#62 – Staupe: Das Hundevirus, das ganze Arten bedroht
Shownotes
Das Hundestaupevirus (Canine Distemper Virus) ist ein Paramyxovirus und eng mit dem Masernvirus verwandt. Florian Krammer erklärt, warum die Erkrankung für ungeimpfte Hunde so gefährlich ist: Bei Welpen zwischen drei und sechs Monaten liegt die Sterblichkeit bei rund 80 Prozent, bei erwachsenen Tieren ohne Immunität bei etwa 50 Prozent. Erreicht das Virus das zentrale Nervensystem, überleben die Tiere meist nicht. Besonders heikel ist das breite Wirtsspektrum: Wölfe, Füchse, Rote Pandas, Löwen, Tiger, Elefanten, Bären, Waschbären und Dachse können sich anstecken, weshalb Staupe längst auch ein Artenschutzproblem ist. In der Serengeti starben 1993 rund 20 Prozent der Löwen daran, und beim Seehundestaupevirus verendeten 1998 etwa 18.000 Seehunde in der Nordsee. Menschen erkranken nicht, vermutlich auch wegen der Kreuzimmunität durch Masern. Gute Impfstoffe gibt es seit den 1960er Jahren, sie brauchen aber regelmäßige Auffrischung.
Übersicht der AGES zur Staupe: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/staupe
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
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00:00:05: Ich muss ehrlich sagen, ich habe das mal bei Warspieren gesehen.
00:00:07: Wir hatten immer einen Ausbruch von Staubbe in Warspiern im Central Park und erstens waren die Tiere nicht mehr scheu.
00:00:16: Die sind am Tag herumgelaufen wie Zombies.
00:00:20: Das war echt grausig anzusehen und da ist fast der ganze Bestand im Central-Park damals eingegangen.
00:00:38: Virologisch mit Florian Krammer.
00:00:51: Ja hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode von Virologisch.
00:00:55: Die ist aufgenommen worden am siebten September, im Bergen in Norwegen.
00:01:01: Und heute geht es mal um ein Hundevirus.
00:01:04: Und zwar ein ziemlich wichtiges, das Hundestaubbevirus.
00:01:09: Das nennt sich auf Englisch auch Canine Distemper Virus.
00:01:12: Dieses Hundestaubevirus ist ein Paramixovirus, dass sehr nah mit Masern verwandt ist also... diese Gruppe um die Masern herum bei den Paramixovieren, wenn sie sich mal billivieren, muss man sich nicht merken.
00:01:26: Aber das sollte man gehört haben und da gehört eben dieses Staubbevirus dazu, da gehört das Masernvirus dazu und auch das Rinderbestvirus.
00:01:35: Das war ein virus masernähnliches Virus, der in Rindern und rinderartigen Tieren zirkuliert ist.
00:01:41: Das ist aber mittlerweile ausgerottert.
00:01:44: Wie bei den meisten Baromyxovieren haben wir hier ein negativ strengiges Einzelstrang RNA genommen, nur einen Genomsegment.
00:01:53: Also das gibt keine zusätzlichen Segmente wie bei Influencer zum Beispiel.
00:01:58: Das Genom ist etwa sechzehntausend Basenbare lang also hat etwa sehnteusend Buchstaben und diskutiert für einige Proteine und zwar für die Protein, dass es das Nucleocapsid Ein Phosphobrotein hat das auch noch zwei Untervarianten, nämlich das C und V-Protein.
00:02:15: Ein Matrixprotein ein Fusionsproteinn und ein Himmelglutinin sind die zwei Oberflächenproteine Und ein L-Proteinn ist die Polymerase.
00:02:25: Wenn wir uns das Viruspartikel anschauen Das ist so in etwa Hundertfünfzig bis Zweihundertfünftig Nanometer im Durchmesser.
00:02:32: Die Partikel sind pläomorf, das heißt die sind zwar rundlich aber nicht wirklich schön rund geformt.
00:02:39: Sie können ein bisschen eiförmig sein und ein bissel eingedrückt, bisl länglich.
00:02:43: Im Grunde schauen sie aus wie die meisten Paramyxovieren Und ich finde Paramyxyrieren schon im Elektronen-Mikroskop einfach klauselig aus Schier.
00:02:53: überhaupt nicht schön geformt wie andere Viren Aber ja trotzdem problematisches Virus.
00:02:59: Wenn wir uns den Aufbau des Viosparticles anschauen, haben wir ganz innen die RNA, so das Genom.
00:03:04: Das Genom wird geschützt von einem Nucleoprotein und mit dem Komplex aus RNA- und Nucliproteins ist auch das Phosphorprotein assoziiert allerdings nur wenige Kopien und eine Kopie vom Polymerase vom L-Protein.
00:03:18: Das Ganze ist eingepackt in eine Lipidhülle und diese Lipidhhülle wird auf der Innenseite von einer Matrixproteine stabilisiert.
00:03:27: In der Lipithöle haben wir dann unsere zwei Ohrflächen-Proteine, die zwei Speigproteine.
00:03:32: Einerseits ein Hemaglutinien oder H, andererseits ein Fusionsprotein oder F. Das Interessante ist das sind gleich benannt wie bei Masern und beim Masern können das Hemagglutinin wirklich hemagglutenieren.
00:03:46: Was heißt das?
00:03:47: Das heißt wenn man das Virus mit roten Blutkörperchen mischt, dann fahren wir die so kleine Aggregate, so kleine Klumpen.
00:03:54: Das nennt man Hemaglüptinierung Und das ist aber beim Staubbevirus nicht der Fall.
00:04:00: Das heißt, es hat eigentlich einen falschen Namen, aber man hat den Namen Hemacglutinin einfach so übernommen.
00:04:05: Allerdings kann das Hemaclutinin an Zellen binden – in dem Fall an Hundezellen und Zellen von anderen Tieren – und zwar Binde.
00:04:14: Da sind da Zelloberfläche ein Rezeptor, der nennt sich CD-Hundertfünfzig oder SLAM.
00:04:20: Der Rezepto ist auf Immunzellen vorhanden,
00:04:23: d.h.,
00:04:23: das Virus infiziert Immunzellen Und auf anderen Zellen, die kannst du auch infizieren, bin jetzt ein Nectin IV.
00:04:30: Das Interessante an dem Virus ist viele Viren wenn sie an die Zelle binden dann werden die erst mal von der Zelle in Endosoman in so kleinen Visiklinn aufgenommen und dann ändert sich in diesen Visiklen der BH und dann fusioniert die Virusmembran mit der endosemalen Membran und das genommen kommt in die Zelle rein.
00:04:49: Bei vielen Paramixo-Viren und eben auch beim Staubbevirus ist das anders, das fursiniert schon an der Zelloberfläche.
00:04:55: Das braucht diese Veränderung des BH Wertes also diese Anzeuerungen, die bei anderen werden.
00:05:02: wichtig ist nicht.
00:05:05: Ja schauen wir uns das mal historisch an.
00:05:07: Die Erkrankung, hundelstaube ist das erste Mal, siebzehn-einundsechzig in Spanien beschrieben worden.
00:05:15: Das Virus ist wahrscheinlich schon recht lange in hunden- und hundeartigen Tieren unterwegs.
00:05:21: Der Edward Jenner, der erste war, der den Impfstoff entwickelt hat, hat das Virus auch bzw.
00:05:28: die Erkrankung auch, also ich habe es auch im Jahr eightundhundert neun beschrieben.
00:05:31: Und dann im Jahr nineteenhundert fünf hatte ein französischer Veterinär, da Oricaré des Diakrankungen mit einem Virus in Verbindung gebracht die Hypothese aufgestellt hat, dass das in meiner Viruserkrankung ist.
00:05:45: Und es ist dann bestätigt worden, von Leidler und Duncan.
00:05:51: Schon im Jahr neunzehn-dreiundzwanzig gab's da nicht den ersten Impfstoff, den man entwickelt hatte gegen dieses Virus, gegen dieses Hundert-Dies-Temper-Virus.
00:06:01: Und der ist entwickelt worden vom Vittorio Puntoni in Italien.
00:06:06: Und zwar hat er gehirn ... Gewebe von Hunden verwendet, die eben an Staupevirus Stauppe gestorben sind und hat dieses Geweb inaktiviert.
00:06:18: Das ist damals aber nicht breit angewandt worden.
00:06:22: Aber ab den sechziger Jahren gab es dann kommerziell erhältliche Staub im Stoffe für Hunde.
00:06:28: Wie infizieren sich jetzt Tiere?
00:06:31: Mit dem Virus, wenn wir von Tieren sprechen, dann sprechen wir von Hunden und auch von anderen Tieren.
00:06:36: Und dazu werden wir noch kommen.
00:06:38: Grundsätzlich kann das Virus über respiratorische Tröpfchen übertragen werden aber auch durch direkten Kontakt zwischen Tieren bzw.
00:06:47: mit Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Ausschädungen von Tiern, die infiziert sind.
00:06:53: Es ist ein recht infektiöses Virus.
00:06:55: es ist eben mit Masern verwandt.
00:06:56: Masern ist auch recht infektiös Und wenn das Virus mal im Körper drinnen ist, fängt es an zuerst einmal eine lymphatische Gewebe in den oberen Artenwegen zu infizieren.
00:07:08: Das heißt wirklich Immunzellen.
00:07:11: Das Virus infiziert sehr gerne Immunzählen und da breitet sich's zuerst mal aus.
00:07:15: Also es kommt dann so nach zwei bis vier Tagen eben zu dieser Virmäe ... breitet sich im Körper aus und erreicht dann die Milz, die Tymoströse oder das Knochenmark.
00:07:26: Das sind eben auch Immunzellen und Infizierter der Immunzeilen.
00:07:30: Breitet sich aber auch in den Atemwegen aus, in Gastrointestinaltrakten und erreicht auch andere Organe.
00:07:37: und nach etwa acht bis zehn Tagen erreicht es oft das zentrale Nervensystem also unter anderem auch das Gehirn und das ist keine gute Nachricht wenn das passiert.
00:07:48: Zum Auftritt der Symptome, die Inkubationszeit ist etwa drei bis sieben Tage.
00:07:53: Die ersten Symptomen, die auftreten sind Fieber – das kann oft recht hohes Fiebers sein bis zu einer Vizigrat.
00:07:59: Im Prinzip Appetitlosigkeit, die Tiere zeigen keine Aktivität oder haben kein Lust mehr auf Aktivitäten und das geht dann weiter.
00:08:09: Es kommt zu Symptomern des Verdauungstraktes, Erbrechen oft mit Blut, Durchfall auch blutiger Durchfall erhöhte Speichelproduktion kann vorkommen.
00:08:21: Die Tiere werden eben dadurch, dass sie nicht mehr viel zu sich nehmen können, dehydriert.
00:08:26: die Arten welche sind auch betroffen.
00:08:28: das fängt zerst mal mit einer erinnernden Nase oft an Husten.
00:08:32: im Prinzip dann Artenlosigkeit.
00:08:34: also das kommt im Prinzip zu einer Lungenentzündung im Endeffekt und die Tiere können sich von diesen Symptomen wiederholen.
00:08:42: Allerdings basiert es auf, dass die Erkrankung dann auch das zentrale Nervensystem betrifft und dann schaut's eigentlich nicht mehr so gut aus.
00:08:50: Dann ist die Mortalitätsrate schon sehr hoch.
00:08:53: Also grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass in Jungtieren also in etwa drei bis sechs Monate alten Hunden die Mortalitätrate bei etwa achtzig Prozent liegt.
00:09:03: Bei erwachsenen Tieren, die keine Immunität haben und sich infizieren, liegt die Mortalitätsrate bei der Fünfzig Prozent.
00:09:10: Und wenn es mal zu Symptomen des zentralen Nervensystems kommt dann ist das sehr wahrscheinlich dass das Tier stirbt.
00:09:17: Ja was sind so Symptome die man sieht?
00:09:19: Wenn das zentrale Nervensystem befallen ist Sensitivität, was Licht betrifft oder andere Stimuli Die Tiere laufen dann oft im Kreis, in Kontinenz ist ein Symptom das hier auftreten kann und grundsätzlich haben die Tiere wirklich Probleme sich koordiniert zu bewegen.
00:09:40: Ich muss ehrlich sagen ich habe das mal bei Warspieren gesehen.
00:09:42: wir hatten es muss zehn Jahre oder so her sein mal einen Ausbruch von Staubbe in Warspiern im Central Park und erstens Waren die Tiere nicht mehr scheu?
00:09:54: Die sind am Tag herumgelaufen, wie Zombies.
00:09:57: Das war echt grausig anzusehen und da ist fast der ganze Bestand im Central Park damals eingegangen.
00:10:03: Also ja wenn das Zentrales Nervensystem mal befallen ist dann ist es ein gröberes Problem.
00:10:10: Wenn die Tiere überleben gibt's auch Langzeitprobleme die auftreten können.
00:10:17: Einerseits ist sie Nase und sind die Pfoten betroffen und zwar kannst du dazu zum unkontrollierten Wachstum von Kerotinozyten, also von so Hautzählen kommen.
00:10:29: Das nennt man dann Hartballenkrankheit.
00:10:32: Gerade was das zentrale Nervensystem betrifft, es bleiben oft auch wenn sich die Tiere holen Muskelzukungen über, die nicht mehr weggehen.
00:10:41: Wenn Jungtiere infiziert werden und das überleben Dann können auch die Zähne betroffen sein Also gerade der Zahnschmelz Weil eben Zählende in den Zahnschmelz ausbilden vom Virus zerstört werden.
00:10:54: Das nennt man dann Staubbegebiss, das ist natürlich auch ein großes Problem und was auch noch auftreten kann, ist ein Symptom, dass ähnlich ist wie das man manchmal bei Masern sieht beim Menschen.
00:11:07: Wenn sich sehr kleine Kinder mit Masern infizieren, dann kann es oft passieren, dass die zwar gesund werden aber dann Jahre später eine Encephalitis also eine Gehirnentzündung bekommen.
00:11:18: Das nennt sich SSBE oder Superkutes Klausierende Panencephalitis.
00:11:23: Es geht meistens tödlich aus, da bleibt das Virus einfach im Gehirn bestehen und fängt dann irgendwann wieder an aktiv zu werden und zu wachsen.
00:11:31: Und so was Ähnliches gibt es bei Hunden auch als es kann sein dass Hunde als Jungtier sich infizieren, dann gesunden und dann als alter Hund sozusagen und leider nach vielen Jahren eine Encephalitis bekommen, um daran sterben.
00:11:52: Ein weiteres Problem ist natürlich es werden Immunzellen infiziert und das führt dann zumindest der Zeit lang auch zu einer Immunsuppression.
00:12:00: Das heißt die Tiere sind ein Anfälliger für andere Erkrankungen auch wenn sie die Staubbeinfektion überleben.
00:12:06: Ja wie gesagt, Modellitätsraten sind da recht hoch grundsätzlich bei Jungtieren So zwischen drei und sechs Monaten etwa achtzig Prozent.
00:12:16: Und bei Erwachsenen, also erwachsenden Hunden die keine Immunität haben eben auch etwa fünfzig Prozent.
00:12:23: Bei den Jungtieren sind gerade Tiere zwischen drei bis sechs Monaten am meisten betroffen.
00:12:28: Wenn sie jünger sind haben die meistens maternale Immunitäten.
00:12:32: Das heißt die Mutter gibt ja an das Jungti, an das Baby im Prinzip Immunitätsweite durch Antikörper und die schützen für die ersten paar Monate, aber diese Immunität verschwindet dann mit der Zeit.
00:12:47: Weil das ja nicht Antikörper sind wie das Jungtier selbst bildet sondern die einfach von der Mutter gekommen sind und dann aber mit der zeit abgebaut werden und sobald sie weg sind, sind die Tiere natürlich sehr anfällig auf diese Infektionen.
00:13:02: Das Gute ist dass es Impfstoffe gibt gegen Staubbei Wie gesagt, seit den neunzehntsechzigen Jahren erhältlich.
00:13:10: Da gibt es unterschiedliche.
00:13:11: Da gibts lebendartenierte Impfstoffe die nennen sich MLV oder Modified Liferxins.
00:13:17: Es gibt rekombinante Impfstoffen Die glaube ich soweitigweise auf Kanarien-Bockenvektoren passieren und wo eben die Glucoproteine exprimiert werden nach der Impfung durch den Vektor und das dadurch zu einer Immunität kommt.
00:13:32: Und dann gibts auch noch inaktivierte Impfstoffe.
00:13:35: Die Impfstoffe sind nicht perfekt und man muss recht oft damit impfen.
00:13:39: Typischerweise werden Jungtiere nach acht Wochen, nach zwölf Wochen nach sechzehn Wochen geimpft brauchen dann aber nach fünfzehn Monaten wieder eine Auffrischung und ich glaube mal frisch zu etwa alle drei Jahre danach wieder auf.
00:13:52: also die Immunität die durch diese Impfstoffen gegeben ist induziert wird.
00:13:56: das ist nicht perfekt.
00:13:58: Teilweise noch zu Infektionen kommen, aber wenn die Tiere geimpft sind und Immunität haben, kommt es dann eben nicht so Symptomen.
00:14:04: Und den Tieren passiert nichts.
00:14:07: Ja, Hundesinn M-I ist eine Tierart, die von diesem Virus befallen wird und betroffen ist.
00:14:14: Aber es können sich auch sehr viele andere Tierarten mit diesem Virus infizieren.
00:14:18: Und das Problem ist, dass dieses Virus eben in der globalen Hundepopulation vorkommt.
00:14:23: und dadurch, dass die Impfrat nicht überall hoch sind bzw.
00:14:26: die Impfstoffe nicht perfekt sind, dadurch zirkuliert das Virus weiter.
00:14:30: Das Virus wird dann eben von Hunden an Wildtiere weitergegeben beziehungsweise an andere Haustiere wie Fretchen – und das kann hoch problematisch sein!
00:14:38: Es gibt ja sehr viele Tierarten, die sich auch mit diesem Staubbevirus infiziren können und die dann teilweise auch sehr schwere Symptome bekommen beziehungsweise daran sterben.
00:14:49: Kleine Banders, also diese roten Banders die es in Asien gibt können davon betroffen sein.
00:14:55: im Prinzip alle hundeartigen Tiere inklusive Wölfe Füchse asiatische Elefanten können sie mit Staubbevirus infizieren.
00:15:05: Großkatzen Hauskatzen sind meistens weniger betroffen aber so Tiere wie Löwen und Tiger man kann sich vorstellen das problematisch.
00:15:12: Mein Prinzip ist schon bedrohte Arten.
00:15:16: Hygienen und hygenartige Tiere können sich damit infizieren, Frettchen, Marder, Dachse einige Affenarten aber im Menschen eigentlich nicht.
00:15:27: Bären können sich dann mit infizierend waschbären Stinktiere also ziemlich alles was man sich vorstellen kann.
00:15:35: Und wie gesagt das ist natürlich großes Problem was bedrohtet die arten betrifft weil Wie schon gesagt, dieses Virus zirkuliert den Hunden und kann eben von Hunden auf alle diese Tierarten überspringen.
00:15:48: Und da gab es auch schon wirklich gröere Probleme in Löwen zum Beispiel in der Serengeti.
00:15:54: Da gab's in drei, neunzig und vierneinzig einen großen Ausbruch, dass in etwa zwanzig Prozent der Löwen in der serengetie an Staupe gestorben.
00:16:03: Der etiopische Wolf ist ein bedrohte Tierart die durch das Staubbevirus dezimiert wurde Und man vermutet sogar, dass das manische Tiger, also dieses Beuteltier in das Manien gegeben hat.
00:16:17: Das ausgerottet wurde, dass der Staubbevirus zur Ausrettung mit beigetragen hat.
00:16:24: Also wirklich eine große Anzahl von unterschiedlichen Spezies die dieses Virus infizieren kann.
00:16:29: Man muss eigentlich ziemlich scary sein.
00:16:32: Ich bin froh, dass es Menschen nicht infizieren können und das ist eigentlich gar nicht so ganz klar warum das nicht funktioniert.
00:16:38: Da gibt's eben molekulare Inkompatibilitäten und andererseits gibt's auch Kreuzimmunität von Masern, also man kann Hunde mit dem Masenimpfstoff impfen um sie gegen Staub zu schützen.
00:16:53: die Viren sind wirklich so nah miteinander verwandt Und eine Idee ist, dass die Immunität gegen Masern in Menschen eine Barriere darstellt für dieses Staubbevirus und das deshalb auch nicht auf Menschen überspringen kann.
00:17:07: Was man vielleicht noch erwähnen sollte, ist das Seehundestaubbe-Virus – das nennt sich auf Englisch auch Fossein Distemper Virus – das ist auch extrem nah mit dem Hundestaubbe virus verwandt.
00:17:20: Man nimmt an, dass sich das evolutionär etwa im siebzen Jahrhundert vom Hundesstaubbevirus getrennt hat.
00:17:28: Und das verursacht auch recht große Probleme.
00:17:31: Das hat sich anscheinend in Sattelroppenpopulationen etabliert und in den Sattlroppen verursachts eigentlich wenig Symptome sondern zirkuliert dort einfach kann aber dann von Sattleroppen auf andere Robben überspringen.
00:17:49: Und in der Zeit gab es zum Beispiel einen sehr großen Ausbruch in Seehunden, in Nordsee und da sind etwa achtzehntausend Seehunde dran verändert.
00:18:00: Das war in etwa drittel der Seehundepopulationen in der Nordsee.
00:18:05: Kegelroppen waren damals auch betroffen, das sind glaube ich auch etwa dreihundert verändert und es gab in der Zwischenzeit auch wieder zusätzliche Ausbrüche.
00:18:14: also hier ist Problem, dass es eben ein etabliertes Virusreservat in den Sattelroppen gibt und das dann anscheinend von diesen Sattellroppen in andere Robbenarten überspringt.
00:18:26: Also dieses Seehunde Staubbevirus hat sich evolutionär vom Hundestaubbe-Virus getrennt, ist aber wie gesagt noch sehr nah damit verwandt.
00:18:37: Ja, das war's für heute zum Staubbewirus – so ein sehr interessantes Virus, das sehr nah mit Masern verwandt in Hunden zirkuliert und auch viele andere Tiere infizieren kann, um sehr dödlich sein kann gegen dass es aber gute Impfstoffe gibt.
00:18:53: Und ja wenn sie einen Hund haben bitte lassen Sie ihren Hund gegen Staubbe impfen.
00:18:59: das ist gut für Ihren Hund Das ist gut alle anderen Hunde und das ist auch gut für Wildtiere.
00:19:05: Danke fürs Zuhören.
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