#40 – Kaninchenpest: Wie das Myxomavirus ganze Populationen zerstört

Shownotes

Das Myxomavirus ist ein Pockenvirus, das bei europäischen Kaninchen eine oft tödlich verlaufende Erkrankung auslöst, die sogenannte Kaninchenpest. In dieser Folge erklärt Florian Krammer die Biologie und den ungewöhnlich komplexen Aufbau dieses DNA-Virus, seine Übertragung über Stechmücken, Flöhe oder direkten Kontakt sowie die typischen Krankheitsverläufe mit starken Schwellungen und tumorartigen Hautveränderungen. Besonders eindrucksvoll ist die Geschichte des Virus: Ursprünglich aus Südamerika stammend, wurde es gezielt in Australien eingesetzt, um eine massive Kaninchenplage einzudämmen – mit dramatischen Folgen für die Population. Die Episode zeigt, wie sich Virus und Wirt über Jahrzehnte gegenseitig angepasst haben, warum die Sterblichkeit heute variieren kann und weshalb das Virus weiterhin in Europa zirkuliert, zuletzt auch mit Ausbrüchen in Wien. Außerdem wird eingeordnet, warum das Virus für Menschen ungefährlich ist, aber dennoch im Umgang mit Wildtieren Vorsicht geboten ist.

Informationen der AGES über das Myxomavirus: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/kaninchenseuche-kaninchenpest

Ausbruch 2025 in Wien: https://www.krone.at/3848246

Artikel über die mutierte Version des Myxomavirus das Feldhasen tötet [Englisch]: https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/31/8/24-1969_article

Und ein Artikel auf Deutsch über die Hasenvariante: https://www.krone.at/3848649

Science Artikel über die Koevolution von Kaninchen und Myxomavirus in Australien [Englisch]: https://www.science.org/content/article/seventy-years-ago-humans-unleashed-killer-virus-rabbits-heres-how-they-beat-it

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Interessenskonflikte

Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.

Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).

Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.

Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.

Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.

Transkript anzeigen

00:00:06: Wenn man wo Kaninchen, tote Kaninche, kranke Kaninchanen, tote Hasen sieht dann muss man sich wegen dem Muxomavirus keine Sorgen machen.

00:00:14: Also wie gesagt es springt jetzt nicht auf Hunde zum Beispiel oder auf Menschen über.

00:00:18: da braucht man keine Sorge haben.

00:00:46: Ja hallo und willkommen zu dieser Folge von Virologisch.

00:00:49: die ist aufgenommen worden am April, im Ostermontag und immer gedacht ich mache mal eine Osterfolge.

00:00:58: Und zwar geht es diesmal um das Mixomavirus.

00:01:02: Das ist der Auslöser der Kaninchenbest und da gab's letztes Jahr auch Ausbrüche davon in Wien.

00:01:10: Deswegen ist das eigentlich ganz interessant.

00:01:12: das Virus ist ganz Europa verbreitet aber dazu werden wir noch kommen.

00:01:17: Was ist jetzt dieses Mixoma-Virus?

00:01:20: Woher kommt der Name grundsätzlich?

00:01:22: Myxom bezeichnet einen gutartigen Tumor.

00:01:26: Und wie wir sehen werden, kann dieses Virus solche Geschwülste auslösen und deswegen nennt man es Myxoma-Virus.

00:01:33: Das Virus ist ein Bockenvirus.

00:01:34: das ist auch mit den echten Bocken verwandt.

00:01:37: Bissich weitläufiger aber doch!

00:01:39: Weil sein Bocken-Virus ist, ist er sein DNA-VIRUS also sehr großes Genom.

00:01:45: Hundertsechzigtausend Basenbare.

00:01:47: Das Genom ist linear Besteht aus doppelstrengiger DNA und diskutiert für etwa hundertsiebzig Proteine.

00:01:55: Also relativ viele Proteine, das Virus hat einen komplizierten Aufbau und einen kompliziertem Lebenszyklus wie das bei Bockenviren ebenso ist.

00:02:04: Wenn wir uns das Virus selbst ansehen, das ist etwa zweihundert mal dreihundert Nanometer groß und ziegelförmig – das ist bei den Bockenwiren so!

00:02:14: Wir haben ganz innen das Genom Dann haben wir ein Nucleocapsid, dann eine Struktur die nennt man Core Wall und auf zwei Seiten befinden sich Strukturen die man Lateral Body nennt.

00:02:28: Und das Ganze ist eingehüllt von einer Membran, mag mal auch von zwei Membranan.

00:02:33: Also in Wahrheit gibt es da zwei Arten von Viruspartikeln.

00:02:36: Das Eine ist das Mature Virus Particle oder das Gereifte Virusparticle.

00:02:42: Das hat außen eine Libitmembran.

00:02:46: Das wird freigesetzt, wenn eine infizierte Zelle abstirbt und diese Art von Viruspartikel ist wichtig für das Virus um sich von Tier zu Tier in dem Fall übertragen zu können.

00:02:58: Dann haben wir noch ein zweiter Version.

00:03:01: Diese Version nennt sich Envelope Virion.

00:03:03: Die Version hat eine Doppelmembran, also nicht nur eine Membran sondern zwei auf der Außenseite Und das ist die Form, die normalerweise von Zelle zu Zelle innerhalb eines infizierten Tieres übertragen wird.

00:03:19: Diese Viren docken an Zellen an, indem sie an Lycosaminoglykane binden.

00:03:24: Das ist eine Polysachrytazukostruktur auf der Zelloberfläche und das Interessante hier ist dass im Gegensatz zu den meisten DNA-Vieren die im Zellkehren ihr Genom replizieren, ihr Genome vermehren, die Bockenviren das in Cytoplasma machen also außerhalb des Zellkernes und da im Prinzip eigene zellorganellen Aufbauen

00:03:44: bzw.,

00:03:44: die cellulären organell um.

00:03:46: und strukturieren, mit einem Virusfabrik aufzubauen.

00:03:51: Welche Erkrankung verursacht dieses Virus?

00:03:53: Grundsätzlich verursagt sehr schwere Erkankungen in europäischen Kaninchen.

00:04:00: Das kann auch andere Kaninchens- und hasenartige Tiere infizieren, richtet aber viel weniger Schaden an und viel leichter Erkranken.

00:04:08: für den Menschen ist das Virus komplett ungefährlich.

00:04:11: Ich glaube auch für Haustiere wie Hunde zum Beispiel stellt es keine Gefahr dar.

00:04:16: Übertragen wird es grundsätzlich entweder über Vektoren, also Stechmücken und Flöhe zum Beispiel.

00:04:24: Allerdings passiv, also nicht so wie beim Dengi-Virus

00:04:27: z.B.,

00:04:28: das in der Mücke dann auch wachsen muss sondern da geht's eher darum dass diese Stechmycken oder Flöre dann kontaminiert sind mit dem Virus.

00:04:35: Das vermehrt sich nicht in den Zellen des Flohs oder in die Stechmücke Sondern es bleibt einfach in dem Tier, in dem Vector, in der Mücke bestehen Und wenn die dann wieder in den Hasen sticht, kommt sie einfach zur Übertragung von kontaminierten Material.

00:04:52: Das Virus wird aber auch über direkten Kontakt übertragen und überkontaminierte Gegenstände.

00:04:57: Man muss dazu sagen es ist wie alle Bockungen sehr stabil und in solchen Flöhen zum Beispiel kann das Virus drei bis vier Monate überleben.

00:05:05: Es ist auch in der Umwelt sehr stabil.

00:05:07: also man kann es auch über Staub, über kontaminierte Erde und so weiter leicht woanders hinübertragen oder wann das hin verschleppen.

00:05:16: Das heißt, auch wenn man zum Beispiel Kaninchen innen hält in einem Haus.

00:05:20: Wenn wir aber gerade draußen spazieren waren und da auf den Schuhm Staub mit reinschleppen, dann kann das schon ausreichen, dass sich die Kaninche infizieren.

00:05:29: Ja ja was passiert jetzt?

00:05:31: Sobald es zur Infektion gekommen ist, fängt das Virus an sich zu vermehren.

00:05:36: Nach ein paar Tagen, also so nach zwei bis vier Tagen kommt's meistens zu einer Schwellung der Infektionsstelle.

00:05:41: Also wenn das Stich war z.B.

00:05:43: schwillt die an.

00:05:44: Es kommt dann zu Fieber, weil das verbreitet sich natürlich das Virus im ganzen Körper.

00:05:50: Das kommt zur Schwellung an der Augenlieder, im Prinzip Gesicht, Schnauze, die Basis der Ohren schwilt da an und die Genitalien schwellen meistens auch an.

00:05:59: Und bis es später kommt's dann zu Hautläsionen und auch zu diesen tumorartigen Geschwursten unter der Haut von denen der Name kommt.

00:06:08: Und innerhalb von so acht bis zehn Tagen werden die Schwellungen meistens so schlimm dass die Augen zuschwellen Und im Normalfall kommt es so zwischen Tag zehn und Tag zwölf zum Tod des Tieres.

00:06:19: Die Mortalitätsrate hängt etwas vom Stamm, aber auch von der Genetik des Kaninchens ab... ...und ist so in etwa zwischen fünfzig und hundert Prozent.

00:06:28: Wie kann man noch zu den Unterschieden, warum das manchmal nur fünfzig ist?

00:06:31: Und manchmal wirklich Hundert Prozent!

00:06:34: Aber in jedem Fall überleben nicht viele der infizierten Kaninchen.

00:06:39: Die Ausbrüche mehren sich zwischen August und November Und wie gesagt, letztes Jahr gab es ja in Wien auch einen Ausbruch.

00:06:46: Weil das so eine schlimme Erkrankung ist und weil Kaninchen zwar als Wildkaninchen vorkommen aber auch als domestizierte Kaninche, die als Haustiere oder zur Fleischproduktion gehalten werden gibt's dann natürlich Impfstoffe, die entwickelt wurden und die passieren meistens auf abgeschwächten Stämmen des Myxomavirus also attinuierte Impfstoffe oder abgeschwächte Versionen vom Shopefibromavirus.

00:07:12: Das ist ein nahverwandtes Virus, das Kreuzimmunität gibt und soweit ich weiß gibt es in Europa auch einen bivalenten Impfstoff der einerseits gegen diesen Myxoma-Viren schützt Andererseits aber auch gegen das Rabbit-Hemorrhagic-Disease Virus.

00:07:28: Das, ich glaube auf Deutsch nennt man die Erkrankung China-Solche.

00:07:31: Also eben die Chinasolche auslöst.

00:07:33: Das ist eine hemorragische Erkrankung der Kaninchen, die auch sehr tödlich verlaufen kann.

00:07:39: Ich glaube im Englischen hat sie den Spitz namens Bannibola.

00:07:43: also da gibt es einen bivalenten Impfstoff, der gegen beide schützt.

00:07:46: Die Empfehlung ist eben dass man Kaninchien grundsätzlich gegen Mugsoma wie ein Impft Auch wenn die innen gehalten werden, eben weil sich das Virus leicht nach innen verträgt.

00:07:56: Man soll dem Kaninchen impfen, wenn man es als Haustiere hält.

00:07:59: Da war auch natürlich, wenn wir sie für die Fleischproduktion hält.

00:08:02: Gibt's euch Leute?

00:08:03: Die haben jetzt erst das Haustier und dann für den Fleischproduktion.

00:08:05: also ja ein bisschen was zur Geschichte des Virus ist im Prinzip entdeckt worden.

00:08:11: Achtzehn sechsundneunzig vom Giuseppe Sanarelli in Montevideo in Uruguay.

00:08:18: der hatte dort ein paar Kaninchern also europäische Kaninchen, und die haben sich eben mit diesem Virus infiziert und sind daran eingegangen.

00:08:26: Und man hat dann rausgefunden dass es wirklich in Wirklichkeit zwei Stämmer gibt.

00:08:31: das Virus stammt ursprünglich vom amerikanischen Kontinent.

00:08:35: Es gibt einerseits einen südamerikanischen Stamm der im europäischen Kaninchien als ein Euryktylagus cuniculus auch hundert Prozent Mortalitätsrate hat und dann gibt's einen kalifornischen Stammen der in diesen europäischen Kaninchen eine Mortalitätsrate von neunundneunzig um acht Prozent hat.

00:08:54: Also ein bisschen weniger gefährlich, aber ich glaube es macht nicht wirklich einen Unterschied.

00:08:59: also diese originalen Stämme aus Südamerika und aus Nordamerika sind sehr virulent für die europäischen kaninchen sehr tödlich.

00:09:07: das südamerikanische Stamm kommt ursprünglich in einem Tier vor dass sich brasilianisches Waldkaninchen nennt oder Tapeti Und der kalifornische Stamm kommt in einem Kaninchen vor, natürlich.

00:09:24: Das sind Kalifornien im Vorkommt und die Mexiko und das ist das Strauchkaninchen.

00:09:29: Das Interessante ist dass diese Viren beide Stämme eigentlich nur milde Erkrankungen In diesen dort heimischen Kaninchenaarten auslöst.

00:09:39: Die Infektion an Verursachen v.a.

00:09:41: viel Brome, das sind auch so gutartige Hautwucherungen.

00:09:45: Die sind in diesen Tieren nicht besonders tödlich, aber eben wenn es europäische Kaninchen erwischt dann sind die supertödlich.

00:09:52: Interessant wird's da vor allem, wenn man sich Australien anzieht und da muss man jetzt nochmal zurück gehen ein bisschen in die Geschichte.

00:10:00: Siebzehn achtunddachzig sind in Australien Kaninche eingeführt worden grundsätzlich für die Fleischproduktion vielleicht auch für die Jagd und die haben sich dann teilweise in gewissen Regionen anfangs ausgebreitet.

00:10:12: Ich glaube, dass man an ihn.

00:10:13: zum Beispiel gab es eine recht frühe Ausbreitung aber am Anfang nicht explosionsartig.

00:10:18: ich denke mir da wird weniger Kaninchen gegeben haben und dann gibt's in Australien doch sehr viele Giftschlangen und andere Tiere die Kaninchanen vielleicht fressen.

00:10:27: also ganz so schnell ist das nicht gegangen.

00:10:31: wirklich Schlimm geworden ist es mit der Freisetzung von Kaninchen durch einen gewissen Thomas Austin.

00:10:39: Der hat im Achtzehn neunundfünfzig kaninchenfrei gesetzt, ich glaube er war Jäger, der hat den Zeit lang in England gewohnt und hat dort geaggt und deswegen hat er dann in Australien die Kaninche freigesetzt damit er dort immer auch Kaninchanen jagen kann.

00:10:55: und da ist das sehr schnell gegangen.

00:10:58: also zum Aachzehntsebzig die Kaninchenpopulation als Out-of-Control beschrieben wurden.

00:11:06: Also, wie man so schön sagt, haben sich dann wie die Kanickel vermehrt und der Kaninchanbestand in Australien ist ihm immer größer geworden.

00:11:15: Und dem natürlich anfangen, natürliche Ressourcen zu verbrauchen.

00:11:19: Es wurde im Prinzip alles Grünzeug abgefressen.

00:11:23: in gewissen Gegenden... kam zu einer Übergrasung.

00:11:26: Und wenn mal das frische Grün weg ist, scheint es würden die Kaninchen dann Bäume angehen und drunter um die Rinde wegfressen und dann sterben die Bäume ab.

00:11:36: Das hat auch zur Erosion beigetragen – auch die Baue, die sie bauen.

00:11:39: Natürlich ist das ein großes Problem für die Landwirtschaft weil die natürlich über Felder herzieht.

00:11:44: Es war so schlimm, dass er versucht etwas dagegenzumachen.

00:11:48: Man hat dann angefangen diese Kaninchen wieder zu reduzieren einerseits durch Erschießen, man hat die Bauern kaninchenbauer geflutet.

00:11:57: Man hat die kanninchen bau begast mit Giftgas.

00:12:01: Man hatte Fretchen eingesetzt um sie zu fangen zu töten.

00:12:05: Man baue gesprengt und hat die Kaninche vergiftet.

00:12:08: für mich jetzt sieht es ein bisschen an wie so ein Movie mit dem Roadrunner und dem Koyoten.

00:12:14: also Anscheinend hat man alles versucht, um diese Plage herzuwerden.

00:12:19: Natürlich auch versucht Zäune zu bauen und die Kaninchen von den Feldern fernzuhalten aber die graben natürlich unten durch.

00:12:26: Und irgendwann ist man dann drauf gekommen, naja vielleicht sollte man biologische Waffen verwenden?

00:12:31: Die erste Idee war einen Bakterienstamm eine Bakterienspezies zu verwenden, die die Geflügelkohlere auslöst nämlich Pastorella.

00:12:40: Das hat man auch versucht aber das hat nicht besonders gut funktioniert.

00:12:43: In den letzten Jahren hat ein gewisser Frank Fender gedacht, er könnte auch dieses Muxomavirus in Australien freisetzen und das ist dann auch gemacht worden.

00:12:53: Und in Populationen wurde es aufgedaucht, dass in etwa neunundneinzig Prozent der Kaninchen im Prinzip von diesem Virus getötet wurden.

00:13:01: Das hat dazu geführt, dass die Gesamtpopulation an Kaninchern in Australiens, die in den Neunzehnfünfzig etwa sechshundert Millionen war, auf etwa hundert Millionen geschoben wurde.

00:13:12: Das Problem ist ja natürlich, wenn neunundneinzig Prozent der Kaninchen in einer Population absterben heißt das das ein Prozent überlebt.

00:13:20: Und das sind meistens die, die vielleicht aus genetischen Gründen ein bisschen Resistenz gegen das Virus haben und die vermehren sich dann natürlich wieder wie die Kanickel.

00:13:30: Und genau das ist passiert!

00:13:32: Und nineteen-einundneinsig gab es dann wieder eine Population von etwa zweihundert bis dreihundert Millionen Kaninche in Australien.

00:13:39: Es ist nicht so dass sie komplett resistent sind Aber das Virus ist um einiges weniger tödlich in dieser Population.

00:13:46: Das heißt, die Mortalitätsrate ist vielleicht eher bei fünfzig Prozent und nicht bei neunundneinzig bis hundert Prozent.

00:13:55: Und

00:13:55: d.h.,

00:13:55: es gibt so einen Gleichgewicht zwischen dem Virus und den Kaninchen Zirkuliert nach wie vor in dieser australischen Kaninchenpopulation, dötet auch sehr viele Kaninche.

00:14:08: Aber eben nicht alle und die Population ist stabil und nach wie vorher problematisch.

00:14:14: Ja, und Nineteineinundneunzig hat man dann gedacht naja das hat so halbwegs funktioniert.

00:14:19: und dann hat man dieses Rabbit-Rabbit-Hemorrhagic-Disease Virus also dass China solche auslöst freigesetzt es im Enkalizivirus.

00:14:28: Und das hat dann eben auch wieder angefangen, die Kaninchenpopulation zu unterdrücken.

00:14:33: Aber eben auch nicht komplett.

00:14:35: und ich glaube, im Jahr zwei Jahrzehnte hat man dann wieder ein neues Virus freigesetzt und zwar einen Unterstamm von diesem Rabbit-Hemorrhagic Disease Virus den KFünf Stamm aus Spanien, der eben super virulent ist.

00:14:50: Keine Ahnung, wie sich das jetzt in letzter Zeit entwickelt hat.

00:14:52: Aber die Australier versuchen da nach wie vor mit biologischen Waffen ihrer Kaninchen heirat zu werden.

00:15:00: Es ist auch interessant Die Impfung, die man eben in Europa zum Beispiel für Mixomerviren verwendet bei Kaninchern Ist an Australien nicht zugelassen.

00:15:09: Da hat man Angst dass ich dieser Impfstamm vielleicht in der kaninchenpopulation ausbreiten könnte Weil es ist ein lebend alternierte Stamm Der kann von Kaninche zu Kaninchan springen Und das wäre natürlich schlecht, weil die Kaninchen, die mit dem Impfstoff Stamm infiziert sind geschützt vor dem richtigen Mixoma-Virus und es werden natürlich in diesem Fall negativ.

00:15:30: Also man will nicht dass sie geschützten, man will die loswerden.

00:15:35: Man hat übrigens in den fünftiger Jahren nachdem das mit den Kaninchien in Australien zumindest am Anfang gut funktioniert hat auch in Frankreich zum Beispiel ist das Mixoma Virus freigesetzt um die kaninchenpopulation zu kontrollieren und das hat sich natürlich in ganz Europa ausgebreitet.

00:15:53: Und mittlerweile, das ist der Grund warum sie im ganzen Europa zirkuliert und hier ist im Prinzip das gleiche passiert auch in Europa.

00:16:02: Ist die Mortalitätsrate gesunken?

00:16:06: Das kommt auf den Stamm drauf an ob es Wildkaninchen sind oder welche Populationen.

00:16:14: Da liegt die Mortalitätsrate jetzt bei fünfzig bis fünfundneunzig Prozent.

00:16:18: Also da gibt es auch viele Kaninchen, die die Infektion überleben.

00:16:22: Ich hoffe ich habe mich nicht zu oft versprochen und von Hasen gerätet obwohl ich Kaninche gemeint habe.

00:16:28: aber es gibt auch für hasenschlechte Nachrichten.

00:16:32: also immer am Anfang erwähnt das Hasen Feldhasen, europäische Feldhasen sich zwar schon mit diesem Myxoma-Virus infizieren können aber denen passiert nicht viel der kranken.

00:16:42: leichte Symptome werden dann wieder gesund.

00:16:45: Ja, im Jahr zwei Tausend Achtzehn hat man Myxomavirusinfektionen bei iberischen Hasen gefunden die tödlich verlaufen sind und diese tödliche Version für hasentödliche Version von Myxomer Virus dann auch in Deutschland in Nordrhein-Westfalen und von dort ausbreitet sich diese Version, die eben für Feldhasen tödlich ist.

00:17:14: Da haben wir auch leider die Hasen nix zu lachen!

00:17:17: Und das ist natürlich ein Problem für die europäische Feldhasendpopulation.

00:17:21: Man muss annehmen dass sich diese Version des Micsommervirus wahrscheinlich auch über ganz Europa ausbreiten wird.

00:17:28: Also zusammenfassend mit Sommerwien sind super interessant, super tödlich für europäische Kaninchen.

00:17:34: Es gibt mittlerweile eine Version die deutlich für europæische Feldhasen ist und die Geschichte mit Australien und den Kaninchern und dem Versuch eben die mit dem Mixomavirus auszurotten ist natürlich sehr interessant hat nicht ganz funktioniert aber war kein schlechter Ansatz.

00:17:50: vielleicht noch ganz zum Schluss wenn man wo kaninchen tote kaninche kranke kanninchen dote hasen sieht dann muss man sich wegen dem Myxoma-Virus keine Sorgen machen.

00:18:01: Also wie gesagt, das springt jetzt nicht auf Hunde zum Beispiel oder auf Menschen über.

00:18:05: da braucht man keine Sorge haben.

00:18:07: aber grundsätzlich gibt es relativ viele Erkrankungen die bei Kaninchen und Hasen tödlich verlaufen können Und manche dieser Erkranken sind auch für Menschen und für Haustiere gefährlich Mit Sommervirus, das ist eben die Kaninchenbest.

00:18:21: Aber in Österreich geht auch die Hasenbest um.

00:18:23: Die wird nicht vom Virus verursacht sondern von einer Bakterie nämlich von Franzisella Dolarensis.

00:18:30: Das verursagt die Dolaremie, dass es eben die hasenbest und die kann sie wohl auch bei Menschen dörtlich verlaufen.

00:18:37: also grundsätzlich ist ganz gut.

00:18:39: wenn man wo tote Tiere, tote Wildtiere sieht sollte man wahrscheinlich Hunde und sich selbst von diesen Totenbildtieren fernhalten.

00:18:49: Und das vielleicht an der Behörde oder einem Jäger melden.

00:18:54: Gut, das war's für heute!

00:18:56: Die Osterfolge über die Kaninchen-Best.

00:19:00: Vielleicht mache ich nächstes Jahr zu Ostern eine Folge über dieses Rabbit-Hemorrhagic-Disease-Virus mal schauen.

00:19:08: Danke fürs Zuhören.

00:19:11: Wenn es Fragen, Anregungen oder Kommentare gibt einfach ein E-Mail schreiben an www.virologischatpodcastwerkstatt.com und wenn man den Podcast unterstützen möchte kann man das jederzeit über Steady machen.

00:19:25: Danke fürs Zuhören!

00:19:36: Ciao!

00:20:02: Podcastwerkstatt.

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