#59 – Mumps: Warum die Impfung schwächelt und die Fälle steigen

Shownotes

Diesmal geht es um ein Virus, das seit Jahrtausenden in Menschen zirkuliert: das Mumps-Virus. Florian Krammer erklärt, warum dieses Paramyxovirus mit Masern und dem gefährlichen Nipah-Virus verwandt ist, wie die Infektion abläuft und weshalb sie meist harmlos verläuft, aber ernste Komplikationen wie Hoden-, Hirnhaut- oder Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen kann. Erzählt wird auch die Geschichte des Erregers von Hippokrates bis zur Entdeckung als Virus 1934, dazu die Anekdote, wie Merck-Forscher Maurice Hilleman den bis heute genutzten Impfstoff aus einem Abstrich seiner eigenen kranken Tochter entwickelte. Der MMR-Impfstoff drängte Mumps fast zur Ausrottung, doch Impfskepsis, nachlassende Immunität und Virusevolution lassen die Fallzahlen weltweit wieder steigen.

Fotos eines Kindes mit der typischen Mumps-Schwellung im Gesicht: https://en.wikipedia.org/wiki/Mumps#/media/File:Mumps_PHIL_130_lores.jpg

Mumps-Informationen des Robert Koch Institutes: https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/M/Mumps/mumps-node.html

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Interessenskonflikte

Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.

Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).

Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.

Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.

Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.

Transkript anzeigen

00:00:05: Und die haben dann das Material von den Resusmarkaten genommen und haben damit Kinder infiziert.

00:00:10: Die Kinder haben tatsächlich Moms bekommen.

00:00:12: Heute wäre sowas extrem unethisch, das würden wir niemals machen dürfen.

00:00:17: Das hat sich Gott sei Dank wirklich verändert.

00:00:46: Ja hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode von Virologisch!

00:00:51: Die Episodes aufgenommen wurden am sechzehnten August, zwanzig, in New York Und heute geht es wieder mal um ein Virus, das schon sehr lange in Menschen zirkuliert und dass ich sehr interessant finde.

00:01:04: Das ist das Mumsvirus.

00:01:06: Das Mums auslöst also diese Erkrankung.

00:01:08: Das Mundvirus ist ein Paramyxovirus,

00:01:11: d.h.,

00:01:11: es ist verwandt mit anderen Paramyxovieren wie Masern.

00:01:15: Masern ist auch ein Paramyxyvirus, den Parainfluencer-Virus zum Beispiel aber auch mit relativ gefährlichen Viren wie dem Nippervirus.

00:01:23: Wenn wir uns das Virus ansehen fangen wir einmal beim Genom an, das hat einen Einzelstrang RNA genommen mit einer negativen Polarisierung.

00:01:33: Das Genom hat etwa fünfzehntausend Basenbarre, also etwa fünfzentausend Buchstaben und das Virus hat sieben Gene und die kodieren für neun unterschiedliche Proteine.

00:01:45: Das Viruspartikel ist selbst DispleoMorph, d. h., es ist unregelmäßig geformt.

00:01:51: Ich finde diese Paramyxylviren ziemlich schirch, das schaut aus wie so ein Blob.

00:01:56: Die sind überhaupt nicht schön!

00:01:58: Das Viruspartikel ist zwischen hundert und sechshundert Nanometer im Durchmesser.

00:02:03: Wenn wir uns den Aufbau anschauen haben wir eben innen drinnen das Genom, das RNA-Genom.

00:02:07: Das ist geschützt von einem Nukleoprotein... ...und dann assoziiert mit einer Polymerase.

00:02:12: Dies setzt sich in dem Fall aus dem L-Protein zusammen.

00:02:16: Das assoziert es mit dem B-Proten.

00:02:19: Dann haben wir Ein M, ein Matrix-Protein das eine Lipidhülle stabilisiert die es ganze umgibt.

00:02:27: und in dieser Lipid-Hülle drinnen haben wir zwei Spike-Protene, zwei Oberflächenproteine.

00:02:32: Eines davon nennt sich Hn oder Hn Das ist die Hemagglutininneureminitase Und der zweite Protein nennt man F da steht für Fusionsprotein.

00:02:44: Das Hn-Proten bindert an Zeolinsäure.

00:02:47: Das ist eine Zuckerstruktur, die sich auf Zelloberflächen findet.

00:02:52: Die an Oberflächenproteine von Zellen angebunden ist.

00:02:57: und wenn das Virus bei der Kleber diese Interaktion zwischen Hn- und Cialinsäure an die Oberfläche gebunden hat, dann mediert das F-Protein, das Fusionsprotein Diffusion zwischen der Virusmembran, die Bithülle des Virus und der Zellmembrans.

00:03:17: Das macht, indem es einen Teil des Proteins dann in die Zellmembran insertiert und die Virus-Membran oder die Zellenmembrans aneinander zieht.

00:03:27: Und die dann miteinander verschmilzt.

00:03:30: Dann entsteht eine Lücke und durch diese Lücke kann das Genom in den Zelle rein.

00:03:38: Und dann kannst du zur Vermehrung des Genoms kommen – und zur Infektion der Zelle!

00:03:42: Diese Mumswiren sind genetisch divers, wir haben zwölf Genotypen A bis N. Wenn man jetzt A bisN abzählt, sind das nicht zwölfe, da fällt E und M. Die sind falsch klassifiziert worden irgendwann und die hat man dann rausgenommen.

00:03:58: Also es ist genetische divers Aber antigenisch... ...ist es nicht divers Es gibt nur einen Serotype.

00:04:06: Was heißt das jetzt?

00:04:07: Das heisst einfach wenn ich mit einem Genotyp infiziert worden bin zum Beispiel A, dass meine neutralisierenden Antikörper den Genotyp genauso gut neutralisieren wie den Genotype N oder alle anderen Genotypen.

00:04:22: Das heißt von der Neutralisierung her ist kein Unterschied und deswegen ist das ein Serotyp.

00:04:28: Was man auch noch sagen kann ist, dass Mums wir eine relativ niedrige Mutationsrate haben vergleichen mit anderen RNA-Viren aber sie verändern sich schon etwas.

00:04:38: zu dem werden wir noch kommen.

00:04:40: Und was man auch dazu sagen sollt, diese Mumsviren kommen eigentlich nur in Menschen vor.

00:04:45: Man hat mittlerweile mumsähnliche Vieren in Fledermäusen... Fruchtfledermäuse in Afrika gefunden!

00:04:53: Also fast alle Viren scheinen irgendwie in den Fledermäusen vorzukommen.

00:04:58: Das ist relativ neu dass wir das gefunden und ich glaube es ist vor zehn Jahren entdeckt worden.

00:05:03: Aber Mums, die Geschichte von uns ist viel älter.

00:05:07: Die erste Beschreibung der Erkrankung Mums kommt aus dem Jahr sixhundertfünfzig vor Christus.

00:05:15: Das wurde damals von chinesischen Ärzten oder Chinesischen Heilern beschrieben.

00:05:19: Der Hippocrates hat das auch vierhundertzehn Vorchristus schon beschrieben.

00:05:24: da gab es ein Mums Ausbruch den er im Fest gehalten hat Und dann das erste Mal, dass das wirklich wissenschaftlich beschrieben worden ist, die Erkrankung.

00:05:32: Das ist im Jahr siebzehn neunzig passiert und es war britischer Arzt Robert Hamilton der das beschrieben hat.

00:05:40: Es ist auch bekannt, dass Mums große Probleme im ersten Weltkrieg verursacht haben.

00:05:46: Da sind sehr viele Soldaten infiziert.

00:05:49: Die britische Amoeba da zum Beispiel betroffen.

00:05:52: aber grundsätzlich war das Problem eben, dass viele junge Leute zusammenkommen sind und da die Infektionen ziemlich viel Schaden verursacht haben.

00:06:03: In den letzten Jahren hat man Munstan als virale Erkrankung erkannt, und zwar ist das von zwei Wissenschaftlern erkannt worden dem Claude D. Johnson und dem Ernest William Gut-Basture, die an der Vanderbilt University in Nashville gearbeitet Spucke gesammelt von Leuten, die Mums hatten und das haben sie dann gefiltert.

00:06:31: Und zwar durch ein Filter, dass so kleine Öffnungen hatte, dass die Bakterien damit rausfiltern konnten.

00:06:38: Mit dem Filtrat, also dem Material, das durch den Filter durch ist, sind dann Resusmarkaken infiziert und die haben tatsächlich Mums bekommen.

00:06:48: Der Schluss war dann, ja das muss für ihr all sein.

00:06:50: Das kann nicht von Bakterien vorgesagt sein weil es ist eben durch diesen Filter durchgegangen und die haben dann das Material von den Rhesusmarkaten genaueinander mit Kinder infiziert und die Kinder haben tatsächlich Moms bekommen.

00:07:03: Heute wäre sowas extrem unethisch, das würde man niemals machen dürfen.

00:07:08: aber damals hat man solche Sachen eigentlich schon gemacht und ja das ist damals nicht als unethische gesehen worden.

00:07:15: wie gesagt das hat sich Gott sei Dank wirklich verändert.

00:07:19: Ja, und das Virus ist dann in den Nr.

00:07:20: nix von fünf Jahren isoliert worden.

00:07:23: Wenn man sich das historisch anschaut sind China meistens sein Alter zwischen fünf und neun Jahre mit Mums infiziert worden.

00:07:29: die hatten dann Mums und die haben eine Immunität entwickelt.

00:07:33: Die recht starke Immunitet war.

00:07:35: ich glaube wenn wir die Infektion hatte es mal lebenslang vor Mums geschützt.

00:07:41: Die Infektionen sind meistens im Winter und im Frühjahr aufgetreten, also da gibt es eine Sesonalität.

00:07:46: Ich glaube die kommt auch heute noch vor.

00:07:49: Und diese Infektion, wir sprechen von der Zeit bevor Impfungen eingeführt wurden waren meistens zwar problematisch und dazu werden wir kommen aber nicht besonders tödlich.

00:08:02: Also die Mortalitätsrate bei MUMs war damals zwischen Null Komma Null Zwei und Null Koma Null drei Prozent wenn ich das richtig ausgerechnet habe.

00:08:10: Das heißt, nicht sehr tödlich.

00:08:12: Aber es kann zu blöden Komplikationen führen.

00:08:16: Ich habe gerade erzählt, dass da die Markaken mit dem Virus infiziert wurden erfolgreich.

00:08:23: Aber im Grunde ist das Mumsvirus ein Virus, der nur in Menschen auftritt und im Menschen zirkuliert und wie schon gesagt für eine sehr lange Zeit.

00:08:32: Wie infiziert man sich damit?

00:08:34: Typischerweise über respiratorische... Sekretionen, respiratorische Tröpfchen.

00:08:40: Die All-Not, also die Reproduktionszahl der Infektion ist so vier bis sieben das heißt eine infizierte Person infiziert etwa vier bis Sieben.

00:08:50: andere Personen die keine Immunität haben kann aber auch höher sein.

00:08:54: in manchen Fällen ist es ein All-Not von bis zu zwölf beschrieben.

00:09:00: Wann sind Leute infektiös?

00:09:01: Typischerweise schon etwa sieben Tage bevor Symptome auftreten Und dann sind bis acht Tage nach dem Auftreten der Symptome.

00:09:10: Also für ungefähr zwei Wochen und das ist natürlich problematisch, wenn man schon infektiös ist bevor man weiß dass man krank ist.

00:09:18: Man soll dann dazu sagen, dass etwa ein Drittel der Infektionen asymptomatisch sind und auch Leute die asymptomatische infiziert sind können andere Leute anstecken.

00:09:28: also das ist auch problematischer macht es schwieriger das aufzuhalten.

00:09:32: Ja, was passiert?

00:09:34: Wenn man sich infiziert hat?

00:09:35: diese Atemwegströpfchen, die atmen wir vielleicht ein von einem Infizierten.

00:09:40: Die landen dann in den oberen Atemwegen und dort startet auch die Infektion.

00:09:47: Typischerweise werden erst die Atemwege infiziert Dann geht die Infektion weiter zu Speicheldrüsen und Lymphknoten.

00:09:56: Von der Lymphknoten geht die Infektion ins Blut.

00:10:00: Es kommt zu einer Viremia, also zu einer Ausbreitung in den ganzen Körper.

00:10:03: Und dann können alle möglichen Organe und Gewebe infiziert werden.

00:10:07: Der Rezeptor für das Virus ist die Solinsäure, die sind im Prinzip auf allen Körperzellen präsent.

00:10:13: Deswegen kann das Virus auch sehr viele unterschiedliche Körperzellengewebe und Organe infizieren.

00:10:18: Aber dazu werden wir noch kommen!

00:10:21: Die Inkubationszeit ist etwa sieben bis fünfundzwanzig Tage.

00:10:26: Normalerweise sind es aber so sechzehn- bis achtzend Tage Also schon recht lange Inkubationszeit.

00:10:33: Dann treten eben Symptome auf, anfangen relativ milde Symptomen.

00:10:39: Das kann zum Fieber kommen und man fühlt sich nicht gut.

00:10:42: Man hat muskelschmerzen.

00:10:45: Oft ist auch Schmerz in der Hals ein Anzeichen von einer Mumsinfektion und die Leute haben dann auch keinen Appetit.

00:10:53: Das sind so typische Krankheitsanzeichen.

00:10:57: Ja und dann kommt es zur Kutenphase, da verstärken sich diese Symptome noch.

00:11:01: Und dann kommt's typischerweise zu einer Barotitis.

00:11:06: Was ist jetzt das Feder?

00:11:07: Das ist die Ohrspeicheltrüse, die entzündert ist.

00:11:11: Also diese Ohr-Speicheltröse ist eine Speicheltdröse Die hat man links und rechts vom Gesicht Die geht bis im Prinzip kurz vor das Ohr und dann eben auch unter den Kiefer runter Und die entzündet sich, weil da eben Virus repliziert drinnen und das schwillt dann an.

00:11:31: Das dauert am meisten zwei bis drei Tage, bis diese Schwellung zurückgeht.

00:11:35: Es ist meistens auch so dass eine Seite zuerst anfängt und dann die andere nachzieht.

00:11:39: Also es ist nicht symmetrisch meistens.

00:11:41: Man hat dann immer einen riesigen und heißen geschwollenen Gesicht und das ist das typische Mundsymptom.

00:11:48: Diese Symptome von denen kommt auch der Name also das kommt anscheinend aus dem alten Englischen MAMP beschreibt eine Grimasse.

00:11:57: Und das beschreibt eben diese Symptome, dieses gesporlene Gesicht.

00:12:01: Wie gesagt, die gesporleine Urspeicheldrüse spielt dann nach etwa zwei bis drei Tagen wieder ab und die Symptomen sollten dann nach ein bis zwei Wochen wieder vorbei sein.

00:12:13: Im Normalfall war es das auch wirklich.

00:12:15: also wie gesagt die Matalitätsrate bei der Erkrankung ist sehr gering.

00:12:22: Normalerweise macht man diese Erkrankung durch, ohne dass es zu schwerwiegenden Komplikationen kommt.

00:12:28: Es kann aber zu Kompliktionern kommen und zwar deshalb weil wie schon gesagt das Virus sich im Körper verteilt und unterschiedliche Organe infiziert.

00:12:38: Und es kommt auch darauf an welche Organe das betrifft.

00:12:42: eine Komplikation kann sein eine Encephalitis Das heißt eine Gehirnentzündung.

00:12:47: Das ist selten Aber dann wird das natürlich eine schwere Erkrankung.

00:12:52: Eine andere Möglichkeit, dass eine Mennin geht ist, also Gichernhautentzündung.

00:12:57: Was auch beschrieben ist, ist myocarditis, also eine Entzündungen des Herzmoskels.

00:13:02: Bankreatitis, Bauspeicheldrösenentzünden kann auch ziemlich problematisch sein.

00:13:08: Nephritis, die Nieren können sich entzünden.

00:13:10: Oofretis, also die Ovarien können in Sonnen sein weil Virus dort wächst.

00:13:16: Was auch interessant ist es kann zu einer Mastitis kommen also zu einer Entzündung der Brust.

00:13:20: das passiert in etwa dreißig Prozent Erwachsenen Frauen die sich mit Mums infizieren und was ich am interessantesten finde ist eine Orchitis Das ist eine Entzindung der Hoden.

00:13:33: dass basiert bei zehn bis vierzig Prozent der Infektionen beim Männern die entweder in der Puhrt sind oder Jugendlichen in der Pubertät, oder Erwachsenen Männern.

00:13:46: Bei repuertieren Kindern passiert das eigentlich nicht.

00:13:51: aber wenn man schon eine Pubertäte ist bzw.

00:13:53: wenn man erwachsen ist kann man eben eine Architis bekommen, eine Hodenentzündung.

00:13:57: Das Interessante ist dass du meistens nur einen Hoden betrifft und nicht beide Aber es natürlich problematisch weil der Hodenschwill dann an wird recht groß Und ich kann mir das nicht als besonders angenehm vorstellen muss ehrlich sagen Das kann auch einen Langzeit-Effekt haben, das kann ein Problem mit der Fertilität mit sich bringen.

00:14:15: Es ist meistens nicht so dass man dann infertil wird also dass man gar nicht mehr fertil ist.

00:14:20: aber zum Beispiel die Anzahl von Spermien kann runtergehen und es kann natürlich ein Problem sein.

00:14:26: Also für erwachsene Männer oder männliche Jugendliche ist das keine tolle Infektion.

00:14:35: Es gibt aber noch andere Langzeitprobleme, die mit der Infektion kommen können.

00:14:39: Einerseits Daubheit – das ist bei vier Prozent der Fällen beschrieben.

00:14:44: Andererseits Schwindel, der anhalten kann und was man auch beschreiben hat, dass die Infektionen den Start von Typ I Diabetes auslösen kann imweil das Virus in den Zellen, die Insulin produzieren, auch replizieren kann.

00:15:01: Also nicht so doll!

00:15:04: ganze Anschaut sind oft Männer um einiges schlimmer betroffen von der Infektion als Frauen.

00:15:12: Wie gesagt, da weiß sie noch ein Drittel der Infektionen asymptomatisch und viele komplett unkompliziert und unproblematisch aber es gibt immer auch Nebenwirkungen.

00:15:22: Und das andere Problem dass wir da natürlich haben ist Es gibt keine spezifische Behandlung.

00:15:27: also man kann im Prinzip nur die Symptome behandeln.

00:15:30: Also es gibt keine antiviralen Medikamente die gegen das Moos Virus helfen würden.

00:15:34: Aber man kann natürlich was tun, sich nicht mit diesem Virus zu infizieren bzw.

00:15:40: an Mums zu erkranken.

00:15:42: Man kann sich impfen lassen.

00:15:55: Vom Patienten hat sie dann wachsen gelassen und hat die dann chemisch inaktiviert.

00:16:00: Das hat zwar funktioniert, hat aber zu einer relativ kurzen Immunität geführt.

00:16:05: Der Durchbruch ist dann in den neunzehntsechziger Jahr angekommen.

00:16:08: Da hat ein Wissenschaftler der für Merk gearbeitet hat, Maurice Hillemann einen lebend abgeschwächten, also lebend attinuierten Impfstoff entwickelt.

00:16:17: Maurice Hillemann ist eine ziemliche Legende.

00:16:20: der hat die meisten Impfstoffe die momentan verwendet werden entwickelt.

00:16:23: über den gibt es eine super Biografie.

00:16:26: ich werde ein Link in die Kommentare stellen.

00:16:29: zu dem Buch sehr informativ zu lesen aber auch sehr unterhaltsam weil da viele Geschichten drinnen sind.

00:16:35: eine davon werde ich erzählen.

00:16:37: Aber man sieht da auch wie sich Impfstoffentwicklung über die Zeit verändert hat.

00:16:43: Auf jeden Fall, dieser Maurice Hillemann war Witwa.

00:16:47: Seine Frau ist schon relativ früh gestorben und er hatte eine Tochter.

00:16:51: der Name der Tochter war Gerald Lynn Und die Geschichte ist eben dass der eines Tages in der Früh aufgebracht ist und seine Tochter hat sich beschwert das ihr nicht gut geht und die hatte Mumssymptome.

00:17:02: Und Maurice Hillermann ist dann ins Lauer gefahren, hat Swabs geholt und im Prinzip Korturschalen und hat dann Swaps genommen von seiner Tochter, ist danach wieder ins Labor gefahren.

00:17:15: Hat das Virus in Kultur gegeben also auf Zellen und ist dann wieder heimgefahren und hat sich um seine Tochter gekümmert.

00:17:23: Was hier gemacht worden ist dieses Virus dass tatsächlich von seiner tochter isoliert wurde, hat er dann auf Hühnerzellen wachsen lassen und zwar sehr oft hintereinander also passagiert sagt man dazu.

00:17:35: Das heißt es geht viele Replikationszyklen durchaus diesen Hühnerszellen Und was da passiert ist, das ist ein menschliches Virus.

00:17:42: Das ist mit Hühnerzellen am Anfang nicht besonders glücklich weil ich mit denen kann es nicht umgehen.

00:17:47: Mit der Zeit mutiert sie aber und wächst dann immer besser und immer besser in diesen Hühlerzellen, weil sich's eben anpasst.

00:17:53: Also dadurch dass er sich immer mehr an Hühnderzellen anpasste, kannst weniger gut in menschlichen Zellen wachsen und dadurch wirds genetisch in menschenzellen abgeschwächt und dann kann man es im Stoff verwenden.

00:18:05: also es wächst schon auch in menschalichen zellern aber nicht mehr besonders gut.

00:18:09: Noch gut genug, um eine Immunantwort auszulösen.

00:18:12: Aber nicht mehr gut genug um eine Erkrankung auszülösen.

00:18:15: und genau das ist gemacht worden mit diesem Geryllin Strain Und dieser Impfstoff wurde dann in den Jahr nineteen Sechzehn zugelassen.

00:18:23: Da gab es noch andere Impfstoffstämme die dann entwickelt wurden sind.

00:18:26: auch dieser Gerylins Strain oder Stamm ist dann weiterentwickelt worden und der ist dann neunzehneinundsebzig in einen dreifach Impfstoff integriert worden und das ist der MMR-Impfstoff wo eben der Masern-Impfstoff drinnen ist, der Moomsimpfstoff und der Rötelnimmstoff.

00:18:42: Deswegen MMEA.

00:18:43: Den hat man am Anfang einmal gegeben.

00:18:46: Der hat echt gut gewirkt und eine Dosis hatte den anscheinend ausreichen.

00:18:52: Aber in den neunzehnachtziger Jahren hat man dann angefangen, dass man die zweite Dosis gibt, eine Boosterdosis.

00:18:57: Und was man auch gesehen hat das man sich die Effizienz angeschaut hat, der unterschiedlichen Komponenten... Man sieht ja, der Impfstoff funktioniert im generellen sehr, sehr gut.

00:19:08: Aber der Mumsimpfstoff funktioniert weniger gut als der Masern- und Röntelimpfstoffen.

00:19:12: was man so gemessen hat war eine Effizienz von zwischen neunundsebzig und fünfundneinzig Prozent.

00:19:18: Das ist im Weniger bei Masern und Mums ausreichend.

00:19:22: Du hast gut aber eben nicht so gut wie der Maserimpfstopf.

00:19:27: Und dieser Impfstoff ist dann natürlich breit eingesetzt worden weltweit nur bezahlt damit man sich vorstellen kann was der Effekt davon war.

00:19:36: Also, wenn man sich anschaut die Reduktion von Mumsfällen zwischen nineteen-sechzig und neunzehnzweiunddachzig also achtundsechtig war im Prinzip der Impfstoff gerade ausgerollt wurde.

00:19:48: Da gab es eine siebenneinzigprozentige Reduktions in Mumsfelden in den USA.

00:19:54: Wenn man nineteen-sächsig ist mit zweitausendeins vergleicht, ist die Redaktion neunundneunzig, neun Prozent.

00:20:02: Das ist nur ein Beispiel, das sind die USA aber das ist in vielen anderen Ländern auch passiert.

00:20:07: Und um die zweitausender Jahre herum war man wirklich nah dran dass man eigentlich muss fast ausgerottet hätte.

00:20:13: also weil der Impfstoff sehr gut funktioniert hat.

00:20:17: Seitdem hat sich das aber bis sie verändert und das sind ein paar Gründe.

00:20:21: Also die Musfälle sind global wieder am steigen.

00:20:24: es gibt immer wieder Ausbrüche.

00:20:26: Es ist nicht so schlimm wie beim Masern Aber es passiert trotzdem und einer der gründe Dafür ist natürlich Impfskapsis und dass Leute ihre Kinder nicht mehr mit dem MMR-Impfstoff impfen lassen.

00:20:38: Gerade MMR ist in Verruf geraten, dass der Impfstoff Nebenwirkungen hat und Autismus auslöst was vielfach widerlegt wurde.

00:20:51: das ist ein kompletter Blödsinn.

00:20:52: aber das Gerücht hält sich gerade in Großbritannien angefangen Und das hatte dort dann auch Auswirkungen, da gab es in den ersten größeren Mumsausbruch.

00:21:05: Das war ihm zurückzuführen auf Ungeimpfte im Prinzip und die hatten bei diesem Ausbruch so eine Fälle.

00:21:13: Impskepsis und Leute, die sich nicht impfen lassen oder ihre Kinder nicht impeln lassen sind nicht das einzige Problem.

00:21:18: Man sieht beim Moms Impfstoff dass die Immunität über Zeit zurückgeht.

00:21:22: Das heißt, weil der Impfstoff eben nicht so gut ist wie der Masen Röteln-Impfstoff und man nimmt auch an, dass es doch zu einer Virus-Evolution gekommen ist mit der Zeit.

00:21:34: Also es gibt einige Faktoren, warum die Impfstoffe vielleicht momentan nicht mehr so gut funktioniert.

00:21:38: Aber wie gesagt das seit dem Konsequenzen, im Jahr den Kino gab's zum Beispiel einen großen Ausbruch mit dreihunderttausend Mumswellen.

00:21:46: In Österreich war der letzte große Mumsausbruch.

00:21:49: Im Jahr zweihundert Fälle.

00:21:53: Und ich glaube, der letzte größere Ausbruch in Deutschland war im Jahr zehntes und elf mit etwa dreihundert Fälle in Bayern.

00:22:02: In Österreichs Mums waren wir dann sehr selten.

00:22:04: In Deutschland ist es ziemlich konstant momentan.

00:22:07: Ich glaube das wären so etwa siebenhundert Felle pro Jahr detektiert.

00:22:10: In den USA wo jetzt zu einer ziemlichen Zunahme von Masernfällen gekommen ist gibt's auch nur wenige Mumsfälle also ein paar hundert pro Jahr.

00:22:20: aber ich nehme mal an, dass das in Zukunft steigen wird weil immer weniger MMR geimpft wird.

00:22:25: Wenn man sich's weltweit anschaut hat man momentan so vierhunderttausend bis fünfhundertausend Mumsfälle die jährlich an die WHO gemeldet werden also wahrscheinlich ein Problem mit dem wir uns in der Zukunft wieder auseinandersetzen müssen.

00:22:38: Wir haben das zusammenzufassen Mums ist ein interessantes Virus das schon sehr langen Menschen zirkuliert was die Mortalitätsrate, also die Sterblichkeit bedrifft nicht besonders problematisch ist.

00:22:51: Aber sehr problematische Komplikationen mit sich bringen kann wie eben diese Entzündung der Roden, die ich mal extrem schmerzhaft vorstelle oder gar nicht vorstellen will ehrlich gesagt aber es gibt einen guten Impfstoff den man verwenden kann.

00:23:06: allerdings gehen die Impfraten runter und es kommt gelegentlich auch zu Durchbruchsinfektionen weil die Immunität mit der Zeit abnimmt nach der Impfung.

00:23:16: Ja, interessantes Virus!

00:23:19: Wie immer wenn es Fragen, Anregungen oder Kommentare gibt bitte einfach ein E-Mail schreiben an Virologisch podcastwerkstatt.com und wenn Ihnen der Podcast gefällt können Sie uns jederzeit auf Steady unterstützen.

00:23:33: Danke fürs Reinhören und bis nächste Woche.

00:23:36: Ciao Wenn euch der Podcast gefällt und ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet, schaut gerne auf Steady vorbei.

00:23:44: Den Link findet ihr in den Shownotes!

00:23:46: Wir freuen uns auch über eine Bewertung und ein Abo auf der Podcastplattform Eurer Wahl.

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