#38 – Dengue-Virus: Von den Tropen nach Europa

Shownotes

Dengue gehört zu den weltweit wichtigsten viralen Infektionskrankheiten und wird durch Mücken übertragen, die sich zunehmend auch in Europa ausbreiten. Florian Krammer erklärt die Biologie des Dengue-Virus, die vier verschiedenen Serotypen und warum Infektionen oft mild oder sogar unbemerkt verlaufen, in manchen Fällen aber zu schweren Verläufen mit Blutungen, Schock und Organversagen führen können. Besonders problematisch ist, dass eine zweite Infektion mit einem anderen Serotyp das Risiko für schwere Erkrankungen deutlich erhöhen kann, da bestimmte Antikörper die Infektion sogar verstärken. Die Folge beleuchtet außerdem die globale Ausbreitung des Virus, den Einfluss von Klimawandel und Urbanisierung, erste autochthone Fälle in Europa sowie aktuelle Strategien zur Bekämpfung – von Mückenkontrolle bis hin zu neuen Impfstoffen.

Dengue in Stechmücke in der Schweiz: https://www.srf.ch/wissen/gesundheit/nachweis-bei-basel-dengue-virus-in-tigermuecken-was-heisst-das-fuer-die-schweiz

Verbreitung der Asiatischen Tigermücke in Europa [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/aedes-albopictus-current-known-distribution-june-2025

Verbreitung der Asiatischen Tigermücke in Österreich: https://www.ages.at/mensch/krankheit/infos-zu-gelsen-und-krankheiten/asiatische-tigermuecke

Autochthone Dengue Fälle in Europa [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/en/dengue/surveillance-and-updates/seasonal-surveillance-dengue-eueea-weekly und https://www.ecdc.europa.eu/en/all-topics-z/dengue/surveillance-and-disease-data/autochthonous-transmission-dengue-virus-eueea-previous-years

Mückenbekämpfung in Graz: https://steiermark.orf.at/stories/3346154/

Dengue Ausschlag: https://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/processed/csmTitelthemaFall1Abb1_391b4a02da.jpg

Kein Weihwasser wegen Mückenbekämpfung: https://en.wikipedia.org/wiki/File:ChurchoftheImmaculateConception,JB(2025)-img_10.jpg

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Ludwig Boltzmann Institut fuer Wissenschaftskommunikation und Pandemievorsorge https://soap.lbg.ac.at/?lang=de

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Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai https://labs.icahn.mssm.edu/krammerlab/

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Interessenskonflikte

Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.

Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).

Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.

Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.

Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.

Transkript anzeigen

00:00:07: Was man auch dazu sagen muss, diese asiatische Tigermücke kommt natürlich mittlerweile im ganzen Mittelmeerraum vor.

00:00:12: Aber auch in der Schweiz, im südlichen Deutschland und es gibt auch etablierte Populationen in Österreich – und zwar in Graz, in Wien und in Linz!

00:00:23: Und die könnten natürlich auch denki übertragen wenn jemandem stechen, der gerade mit denki infiziert ist.

00:00:44: Virologisch Mit Florian Krammer.

00:00:57: Ja, hallo und herzlich willkommen zu dieser Episode von Virologisch.

00:01:01: Die ist aufgenommen worden am Zweiundzwanzigsten März, zweitausendzechsundzwannzig in New York.

00:01:06: Ich habe mir gedacht weil das vor kurzem in den Medien war und weil es wieder wärmer wird uns wieder bald wahrscheinlich Moskitos geben wird dass ich mal eine Episode über Denki und das Denki-Virus mache.

00:01:19: fangen wir einmal beim Namen an Denki.

00:01:22: der Name kommt aus dem Svaheli afrikanische sprache und zwar von denger oder denga.

00:01:30: eigentlich die ganze frage ist kei dengar beppe.

00:01:33: das heißt so viel wie krampf anfall und das beschreibt da bis sie die symptomatik von dengi, einer denginfektion und daher kommt anscheinend der name.

00:01:44: was ist jetzt das dengivirus?

00:01:49: Also wie auch FSME-Viren zum Beispiel oder Gelbfibervieren, oder das Zika-Virus.

00:01:54: Zika ist recht nah mit Dengueverwandt.

00:01:57: Diese Flaviviren haben ein positiv polarisiertes einzelsträngiges RNA genommen.

00:02:04: Was heißt das?

00:02:05: Das heißt im Prinzip dass die Polarität des Genoms so ist, dass es schon für Proteine kodieren kann.

00:02:11: Das muss nicht zuerst in einen komplementieren Strang umgeschrieben werden und das heißt aber auch, dass die RNA allein infektiös ist.

00:02:19: Also wenn die RNA von einem Dengivirus allein ohne das Virus in eine Zelle reinkommt, können sie auch zu einer Infektion kommen.

00:02:25: Das ist zwar biologisch nicht relevant, aber virologisch interessant.

00:02:29: Das Genom ist etwa elftausend Basenbare lang.

00:02:33: Wenn wir uns das Viruspartikel anschauen – wir haben innen drinnen das Genom -, dann haben wir eine Korproteinschicht rundherum Dann eine Libid-Schicht und in der Libid Schicht eingebettet haben wir einerseits das Envelope Protein, das ist das Spike Protein in dem Fall.

00:02:51: Obwohl es nicht wie ein Spike ausschaut und das M-Protein Die Partikel sind so etwa vierzig bis sechzig Nanometer im Durchmesser.

00:02:59: Das kommt da bisher drauf an ob es gereifte Partikel oder nicht gereiften Partikel.

00:03:05: Das wird ja zu sehr ins Detail gehen, also auf das werde ich heute nicht eingehen.

00:03:09: Aber was das heißt?

00:03:10: Aber so vierzig bis sechzigen Andermeter, also recht klein und die Oberfläche besteht halt vor allem aus diesem Envelope-Protein.

00:03:18: Und dieses Envelope Protein, dieses Bike Protein bildet dann die mehr und da kann man von diesen die mehren drei zusammen und wieder drei und es gibt dem Viruspartikel eigentlich tolles Aussehen.

00:03:30: Das schaut auch aus wie ein Vollepal!

00:03:32: Eigentlich alle Flavidien schauen so aus.

00:03:34: Also ganz ein hübsches Partikel eigentlich.

00:03:37: Denki-Virus ist eigentlich nicht Einvirus, sondern es sind vier verschiedene Viren.

00:03:42: Man unterscheidet hier serotypen und man schätzt dass der gemeinsame Vorfahre dieser Serotypen, so etwa zweihundert-achtzig Vorkrießte bis achthundertfünfzignachkrießti existiert hat und dass sich das dann eben evolutionär aufgedreht hat in die vier Serotypens.

00:04:05: Das Virus wird von Mücken übertragen, und zwar von Edes Ägypti und Edes Alvabictus.

00:04:11: Edes' Ägyptis ist die Gelbfiebermücke.

00:04:14: Edes Alvapictus ist die asiatische Tigermücke – von der haben's wahrscheinlich schon mal gehört.

00:04:19: Die ist um einiges kälte Resistenter als die Gelbfiebermücke und trinkt eben jetzt auch in gewisse Gegenden in Europa vor.

00:04:27: Unter anderem südliches Deutschland, Schweiz und auch Österreich und über das werden wir noch reden.

00:04:32: Diese Viren sind ursprünglich in Regenwaldgebieten vorgekommen und im Prinzip wenn sie im Regenwald vorkommen und sich im RegENwald vermehren spricht man dann vom sylvatischen Zyklus oder vom Dschungelzyklus.

00:04:46: also Sylvatischer ist da vorhin Wald Und das war anscheinend, dass natürliche Auftreten dieser Virusinfektionen über lange Zeit was da passiert ist.

00:04:55: Affensinn infiziert mit dem Virus die werden von einer Mücke gestorgen Die Mücke infiziert sich Das Virus wächst in der Mücke, die Mücke sticht einen weiteren Affen und dann ist eben der Affe wieder infiziert.

00:05:07: Und das geht so weiter.

00:05:09: Natürlich wenn im Regenwaldgebiet Menschen wohnen oder Menschen unterwegs sind also wenn da Dörfer sind oder auch wenn da gearbeitet wird oder wenn Ökotouristen unterwegs sind können sich die natürlich auch anstecken.

00:05:20: aber man kann sich vorstellen dass sich da die Anzahl an Fällen nicht besonders groß ist.

00:05:25: Diese werden können aber auch in einem urbanen Zyklus vorkommen.

00:05:29: Das passiert dann, wenn die eben in Städte vordringen.

00:05:32: da gibt es auch Moskitos und hier kommt's dann zu einer mensch-mückchen Menschübertragung Und da braucht's keine Affen mehr.

00:05:39: und das ist natürlich problematisch weil da kommen so viel mehr menschlichen Infektionen natürlich in der Stadt.

00:05:46: Es ist eine große Population und Wenn sich das mal in der stadt ausbreitet dann gibt's Probleme und dass ist leider mit denki passiert überzeit.

00:05:55: Noch ein bisschen was zu diesen Moskitos.

00:05:57: Diese Edes-Mosketos sind tagaktiv, also es sind jetzt nicht unbedingt Mosketos die in der Nacht stechen oder im Stechen tagsüber.

00:06:05: und diese Mosketas übertragen eben das Virus auf Affen im silvatischen Zyklus oder im urbanen Zyklus auf Menschen.

00:06:14: Und wenn man sich infiziert auch das Virus etwa nach zwei Tagen im Blut in großen und hohen Konzentrationen auf und zirkuliert dort etwa zehn bis zum Tag zehn nach der Infektion.

00:06:25: Und wenn man während derzeit von einer Mücke gestochen wird, dann kann sich die Mücke anstecken.

00:06:30: Dann infiziert sich die Mücke und da muss das Virus aber in der Mücke wieder wachsen.

00:06:34: Das kann auch so acht bis zehn Tage dauern.

00:06:37: Nur wenn das Virus in der Mücke gewachsen ist, also das Wächst im Magendamntrag der Mücke entzellen und muss dann wieder quasi in die Speicheldrösen der Mücken vordringen um eben eine Infektions- werden bis Vorursachen zu können.

00:06:52: Und es ist auch wichtig, zu wissen dass das nur bei höheren Temperaturen gut funktioniert.

00:06:57: also so die Idealtemperatur für Übertragungen und für Virus Vermehrung in der Mücke so bei twenty-fünf bis dreißig Grad Celsius.

00:07:06: Das heißt wenn's zu kalt ist funktioniert das nicht so gut.

00:07:09: Wenns sehr heiß ist also so thirty bis vierzig Grad funktioniert jetzt auch nicht mehr gut.

00:07:15: dann stirmteilen sich die Mücken ab.

00:07:18: Okay, was passiert wenn man sich infiziert?

00:07:20: Das ist ein sehr gefinklites Virus.

00:07:23: Was macht das, was viele Flaviwien machen?

00:07:26: also man wird gebissen vom Moskito und dann kommt es zu einer Immunreaktion.

00:07:31: da kann man viele Immunzellen zu der Stelle.

00:07:32: es juckt an die Leute kratzen sie ja auch und das lockt Immunzählen an.

00:07:37: erstens die Verletzung zweiten Sie eben diese Yukreiz durch den Speichel von Moskita Und das Virus, dass über den Moskito in die Haut übertragen wurde beginnt dann in Hautzellen zu wachsen.

00:07:49: Aber wächst auch in Immunzellen, die eben an den Ort gekommen sind um quasi Eindringlinge abzuwehren und da anderem auch den britischen Zellen, das sind angebauten Immunzeilen, die ganz wichtig für den Körper und für die Immunreaktion sind, aber viel im Körper unterwegs sind.

00:08:05: Jetzt infizieren sich sie und dann wandern die weiter und die vertragen das Virus im Prinzip dem ganzen Körper und das ist natürlich hochproblematisch.

00:08:15: Was ich ja noch erwähnen wollte, wenn Zellen infiziert werden mit Flavivieren dann verändern die Flavi-Viren die Zellstrukturen.

00:08:23: Und zwar gibt es da Zellorganellen also so Strukturen in den Zellen, die nennen sich entoblasmatisches Rettikulum und Golgi-Apparat.

00:08:32: Das sind im Prinzip Fettschichten oder Lipidschichten oder Organellen die so Lipids schichten haben und diese Flavi Viren modulieren das komplett um Und machen so, im Prinzip schaut das aus fast wie bei Arben von einem Wespennest oder einem Bienennest und verstecken sich darin.

00:08:50: Die Viren vermehren sich dort drin oder vermehren ja genommen und die Virusbrote innen dort drinnen.

00:08:57: vor einem angeborenen Immunsystem verstecken müssen, vor einer Zelle die das sonst detektieren würde und was dagegen machen würde.

00:09:04: Das ist auch sehr gefinkt und es schaut auch extrem grausig aus wenn man sich das im Elektronen Mikroskop anschaut.

00:09:10: Es erinnert mich immer so ein bisschen an diese Alienfilme.

00:09:13: also echt grausige Geschichte.

00:09:16: Aber man ist eben infiziert und dann kommt es zu einer Inkubationszeit von drei bis vierzehn Tagen und danach kommt's zur Symptomen.

00:09:24: Man muss aber dazusagen, dass ein Großteil der Denguinfektionen asymptomatisch sind.

00:09:31: Also ein Großteil der Fälle repliziert das Virus, vermehrt sich das Virus im Körper und man bekommt keine Symptome.

00:09:38: Wenn aber Symptomen auftreten, treten die nach drei bis vierzehn Tagen auf.

00:09:43: Das ist so die Spanne der Inkubationszeit.

00:09:46: meistens ist es so nach vier bis sieben Tagen Und dann kommt zu Fieber Kopf, Gliederschmerzen oft erbrechen.

00:09:55: Man bekommt einen Ausschlag.

00:09:57: der ist auch typisch für Denke-Infektionen sieht man aber auch bei Sika zum Beispiel eben das Verwandtes Virus und die Erkrankung dauert dann so zwei bis sieben Tage.

00:10:08: an den meisten Fällen ist die recht milde Und dann kommt man in eine Holungsphase und es dauert drei bis vier Tage und dann ist man wieder okay.

00:10:16: also der Großteil der Fälle der Infektion sind asymptomatisch.

00:10:20: Ganz ganz viele Fälle verlaufen unproblematisch und relativ mild.

00:10:25: Aber leider nicht alle, es kann auch zu schweren Verläufen kommen und da gibt's zwei Verlaufsformen.

00:10:31: das hat man zumindest ursprünglich unterschieden.

00:10:33: Das eine ist dengi hemorragisches Fieber also der kommt zur Blutung an Und das andere ist dengyschock-Syndrom.

00:10:41: Ich glaube dass wir die jetzt unterschwärmen Dengifieber oder Civil Dengi auf Englisch zusammengefasst, weil früher hat man die zwei unterschieden.

00:10:49: Was hier passiert ist dass die Infektion im schwerer wird.

00:10:52: es kommt zu Blutungen teilweise sieht man das bei den Schleimhäuten aber es kommt auch zur inneren Blutung an.

00:10:58: Die Blutgefäße werden im Prinzip undicht, die Blutplättchenkonzentration sinkt.

00:11:04: Es kommt oft zum Blutdruckabfall und zu Schock Und dann kann es auch zu Organversagen kommen und das Ganze kann zum Tod führen.

00:11:12: Etwa zwei bis fünf Prozent der Denguinfektionen führen eben zu solchen schweren Verläufen.

00:11:18: Da gibt's Risikofaktoren, einerseits wenn man sehr jung ist also B wie so ein Kleinkinder sind da oft betroffen, immer sehr alt ist Das ist auch abhängig vom Virus und vom Genotyp des Virus und von Stamm.

00:11:31: Und dann gibt es auch bei Menschen genetische Faktoren, die da reinspielen können.

00:11:35: Ganz wichtig ist ja auch der Immunstatus und dazu werden wir ein bisschen später noch kommen.

00:11:40: aber das kann immer sehr schwere Erkrankungen sein.

00:11:43: Die Annahme ist so dass es pro Jahr etwa vierhundert Millionen Fälle oder vierhundert Millionen Infektionen weltweit gibt.

00:11:50: davon sind etwa fünfhundert tausend also halbe Million schwere Fälle und das führt zu etwa zwanzigtausend bis fünfundzwanzigdausend Toten pro Jahr.

00:11:59: Was man vielleicht auch sagen sollte ist, die Übertragung passiert meistens über Moskitos kann aber auch über Blutkonzerven passieren.

00:12:07: Ist auch beschrieben bei Organtransplantationen.

00:12:09: also wenn jemand ein Organ spendet und der hat Dengue muss eben auch asymptomatisch sein kann und das dann verpflanzt wird in jemand der dann eben bei einem Organ bekommt, immunsupremiert sein muss Dann kann das natürlich schlechte schlimme Folgen haben.

00:12:25: und was auch beschreiben ist Das Mütter, die infiziert sind bei der Geburt das Virus an das Baby weitergeben.

00:12:31: Also nicht nur mücken aber diese anderen Übertragungswege sind natürlich viel seltener.

00:12:36: So vielleicht ein bisschen was zur Geschichte und Epidemiologie?

00:12:40: Die Erkrankung ist wahrscheinlich schon in der Gym-Dynastie, das ist so dreihundert nach Christi, in China beschrieben worden als im Prinzip Wassergift.

00:12:50: Ich glaube die haben einfach beobachtet, dass man diese Erkrankung bekommt wenn man sich in der Nähe von Wasser auffällt und in der nähe vom Wasser gibt es Mücken.

00:12:57: Und das war wahrscheinlich der Grund dafür.

00:12:58: aber die haben das eben so als Wasserkift bezeichnet und die Erkankungen gibt's ja wahrscheinlich schon sehr lang aber eben großteils im sylvatischen Zyklos und daher wenig problematisch mit weniger größeren Ausbrüchen.

00:13:13: Die ersten Epidemien, größeren Epidemen sind dann so Ende des siebzehnten Jahrhunderts beschrieben und zwar in interessanten geografischen Gebieten.

00:13:22: Jakarta zum Beispiel, Ende des Siebzehn Jahrhunderte hat dann Ausbruch oder Denki-Epidemie gehabt.

00:13:28: Cairo auch in der Zeit.

00:13:31: Und Philadelphia in Nordamerika.

00:13:33: also das hat es auch in den USA gegeben.

00:13:35: historisch aber trotzdem Ein Virus, das nicht wirklich viele Probleme verursacht hat bis etwa zum Zweiten Weltkrieg.

00:13:44: Im zweiten Weltkrig ist dann losgegangen.

00:13:46: ab dem zweiten Welt-Krieg gab es eine sehr starke Ausbreitung.

00:13:49: Die Idee ist, dass es einerseits viel Transportaktivität gegeben hat auch mit stehenden Wasser in Schiffen wo sie diesen Moskitos dann weiter verbreiten konnten.

00:13:59: Dann ist das auch zu einer vermehrten Urbanisierung gekommen und in vielen Fällen zum Entstehen eines urbanen Zyklus.

00:14:05: also nicht mehr nur der silbatische Zyklus sondern plötzlich hatte man das auch in den Städten Und dann, in deiner Zeit, ist es das erste Mal wirklich eine schwere Infektion beschrieben worden.

00:14:16: Beim Kind in Manila und den Philippinen davor kannte man das nicht.

00:14:20: Das waren relativ leichte Infektionen.

00:14:23: Was man auch sagen muss, diese Serotypen haben sich stark verbreitet.

00:14:27: In den Siebzigerjahren gab's im amerikanischen Kontinent eigentlich nur Dengue I und II.

00:14:33: In Afrika gab's eigentlich auch nur Denge I und III.

00:14:36: Und in Südostasien gab's Dengu I, II, III und IV.

00:14:39: In den vergangenen Jahren gab es im Prinzip alle Denkiserotypen überall.

00:14:45: Das heißt, die haben sich auch was die Diversität betrifft sehr stark ausgebreitet und das kann zum Problem führen und über das werden wir gleich sprechen.

00:14:54: Und es gibt auch Schätzungen, dass zwischen Jahrzehnten und Jahrzehnzehnte als zum zehnfachen Anstieg an Fällen gekommen ist.

00:15:01: Es ist nicht so, dass das nach dem Zweiten Weltkrieg zum starken Ansteigen gekommen wäre und dann war die Geschichte vorbei und jetzt bleiben die Fallzahlen gleich sondern die Fallzeilen steigen nach wie vor stark an.

00:15:14: Und dass er dem auch mit der Ausbreitung dieser Mücken zu tun – vor allem die asiatische Tiege-Mücke rückt immer weiter nach Norden vor und das hat mit der Klimawirmung zu tun.

00:15:22: Mittlerweile gibt es Dengi in mehr als hundert Ländern, das sind meistens tropische und subtropische Regionen.

00:15:29: Aber mittlerweile haben wir auch gelegenlich in Europa Autotoneinfektionern.

00:15:34: Was heißt jetzt Autotroneinfektionen?

00:15:36: Im Prinzip gibt's natürlich viele Fälle wo jemand in tropische oder subtropischen Gebiete reist aus Europa sich dort ansteckt zurückkommt und Dengik kriegt und dann mit Dengid diagnostiziert wird.

00:15:49: Aber was man mit Autotroneninfektionen meint, sind Leute die in Europa von einer Mücke gestochen wurden und dann in Europa sich Dengi eingefangen haben.

00:15:59: Also sie sind nicht gereist sondern schon in Europa infiziert worden.

00:16:02: Und das ist natürlich in eine Art und Weise ein Wahnsignal!

00:16:05: Die ersten solchen Fälle gab es in Frankreich und den Kroatien.

00:16:11: Ich glaube der erste Fall in Spanien war in Italien im Jahr Und letztes Jahr hatten wir Fälle in Frankreich und in Italien.

00:16:23: Ich glaube, in Frankech waren so neunundzwanzig in Italienne vier.

00:16:27: Aber das sind natürlich die symptomatischen Fälle... Die asymptomatischen Felle findet man ja nicht!

00:16:33: Und vor ein paar Tagen gab es Schlagzeilen aus der Schweiz.

00:16:36: Da ist Dengue in einer Mücke gefunden worden, die im Raum Basel gesammelt wurde.

00:16:43: Die war schon von dem Jahr zwanzig.

00:16:45: Das hat man mir jetzt ausgewertet und die trug Dengie in sich.

00:16:49: Ich glaube das ist so ziemlich der erste Nachweis von Dengu nördlich da Alpen.

00:16:54: Was man dazu sagen muss, diese asiatische Digermöcke kam natürlich mittlerweile im ganzen Mittelmeerraum vor.

00:17:00: Aber auch in der Schweiz, im südlichen Deutschland und es gibt auch etablierte Populationen in Österreich und zwar in Graz, in Wien und in Linz Und die könnten natürlich auch denge übertragen wenn jemandem stechen der gerade mit dengeeinfiziert ist.

00:17:17: aber jetzt nochmal zurück zur Epidemiologie und zur Geschichte.

00:17:21: In den letzten Jahren hat man in Kuba eine sehr interessante Beobachtung gemacht.

00:17:26: In Kuba gab es Dengue I, das hat dort zirkuliert und in dem Jahr ist dort Dengu II aufgedaucht also ein zweiter Serotyp und hat dann eine Epidemie ausgelöst.

00:17:38: Und was man da beobachtet hatte war dass Leute die schon mal Dengui hatten, also in diesem Fall Dengie I, ein viel höheres Risiko hatten eine schwere Dengi-II-Infektion zu haben, im Vergleich zu Leuten die noch nie Dengie hatten.

00:17:53: Und in Prinzip nahm er da dann an dass die Immunität, die man gegen Dengue I hatte, die Dengu II Erkrankungen verschlimmet hat.

00:18:03: Man hat auch was Ähnliches in Sri Lanka zum Beispiel beobachtet.

00:18:06: Da hat man sich angeschaut Fälle wo es zu schweren Erkankungen in Babys gekommen ist und das ist so.

00:18:13: wenn Kind geboren wird, dann ist das im Prinzip ausgestattet mit Antikörpern von der Mutter.

00:18:19: Die kommen über die Plazente in den Fötus und das ist auch gut so,

00:18:23: d.h.,

00:18:23: das Kind wird geboren und hat schon Antikörper gegen alle möglichen Krankheitserreger und ist zumindest für die erste Zeit geschützt.

00:18:30: aber bei den Engi kann das ein Problem sein und man hat da einen Schritt lang hin beobachtet dass es nach etwa fünf bis neun Monaten nach der Geburt zu schweren Infektionen gekommen sind Und das ist zum Zeitpunkt, wo diese Antikörper von der Mutter fast abgebaut sind.

00:18:48: Also die zirkulieren noch eine Zeit lang in den BW, in dem Neugeborenen haben aber so ein halbes Jahrzeit von etwa vier Wochen,

00:18:55: d.h.,

00:18:55: sie werden immer weniger und anscheinend nach etwa fünf bis neun Monaten war die Antikörperkonzentration schon sehr geringer.

00:19:03: was Sie waren noch da, haben nicht mehr geschützt, aber haben anscheine die Infektion verstärkt.

00:19:10: Man hat dann herausgefunden, dass es eben Antikörper sind und zwar entweder die falschen Antikörper oder schwache, schwachneutralisierende Antiköper, die diese schwereren Infektionen hervorrufen können.

00:19:24: Oder mit hervor rufen können ist nicht der einzige Faktor.

00:19:28: Was hier passiert ist im Prinzip wenn man mit einem Denkyserotyp also zum Beispiel den Enzinfiziert und dann wieder gesund wird, dann macht man recht starke neutralisierende Antikörper gegen den G-Eins.

00:19:40: Also mit den G Eins hat man da kein Problem mehr, das wäre immer in der Zukunft geschützt.

00:19:44: aber diese Antikörper können Dengue II zum Beispiel nicht neutralisieren.

00:19:48: die können zwar an das Virus binden, aber die neutralisierten sie eben nicht.

00:19:52: Und das ist das Problem.

00:19:54: Diese Antiköpper haben können auch an an Immunzellen binden, also Antikörper mehr drei Enden.

00:20:00: Zwei davon sind die Enden, die an das Virus oder das Antigenbinden, den nennt man Fab- oder antigenbindende Fragmente.

00:20:09: und dann gibt es eine Ende, das nennt mal FC.

00:20:12: Das kann unterschiedliche Immunzellen binden.

00:20:16: Und was hier jetzt passiert ist diese Antikörper binden an das Virus neutralisieren das Virus aber nicht weil sie eben nicht zu dem Serotyp passen.

00:20:26: Und über diesen Antikörper, der ans Virus gebunden ist können diese Viren jetzt noch leichter Immunzellen antocken.

00:20:35: Weil die haben Rezeptoren für dieses FC-Fragment vom Antikörper.

00:20:39: Das heißt es wird für die Viren einfacher unsere Immunzeilen zu infizieren.

00:20:43: Wer der Antikörper neutralisierend, dann wäre die Geschichte für das Virus vorbei und es gäbe keine weitere Infektion mehr.

00:20:51: Aber da die nicht neutralisieren sind, bindert jetzt dieser Komplex aus Virus- und Antikörpers sehr gut an Immunzellen.

00:20:59: Das Virus kommt in die Immunzeilen rein und es kommen zu verstärkten Infektionen.

00:21:03: Und das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eben der Mechanismus hinter diesen schweren Erkrankungen wenn man schon Immunität hat – und zwar die falsche Immunität!

00:21:14: Das kann passieren, wenn man Immunität gegen einen Denkyserotyp hat aber mit einem zweiten Denkiserotypen infiziert wird.

00:21:22: Es kann auch dann passieren, dass die Antikörperspiegel sehr gering sind unter der neutralisierenden Grenze und das ist anscheinend was man in Sri Lanka beobachtet hat.

00:21:34: Wie gesagt, sehr gefinkltes Virus, das auf viele Arten und Weisen versucht unsere Immunentworte zu umgehen bzw.

00:21:42: sogar unsere eigene Immunantworte ausnutzt, um die Infektionen schwerer zu machen.

00:21:49: Wenn man aber denki zweimal hatte... Jetzt sagen wir denki eins und dann denki zwei.

00:21:54: Und danach wieder gesund wird, hat man meistens schon einen Schutz gegen die anderen zwei oder die zwei verbleibenden Serotypen.

00:22:02: also so nach zwei bis drei Infektionen hat man ja nicht ein ganz guten Schutz vor Erkrankungen.

00:22:07: Meistens nicht wirklich vor Infektionern, man kann trotzdem noch infiziert werden aber es kommt am meisten nicht mehr zu Erkränkungen.

00:22:13: Okay was kann man jetzt gegen diese denki-Infektionen tun?

00:22:17: Einerseits kann man natürlich die Mücken bekämpfen Das kann man mit Moskito netzen, das kann man auch mit Vermeidung von stehenden Wasser.

00:22:24: Vor allem in Städten ist es wichtig.

00:22:26: Das Interessante ist Städte wie Singapur zum Beispiel nehmen da einen recht radikalen Weg.

00:22:35: Wenn man im Singapurt wohnt, kann sein dass ein Inspektor kommt und sich in der Wohnung anschaut ob man irgendwo stehendes Wasser hat.

00:22:42: Und wenn das passiert und vor allem, wenn es öfters passiert und die öfterstehendes Wasser in der Wohnung finden, kannst du da zu Strafen von bis zu fünftausend Singapur-Dollar kommen.

00:22:51: Das sind so ungefähr drei Tausend Vierhundert Euro, also ist schon ganz schön viel!

00:22:55: Ich glaube, die höchststrafe ist eine Gefängnisstrafe.

00:22:57: Also Singapo ist da recht fanatisch.

00:23:00: Die hatten auch schon größere Dengieepidemien, die passen da sehr auf.

00:23:04: aber das ist ja schon ein sehr drastische Maßnahme mit einem Privatwohnungen nach stehenden Wasser zu suchen.

00:23:10: Aber gibt es natürlich auch andere Initiativen, wo man versucht eben wenig stehendes Wasser zu haben bzw.

00:23:16: wenn stehen das Wasser dann in Teichen zum Beispiel Fische zu haben die diese Moskito-Laufen fressen und so weiter und so fort.

00:23:22: also da gibt's viele Möglichkeiten.

00:23:25: Eine andere Möglichkeit ist auch die Moskitopoblation aktiv zu beeinflussen indem man sterile männliche Moskitos aussetzt.

00:23:33: Das wird z.B.

00:23:34: in Graz gemacht.

00:23:35: Die kann man sterilisieren indem man die zum Beispiel bestrahlt Und die sind dann zwar lebensfähig und fliegen durch die Gegend.

00:23:43: Und bahnen sich auch mit Moskito-Weibchen, aber die Eier sind dann im Prinzip entwickeln sich nicht... ...und das heißt, mit dem kann man die Moskitopapulationen untersetzen.

00:23:53: Soweit ich weiß stechen die Männchen auch nicht!

00:23:56: Das heißt, wenn man die aussetzt und da viele Moskitos aussetzt ist das keine Belastung für die Bevölkerung.

00:24:02: Da gibt es eine andere Möglichkeit wie man sterile Männchen herstellt, gentechnische zum Beispiel, die in Europa nicht so beliebt sind aber weltweit durchaus getestet werden.

00:24:11: Was man auch machen kann ist, man kann Moskitus mit einem Bakterium infizieren und zwar mit Wolbachia-Bakterien.

00:24:19: Die sind für Menschen komplett harmlos, aber wenn Moskitos damit infiziert sind können sie sich nicht mit Viren infizieren bzw.

00:24:26: nicht mit Dengi, aber auch nicht mit Chikungunyaviren.

00:24:29: Das heißt die infizierten Moskitoen sind zwar nach wie vor lästig und stechen Aber die übertragen diese viralen Erkrankungen nicht.

00:24:37: Und das coole daran ist Wenn man Moskitus mit Wolbachia infiziert dann breitet sich dieses Bakterium in der Moskitopopulation immer mehr aus dass er damit zu tun das mit Wolbachia infizierte Männchen, männliche Moskitos, sich mit nicht-infizierten Weibchen vorabpflanzen können.

00:25:02: Das heißt es können sie nur nicht- infizierten Männchern und Weibuchen vorab pflanzen oder infizierte Weibche mit nicht infiziertem Männchern aber dann ist der Nachhuchsinfiziert.

00:25:16: dann immer mehr Moskitos, die mit dem Volpacherbakterium infiziert sind und sich aber nicht mehr mit diesen Viren anstecken können.

00:25:25: Das ist natürlich auch um Streeten in vielen Ländern, ob man das machen soll, obwohl die Bakterien komplett harmlos sind – in Australien ist es zum Beispiel getestet worden, aber es ist auch eine Möglichkeit das zu machen!

00:25:36: Die andere Möglichkeit, sich vor der Infektion zu schützen oder vor der Erkrankung zu schützen sind Impfstoffe.

00:25:41: Und das ist ein bisschen komplizierteres Thema bei Dengue eben aufgrund von diesen Immunantworten die die Erkankungen verstärken können.

00:25:49: Der erste Impfstoff, der für Denge entwickelt wurde, nennt sich den Vaxia, der ist von Sonofi entwickelt worden.

00:25:56: Der passiert eigentlich auf dem Impfstoffstamm für Gelbfieber, der nennt es sich Seventeen-D.

00:26:02: Das ist ein lebend abgeschwächter Impfstoff, der bei Gelbfieber super funktioniert und den hat man genetisch verändert.

00:26:09: Da hat man im Prinzip dem Gelb-Fieber-Impfstoffstamm das Gen für dieses Envelope, also für dieses Spike-Protein auf die Oberfläche weggenommen und hat dann das Gen fürs Dengi-Spikeprotein, für das Dengianvelop reinklöniert.

00:26:26: Das hat man viermal gemacht, also man hat vier Impfstoffstämme erstellt für Dengue I-, II-, III- und IV.

00:26:31: Und das sind im Prinzip so Chemieren mit dem Großteil von Genomen vom Gelbfiberimpfstoff und aber das Gehen für das Bikepoten jeweils von den Vier-Denge-Stämmern.

00:26:42: Man hat das dann getestet, der Impfstoff ist zu gelassen worden.

00:26:47: Allerdings nicht weltweit sondern nur in Gebieten wo Dengue vorkommt.

00:26:51: und man hat auch gesagt man will den nur verwenden in Menschen die schon einmal Dengu hatten weil eben man Angst hatte dass wenn man nur die Impfung gibt die im Monatwort vielleicht zu schwach ist und wenn man sich danach mit Denge infiziert dass es ihm zu schwereren Erkrankungen kommt.

00:27:08: Und man hat dann gesagt naja Man verwendet den Impfstoff ab neun Jahren, weil es ist sehr wahrscheinlich dass in Gebieten wo Dengel vorkommt ein Kind mit neun Jahre schon mal eine Dengelinfektion hatte.

00:27:21: Und die Idee war... Die hat nicht schon eine Infektion und haben jetzt ein höheres Risiko wenn sie sich wieder infizieren.

00:27:27: aber wenn Sie geimpft werden dann sind sie immun und sind geschützt vor weiteren Infektionen.

00:27:33: Das hat grundsätzlich gut funktioniert.

00:27:34: Der Impfstoff ist auch in vielen Ländern verwendet worden, man hat aber in den Philippinen festgestellt, dass es zu verstärkten Erkrankungen unter Geimpften gekommen ist und man hat den Impfstoff dort dann nicht weiterverwendet.

00:27:49: Man hat das ausgesetzt und die Hypothese ist jetzt eben, dass dort Kinder geimpft wurden, die davor noch nie Denki hatten Und die haben dann eben den Impfstoff bekommen, hatten eine relativ schwache Immunantwort und haben sich mit Dengue infiziert.

00:28:03: Dann ist es wegen diesem virusverstärkenden Antikörperphänomen zu schweren Erkrankungen gekommen.

00:28:10: Der Impfstoff wurde aber in vielen anderen Ländern weiterverwendet.

00:28:14: Allerdings ist der Nachfrage nicht besonders groß aufgrund dieser Vorkommnisse in den Philippinen.

00:28:22: Und soweit ich weiß, wird der Ende vom Markt genommen.

00:28:27: Nicht weil er unsicher wäre wenn man richtig anwendet sondern weil einfach die Nachfrage im Moment zu gering ist.

00:28:33: Mittlerweile gibt es einen zweiten Impfstoff, der auch in Österreich und Deutschland erhältlich ist, der nennt sich Kutenga.

00:28:40: Der wird von der Keder hergestellt, es ursprünglich soweit ich weiß in Thailand entwickelt worden.

00:28:46: Der passiert davon dengi-zwei Stamm also jetzt nicht dem Gelbfiber im Stoffstamm sondern wirklich einem dengivirus.

00:28:53: das hat man klassisch lebend abgespächt indem er das sehr oft in Zellkultur wachsen hat lassen bis sich das Virus eben an diese Zellen... Ich glaube das waren Hundezellen angepasst hat, aber dann eben in menschlichen Zellen nicht mehr so gut gewachsen ist bzw.

00:29:09: in Menschen keine Erkrankung mehr ausgelöst hat.

00:29:12: Auch hier hat man das so gemacht.

00:29:14: Das ist eben der Impfstoffstammes Dengue II, aber man braucht natürlich vier Impfstoffstemme mit einst Dengie I, II, III und IV.

00:29:22: Man hat dem genetisch diesen Impfstoffstand dann so verändert dass er einmal das Spike Protein, das Envelope Protein von Dengi I herstellt, einmal von Denge II, einmal vom Denghi III, einmal den Denghe IV.

00:29:36: also auch in Quadrivalente Impfstoff und der scheint ganz gut zu funktionieren wird zweimal gegeben.

00:29:42: Und wie gesagt, der ist in vielen Ländern weltweit zugelassen.

00:29:45: Soweit ich weiß gibt es da keine Probleme mit verstärkter Erkrankung.

00:29:51: und vor kurzem ist ein dritter Impfstoff zugelassend worden und zwar ist er entwickelt worden in den USA an der NIH also von der amerikanischen Gesundheitsbehörde und von der Johns Hopkins Universität.

00:30:03: die haben mal ursprünglich die Arbeit geleistet denn zu entwickeln das war dass Steven Weithat und Diana Durbin die kenne ich beide recht gut und der Impfstoff ist dann klinisch entwickelt worden vom Instituto Putantan in Brasilien.

00:30:17: Und die haben wir mir jetzt den Impfstoff in Brasilian zugelassen bekommen, und der funktioniert anscheinend auch recht gut.

00:30:24: Da ist das Konzept ein bisschen anders.

00:30:26: da hat man die unterschiedlichsten Dengestämme quasi so verändert dass man denen einen Stück für den Genom weggenommen hat und zwar nicht in einem der Gene für Proteine sondern einem Ende vom Genom und das macht es genommen viel instabiler.

00:30:43: Und das schwächt diese Viren ab, und das hat man eben auch für alle vier Dengistämme gemacht und der Impfstoff funktioniert recht gut.

00:30:53: also die Daten aus den klinischen Studien schauen super aus und hoffentlich wird er auch in vielen anderen Ländern verwendet werden.

00:31:01: was man dazu sagen sollte... Es gibt ja viele Leute über Pharmafirmen schimpfen ich gelegenlich auch Instituto Putantan ist keine Pharmafirma.

00:31:10: Das ist der größte Impfstoffhersteller in Südamerika, aber das ist eine Stiftung!

00:31:16: Die machen das nicht für Profit, die machen es eben um Menschen zu helfen und die machen das echt gut.

00:31:23: also ich muss ehrlich sagen jetzt mit denen auch schon kollaboriert.

00:31:26: Es ist ein super Institut mit super Produktionsanlagen alles High-Tech und wirklich auf höchstem Stand.

00:31:33: Also da können sich mit jeder westlichen Pharma Firma messen.

00:31:37: Ja Und das war's zur Dengue.

00:31:40: Vielleicht sollte man noch dazu sagen, Antivirale Medikamente gegen das Virus, gegen die Infektion gibt es momentan nicht.

00:31:47: Sowas wäre natürlich auch super um schwere Fälle zu behandeln aber da ist momentan nichts in Reichweite was wir bald zulassen könnten.

00:31:55: Ja das wars mit Dengu.

00:31:57: Denke kann recht kompliziert sein.

00:31:58: Das ist ein super interessantes Virus.

00:32:00: Ich muss dazusagen ich hatte auch schon mal eine Denguinfektion allerdings anscheinend asymptomatisch.

00:32:06: Ich glaube, ich habe mir die in Singapur zugezogen.

00:32:08: Ich war da während einer großen Tengi-Epidemie und das ist dann nach hinein festgestellt worden.

00:32:14: Ich habe einmal Chikungunia gehabt und da bin ich immer auch auf Tengis getestet worden und auf den Antikörper und da hat sich dann herausgestellt dass ich schon den Antikkörper habe.

00:32:23: also ich hatte anscheinend einmal eine asymptomatische Infektion.

00:32:27: zum Ende noch eine Serviceansage weil wir schon bei Flaviwien sind.

00:32:32: bis jetzt Frühling Die Zecken kommen wieder raus und das heißt, dass Risiko für FSME steigt.

00:32:38: Also vielleicht sollten Sie wenn sie in Österreich wohnen mal wieder nachstellen, wann sie das letzte Mal Zecken geimpft worden sind und ob sie auch Auffrischung brauchen.

00:32:47: bis sechzig ist es alle fünf Jahre empfohlen ab Sechzig alle drei Jahre als zahlt sich auf jeden Fall aus.

00:32:55: Wenn sie nicht geimpfft sind aber draußen in der Natur unterwegs sind reden's mit ihrem Arzt die glaubst du sollten sich impfen lassen.

00:33:01: Ja Das war´s für heute.

00:33:03: Danke fürs Zuhören.

00:33:04: Wie immer, wenn es Fragen, Anregungen und Kommentare gibt einfach ein E-Mail schreiben an www.hirologischatpodcastwerkstatt.com Und wenn Ihnen der Podcast gefällt können Sie denn jederzeit auf Steady unterstützen!

00:33:16: Danke fürs zuhören, tschau bis nächste Woche.

00:33:22: Wenn euch der podcast gefällt und ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet schaut gerne auf Steadi vorbei.

00:33:27: Den Link findet Ihr in den Show Notes.

00:33:29: Wir freuen uns auch über eine Bewertung und ein Abo auf der Podcastplattform eurer Wahl Podcastwerkstatt.

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