommt auch in oligorizomis-Flawessens vor, das ist die gelbe Zwergreisrate und die kennen wir schon weil sie überträgt auch das andere Virus.
00:06:46: aber wie gesagt die wespermäuse sind der hauptüberträger oder der Hauptträger.
00:06:52: Mäuse wenn die mal infiziert sind tragen die das Virus oft lebenslang mit sich rum.
00:06:57: Die haben meistens keine Symptome können es aber an andere Mäuser weitergeben.
00:07:02: Einerseits wenn die interagieren, dass sie gegenseitig beschnuppern oder putzen oder abschlecken.
00:07:08: Keine Ahnung was Mäuse so machen den ganzen Tag kann aber auch bei Kämpfen übertragen werden.
00:07:13: also die haben anscheinend so Rebierkämpfe und dabei kann das Virus übertragen werden und es gibt auch Übertragung von den Müttern auf die Jungtiere.
00:07:22: Bei diesen Mäusearten handelt es sich um Mäusen, die in Feldern vorkommen.
00:07:26: Also nicht wirklich Mäuser, die man im Haus finden würde.
00:07:29: Vielleicht entschuppt man aber nicht direkt in einem Haus und diese Infektionen in Menschen sind assoziiert mit Arbeiterfeldern, mit Transport von Getreide, Transport von Hülsenfrüchten usw.
00:07:45: Und man sieht das auch... Grundsätzlich mehr Männer sich infizieren als Frauen, dass er damit zu tun, dass Männer eher Feldarbeit betreiben.
00:07:56: Und der Großteil der Infektion an über neunzig Prozent finden in ruralen Gebieten statt eben auch weil sich dort die Landwirtschaft befindet.
00:08:07: Am Anfang war die Region wo diese Infektionen passiert sind relativ eingegrenzt und zwar eben auf die La Pampa Provinz.
00:08:17: das hat sich aber über über die Zeit ausgedehnt in die Buenos Aires-Provinz, in die Córdoba province und es gibt gelegentlich auch Fälle in der Santa Fe-Province.
00:08:26: Was ich so gelesen habe, gibt's etwa dreihundert bis fünfhundert Fälle pro Jahr.
00:08:30: In den letzten Jahren waren es teilweise weniger also gelegenlich weniger als zwanzig.
00:08:37: Und ja wie steckt man sich mit dem Virus an?
00:08:41: Im Prinzip läuft die Vertragung so ab dass es eben Kontakt zwischen Menschen meistens Ausscheidungen von Mäusen gibt.
00:08:49: Human oder Übertragung von Mensch zu Mensch ist eigentlich nicht wirklich ein Problem, aber eben Maus zum Menschen über Exkremente und das kann über unterschiedliche Wege passieren.
00:09:01: einerseits wenn man kontaminiertes Wasser trinkt oder kontaminierte Essen isst Das kann zu einer Ansteckung führen.
00:09:09: Klassischer eine klassische Anstechungsweg ist die Inhalation des Einartnern von Staub der eben das Virus enthält, also im Prinzip ausgetrockneter Urin, ausgetrockener Kot dieser Mäuse.
00:09:23: Der zu staub zerfallen ist, den man dann aufwirbeln und einatmet.
00:09:27: Also ähnlich wie auch bei Hunterviren.
00:09:29: Ein weiterer Weg, wenn man sich infizieren kann, ist wenn offene Wunden zum Beispiel.
00:09:35: Katze auf Händen mit den Ausscheidungen der Tierinberührung kommen.
00:09:40: Das Virus infiziert am Anfang Makrophagen, also Immunzellen und die schleppten das Virus dann in die Lymphknoten und von dort verbreitet sich das über den ganzen Körper.
00:09:49: Die Inkubationszeit ist etwa sechs bis vierzehn Tage und dann kommt es zu Symptomen und der Erkrankung läuft im Prinzip in drei Phasen ab.
00:09:59: einerseits die Protomale Phase wird jetzt noch ein bisschen besser erklären, dann kommt es zu einer neurologischen und hemorragischen Phase.
00:10:09: Und dann zur konvalesenten Phase wenn man sich also wieder erholt.
00:10:15: Alternativ dazu kann dass diese Infektion leider zum Tod führen und zwanzig bis dreißig Prozent der Fälle, also die Mortalitätsrate ist zwanziger bis dreizehn Prozent, also sehr hoch eigentlich und zum Tod kommen meistens sieben bis zwölf Tage nachdem die Symptome aufgetreten sind.
00:10:34: Also, zuerst kommt mal diese anfängliche oder Protromalfase.
00:10:38: Das ist im Prinzip ähnlich wie Influencer, man hat Fieber und fühlt sich grundsätzlich schlecht.
00:10:44: Man hat vielleicht Schüttelfrost, Kopfwehe, Muskelschmerzen also in Prinzip auch wie Inflänzer anfängt aber ohne die Respiratorischen, ohne die Atemwegsymptome Und dann geht das weiter in diese neurologische und hemorragische Phase.
00:11:01: Da kann es zu Fotofobia kommen, also im Prinzip trägt man kein Licht.
00:11:07: Retro-Orbitale Schmerzen, das ist so beschrieben, dass man die Schmerz neben hinter dem Auge spürt.
00:11:16: Es kann zu Spindel kommen und im schlimmsten Fall kann man in der Phase mit einem Koma fallen.
00:11:25: Der Gastrointestinaltrakt ist auch betroffen, vielen Leuten ist schlecht, man erbricht und man kann auch entweder Verstopfung oder Durchfall haben.
00:11:35: Und in der Phase kommt es immer zu Blutungen, deswegen hemorragische Phase.
00:11:42: Einerseits können wir Betechen bekommen, das sind im Prinzip rote oder violette Flecken die unter der Haut auftreten bzw.
00:11:55: der Schleimhaut und das sind blutungen die da entstehen und die man dann eben sieht.
00:12:02: Andererseits kann es auch sein, dass wenn man erbricht, dass man Blut im Erbrochenen hat bzw.
00:12:08: das Blut in Morin vorkommt.
00:12:11: Und diese Blutungen werden entstehenden deshalb weil die Virusinfektion die Aggregation von dem Blutkörperchen verhindert beziehungsweise weiß zu einer Trombozytopenie kommt.
00:12:26: Meistens ist es so In der zweiten Woche der Erkrankung anfängt sich zu erholen.
00:12:31: Und das ist eben deshalb so, weil die adaptive Immunantwort anfängt zu wirken also Antikörper werden gebildert neutralisierende Antikörper und auch D-Celemonität entsteht.
00:12:43: Das führt dann zur Gesundung.
00:12:47: Das Interessante ist in dieser konvaleszennten Phase wo man wieder am Weg der Besserung ist es gelegentlich zum Ausfallen der Haare kommt.
00:12:56: Das ist zwar nur temporiert, die wachsen nach.
00:12:59: Aber das ist ein interessantes Symptom.
00:13:01: Das kann übrigens auch bei Marburg und Ebola-Infektionen passieren.
00:13:06: Ja aber leider ist es eben so dass zwanzig bis dreißig Prozent der Patienten die Infektion nicht überleben.
00:13:13: also die Modalitätsrate hier ist doch recht hoch.
00:13:18: Das Gute beim Chonemvirus ist, dass es durchaus Möglichkeiten gibt die Infektion zu verhindern beziehungsweise zu behandeln.
00:13:25: Da hat man schon sehr früh Impfstoffe entwickelt.
00:13:29: Und momentan ist ein Impfstoff in Argentinien zugelausten, der wird auch verwendet.
00:13:33: Der nennt sich Candid One und das ist ein klassischer Lebensdaternierter Impfstoff.
00:13:39: Er ist vom US Army Medical Research Institute for Infectious Diseases, kurz USM-Rate, in Fort Detrick entwickelt worden.
00:13:51: typischerweise bei klassischen lebendatenierten Impfstoffen macht und zwar passagiert man das Virus in Tieren oder in Zellen von Tieren, in denen das Virus normalerweise eben nicht wächst.
00:14:04: Und da kommt es dann zu einer Anpassung an diese neuen Zellen und dadurch kann sein dass das Virus eben teilweise die Fähigkeit verliert den menschlichen Zellen zu wachsen im Schwächer wächst die Patogenität verliert, also keine Erkrankung mehr auslöst den Menschen.
00:14:22: Genau das hat man hier gemacht und hat das Virus zweimal durch Meerschweinchen passagiert.
00:14:28: Also wenn ich sage Passagiert dann heißt es, man hat ein Meerschwähnchen infiziert, hat dann das Virus wieder aus dem Meerschwoinchen isoliert und dann hat man das nächste Meerschwinchen infiziert und da hat man mit dem Material weitergearbeitet.
00:14:43: Das nennt man Passagieren.
00:14:44: Dann hat man das vierundvierzigmal in Mäusegehirnen passaschiert und dann noch neunzehn Mal in Zellen von Resusarfen.
00:14:55: Und dann hat man den resultierenden Virus nach Klonal gereinigt, was heißt das jetzt wieder?
00:15:01: Das heißt im Prinzip dass man ein infektiöses Partikel heraus gereinigen kann.
00:15:07: Das kann man machen indem man entweder einen Plak esse macht oder indem man das Virus sehr weit verdünnt.
00:15:14: Dann kriegt man im Kornaleselektion und das hat man zweimal gemacht.
00:15:18: Und dann ist im Endeffekt dieser Candid One Impfstoffstamm rausgekommen, den hat man dann zuerst in Tieren getestet um zu sehen ob der noch Erkrankungen verursachen kann.
00:15:28: Der war eben nicht mehr fehl, Erkankungen zu verursachten und dann hat man denen Menschen getestert und er hat eine Effizienz von fünfundneinzig Prozent und ist relativ sicher!
00:15:41: Also das ist wirklich ein guter Impfstoff, der wie gesagt in Argentinien auch eingesetzt wird und der die Situation doch sehr verbessert hat.
00:15:49: Was kann man machen wenn man schon die Infektion hat?
00:15:52: Da gibt es auch eine Möglichkeit zur Therapie und zwar kann man da Plasma verwenden von Leuten die die Infektion schon mal durchgemacht haben und die neutralisierende Antikörper gegen das Virus haben.
00:16:07: Diese Plasma-Präparationen gibt es in Argentinien, die kann man einsetzen.
00:16:12: Und wenn das Plasma innerhalb von acht Tagen nach Auftreten der Symptome verwendet wird und dem Patienten gegeben wird dann sinkt eben die Mortalitätsrate von zwanzig bis dreißig Prozent runter auf ein bis zwei Prozent.
00:16:25: also das hat schon eine ganz gute Wirkung.
00:16:27: Das Problem bei dieser Plasma Therapie ist aber dass es Nebenwirkungen geben kann.
00:16:31: Bei etwa zehn Prozent der Leute die damit therapiert werden kommt zwar zu einer Verbesserung der Symptome und das Virus wird aus dem Körper eliminiert.
00:16:41: Aber es kann so später zu neurologischen Symptomen kommen, und zwar schafft's das Virus anscheinend... Man weiß nicht genau wie das passiert aber es muss in der Aktion mit den Antikörpern sein ins Gehirn fortzudringen und zwar ins Zerebellum.
00:16:58: Da kommt dann zu einer Entzündung Und das kommt mit neurologischen Symptomen, die viel später auftreten können.
00:17:07: Diese Symptome sind meistens von kurzer Dauer.
00:17:10: Es ist selbstlimitierend aber natürlich auch problematisch wenn Virus im Gehirn repliziert.
00:17:16: Man versucht da jetzt bessere Therapien zu entwickeln basierend auf monoklonalen Antikörpern also nicht auf Plasma dass man von ehemaligen Patienten gewinnt sondern wirklich biotechnologisch hergestellten definierten monokleinalen Antikörpern.
00:17:32: Und das könnte möglicherweise die Therapie verbessern.
00:17:36: Wir erwähnt es auch deshalb, weil von meiner Arbeitsgruppe gerade ein Paper rauskommt wo wir eben solche monokleme Antikörper hergestellt haben und die ja auch im Tiermodell getestet haben und sie recht gut funktionieren und mehr Schweinchen in dem Fall sehr gut vor dem Choninvirus schützen.
00:17:52: Was man zu guter Letzt noch erwähnen sollte ist, dass das Choninvirus nicht das einzige Virus in Mittelamerika und Südamerika ist.
00:18:00: Dass solche Krankungen auslösen kann.
00:18:03: Es gibt noch einige andere Viren die in Mittel- und Südamerika vorkommen, die auch solche Symptome vorsachen.
00:18:11: Beispiele dafür sind zum Beispiel das Guanaritovirus in Venezuela Das Sabiavirus im Brasilien Und das Machupovirus in Bolivien.
00:18:20: Das sind zwar die Fallzahlen soweit, ich weiß etwas geringer.
00:18:24: Allerdings gibt es aber auch keine Impfstoffe und keine Therapienmöglichkeiten für diese Infektionen.
00:18:30: Also eigentlich gibt's das nur für das Choninvirus?
00:18:34: Ja, das war's für heute!
00:18:35: Chonininvirus ist ein sehr interessantes Arena-Virus aus Südamerika, dass schwere Erkrankungen auslösen kann, rohe Mortalitätsrate hat, aber gegen das es Impfstoffen gibt und für das es auch Therapien gibt.
00:18:51: Wie immer, wenn es Fragen anregeln oder Kommentare gibt einfach ein E-Mail schreiben an www.virologischatpodcastworkstatt.com Und wenn Ihnen der Podcast gefällt können Sie denn jederzeit aufs Daddy unterstützen.
00:19:04: Danke fürs Reinhören und bis nächste Woche!
00:19:07: Ciao
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00:19:12: möchtet
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00:19:15: findet ihr in den Show Notes.
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