#35 – Lassa-Fieber: Wenn Nagetiere ein tödliches Virus verbreiten

Shownotes

Das Lassa-Virus gehört zur Familie der Arenaviren und verursacht das Lassa-hämorrhagische Fieber, eine schwere Erkrankung, die vor allem in Westafrika verbreitet ist. Das Virus wird hauptsächlich über Exkremente infizierter Vielzitzenmäuse übertragen, kann aber auch durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Nach einer Inkubationszeit von etwa ein bis drei Wochen beginnt die Infektion oft mit grippeähnlichen Symptomen, kann jedoch zu Blutungen, Multiorganversagen und neurologischen Komplikationen führen; besonders gefährdet sind Schwangere und Neugeborene, bei denen die Sterblichkeit extrem hoch ist. Jährlich kommt es zu mehreren hunderttausend Infektionen mit mehreren tausend Todesfällen, wobei schwere Verläufe im Krankenhaus eine deutlich höhere Mortalität zeigen. Trotz intensiver Forschung gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff, mehrere Kandidaten befinden sich jedoch in klinischer Entwicklung.

‚Fever!‘ von John G Fuller beschreibt die Entdeckung des Lassa Virus: https://archive.org/details/feverhuntfornewk0000full

‘The Lassa Ward’ von Ross Donaldson beschreibt die Situation von Lassapatienten in Westafrika: https://us.macmillan.com/books/9780312377014/thelassaward/

Warum die Natal-Vielzitzenmaus so heisst wie sie heisst: https://en.wikipedia.org/wiki/Natalmultimammatemouse#/media/File:Mastomysnatalensismammary.jpg

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Ludwig Boltzmann Institut fuer Wissenschaftskommunikation und Pandemievorsorge https://soap.lbg.ac.at/?lang=de

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Interessenskonflikte

Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.

Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).

Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.

Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.

Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.

Transkript anzeigen

00:00:07: Das Immunsystem hat Probleme, Antikörper vor einem neutralisierenden Antikörper gegen dieses Spike-Protein vom Lasservirus zu machen.

00:00:14: Es ist zwar so dass man dann wahrscheinlich wenn man mal infiziert war lebenslang geschützt ist.

00:00:19: allerdings wie gesagt man hat oft keine guten neutralisierten Antiköper wenn man es überdebt.

00:00:51: Ja hallo und willkommen zu dieser Episode von Virologisch.

00:00:55: Die ist aufgenommen worden am August, Februar, in New York.

00:01:01: Heute geht es um ein interessantes Virus, das Lasser-Virus.

00:01:05: Das Lasser hemorragisches Fieber auslöst.

00:01:08: Das ist eine sehr schwere Erkrankung und aus diesem Grund ist das Virus auch als Biosicherheitsstufe Vier Virus eingestuft sowie zum Beispiel Ebola oder Marburg.

00:01:21: So, was ist jetzt dieses Lasservirus?

00:01:23: Das ist ein Arena-Virus.

00:01:25: Das ist Verwandt mit unterschiedlichsten anderen Arena- Vieren unter anderem auch mit dem lymphozytischen Chorium meningitis Virus oder LCMV von denen haben Sie wahrscheinlich noch nie gehört.

00:01:38: das kommt aber auch in Europa vor und wird von der Hausmaus übertragen und wir machen vielleicht auch mal eine Episode.

00:01:45: es kann auch zu schweren Erkrankungen führen.

00:01:47: Aber das Lasservirus ist wie alle Arena-Viren ein RNA-Virus.

00:01:52: Das hat einen Einzelstrang RNA genommen und zwar mit zwei Segmenten, also wie bei Influencer Viren gibt es ja auch Segmente.

00:01:59: Influenza Virus hat acht Segmentes, das Lassevirus hat im Zwei-Segmente.

00:02:04: Und normalerweise sage ich immer, das ist entweder ein negativ strengiges Virus oder positiv strenges Virus.

00:02:11: In dem Fall ist es beides.

00:02:12: Es ist ambi-sense,

00:02:13: d.h.,

00:02:14: ein Teil der Proteine wird direkt von der RNA kodiert und die zweite Teil der protein, die andere zwei Proteine werden vom komplementären Strang der RNA kotiert.

00:02:26: Das ist relativ kompliziert bei ArenaVirin.

00:02:29: Und wir haben diese zwei Genonsequente, eines heißt L-Segment.

00:02:32: Das steht für Large als das große Segment und das kotiert für eine Polymerase und für ein Matrix-Poten.

00:02:38: Dann gibt es das S-Ssegment, das steht für Small, das ist das kleine Segment... ...und das kotieren für einen Spike-Potein.

00:02:45: Das nennt man hier auch Kropotene komplexe und auch das Nucleoprotein.

00:02:50: Wenn wir uns jetzt die Struktur des Virus anschauen, drinnen haben wir eben diese zwei RNA-Stücke.

00:02:56: Die werden von einem Nukleoprotein geschützt und da ist eine Polymerase assoziiert damit.

00:03:02: Dann haben wir ein Matrixprotein, das quasi das Viruspartikel von innen stabilisiert.

00:03:07: Das liegt so auf der Lipithülle an, dann haben wir die Lipithühle und in der Lipid-Hühle sitzt dieser Glycoproteinkomplex.

00:03:16: In etwa fünfzig bis drehunderten Anometer im Durchmesser können sie sehr groß, sehr klein sein.

00:03:22: Aber meistens sind es so hundert bis hundertzwanzig Anometer und die sind zwar rund aber jetzt nicht wirklich schön.

00:03:28: alle gleich sondern auch pläomorphisch.

00:03:30: also kann unterschiedliche Formen geben.

00:03:33: manche können eiförmig sein manche vielleicht ein bisschen länglich aber grundsätzlich so eine Runde vor.

00:03:40: Wenn man dem Elektroner Mikroskop ansieht sieht man manchmal dunkle Punkte in den Viruspartikeln drinnen Und als man das erste Mal gesehen hat, man das assoziiert mit Sandkörnern und daher kommt auch der Name.

00:03:53: Sand auf Latein heißt Arena und deswegen heißen die Arena Viren.

00:03:58: Man nimmt an dass das Ribosomen aus der Wirtszelle sind, die da mitverbackt werden aber ganz sicher ist man sich nicht.

00:04:06: Ja diese Viren binden an unsere Zellen indem sie einer Proteinrezepter binden und zwar ein Alpha-Dystroglykan.

00:04:15: Virus ist relativ divers, wenn man sich das genetisch anschaut.

00:04:19: Man sieht sieben Genotypen, die in Afrika vorkommen und das Virus ist im Prinzip in Westafrika verbreitet.

00:04:28: Und diese Genotyp findet man teilweise in den Tierreservat, in Nigeria, Mali, Sierra Leone, Guinea-Dogo an der Elfenbeinküste.

00:04:39: Das ist irgendwie so westafrika verteilt.

00:04:43: Das Virus ist neunundsechzig entdeckt worden und zwar weil sich eine amerikanische Krankenschwester damit infiziert hat, die Laura Wain.

00:04:54: Und das ist damals in einem Dorf basiert im Osten von Nigerien in der Bornau-Provinz.

00:05:01: Das ist an der Grenze zu Kamerun und das Dorf was sie sich infiziert haben heißt Lasser und daher kommt auch der Name.

00:05:09: Die ist dann schwer krank geworden und ist in einer größeren Stadt transportiert worden nach Jaws.

00:05:16: Und ist dort aber relativ schnell im Krankenhaus gestorben, hat zwei weitere Krankenschwestern angesteckt nämlich die Charlotte Shaw, die ist daraufhin auch gestorbt und gewisse Lily Bineo, die aus Upstate New York gekommen ist und in Nigeria als Krankenschwester im Einsatz war Und die hat man dann ausgeflogen und zurück nach New York gebracht.

00:05:41: Die ist in New York auf der Columbia University ins Columbia Presbyterian Spital eingeliefert worden.

00:05:49: Das ist ganz interessant, wenn man sich anschaut wie das damals gemacht wurde mit einem normalen Linienflug im Prinzip... zurück in die USA gebracht worden, da gab es damals noch relativ wenig Sicherheitsvorkehrungen.

00:06:01: Heute wird das mit einem Spezialtransport gemacht werden im Flugzeug, dass dafür ausgerüstet ist aber das ist eben damals nicht so weit entwickelt gewesen was man das macht.

00:06:11: Die ist dann in einer Komma gefallen und hat die Infektion aber überlebt.

00:06:15: Das hat ziemlich lang gedauert bis sie sich wieder erholt hat Aber sie hat das überlebert Und wir haben von dieser Lille Bineo Proben genommen.

00:06:24: die sind dann in den USA nach Yale gebracht worden.

00:06:27: Und da haben sich das zwei Virologen angeschaut, und zwar der Jordi Casals, der ursprünglich eine Katalane war – und die Sonja Baklis war Schweizerin.

00:06:40: Die einmal versucht, das Virus zu züchten bzw.

00:06:43: Tiere damit zu infizieren und haben auch Mäuse damit infiziert.

00:06:48: Leider hat sich der Jordika Kassals und auch einer der Techniker, die dort im Labor gearbeitet haben.

00:06:56: Der Juan Roman mit dem Virus infiziert.

00:06:59: Der Kassal ist jetzt überlebt.

00:07:01: Der hat aber auch Plasmatransfusionen bekommen von der Lillipinäe also die hat sich schon erholt gehabt.

00:07:07: Die hat Antikörper ausgebildet und man hat ihm eben dieses Plasma gegeben um ihn zu behandeln.

00:07:13: Der Techniker der Juan Roman ist leider an der Infektion gestorben.

00:07:18: Zudem Jordi Kassas muss mal sagen relativ viele Viren entdeckt.

00:07:22: Nicht nur Lasser, der doch Sika, das Sika-Virus das erste Mal beschrieben.

00:07:28: Das ist eine ganz interessante Story und da gibt es ein Buch darüber, dass hier auskommen ist, das nennt sich Fever mit dem Rufzeichen dahinter, so hat er John G. Fuller geschrieben.

00:07:40: So weit ich weiß, ist das nicht mehr... Druck erhältlich, aber man kann es über Braucht kaufen.

00:07:45: Das ist ein super interessantes Buch.

00:07:47: Kann ich dir empfehlen?

00:07:48: Ich werde dann Informationen dazu unter dem Podcast teilen.

00:07:51: Ja und nachdem das passiert ist, hat man natürlich die Sicherheitsforschriften in Yale hochgefahren und das Virus bzw.

00:07:58: die Virusisolate sind dann zur CDC geschickt worden und man hat dann in Yale nicht mehr damit gearbeitet.

00:08:05: In two and seventy hat man dann rausgefunden, in welchen Tierresser war dieses Virus sitzt Und man hat herausgefunden, dass das in einem Nagetier-Prinzip zirkuliert und zwar ein Mastromis Natalensis.

00:08:19: Auf Englisch heißt es Nagetiere Multimammate Red oder Multimamate Maus.

00:08:25: auf Deutsch heißt das Tier Natarfielzitzenaus.

00:08:29: Natar ist eine Provinz in Südafrika und wahrscheinlich hat man dort die Maus das erste Mal beschrieben.

00:08:35: Viel Zitzenmaus deshalb weil sie eben achtzehn bis vierundzwanzig Sitzen hat.

00:08:39: Man muss auch darauf hinmeistern, dass sich diese Mäuse sehr schnell vermehren können.

00:08:44: Und die kommen im Prinzip ganz Afrika südlich das Sahara vor bis runter nach Südafrika.

00:08:52: Die Mäuser wenn sie mal infiziert sind tragen das Virus lebenslang und scheinen das Virus auch lebenslanger aus.

00:08:58: Die haben eigentlich wenig Symptome.

00:09:00: Das wird über Exkremente ausgeschieden also über Urin- und Kot.

00:09:04: Diese vielzitzenden Maus lebt gerne in der Nähe von Menschen und dieser Schädling dringt auch gern in Häuser ein, knappern an Lebensmitteln herum.

00:09:13: Ganz wie unsere Hausmäuse im Prinzip.

00:09:17: Die hinterlassen Kot und Urin und wenn das trocknet kann es... im Prinzip über Staubpartikel aufgewirbelt werden und eingeatmet werden.

00:09:26: Und dadurch kann man sich infizieren, es ist aber oft so dass Lebensmittel verschmutzt werden von den Exkrementen und wenn die dann gegessen werden oder nicht gekocht sind, dann kann man sie ja auch anstecken.

00:09:37: Dann gibt's noch ein paar Gegend wo diese Raten gegessen wird und das ist natürlich auch eine gute Möglichkeit sich anzustecken.

00:09:43: Was man dazu sagen sollte, diese Ausbrüche mit Lasservirus kommen oft als Epidemien und zwar in der trockenen Zeit.

00:09:52: Da gibt es anscheinend höhere Wahrscheinlichkeit, dass man sich über diese Mäuse im Ansteck.

00:09:58: Das Virus infiziert unterschiedlichste Zellen.

00:10:00: Zuerst mal wo es euch immer einbringt in der Lunge, in den Schleimhäuten des Gastrointestinaltrags.

00:10:07: Infiziert auch sehr gut Immunzellen wie Makofragen und den britischen Zellen.

00:10:12: Und das ist problematisch weil erstens sind das Zellen die eigentlich Infektionen abbeeren sollen mit dem Lassevirus eigentlich nicht mehr aktiv sind, das heißt die Immunantwort wird schon mal ausgeschaltet.

00:10:25: Zweitens migrieren diese Zellen recht viel im Körper und verbreiten das Virus damit – und das ist natürlich auch problematisch!

00:10:32: Die Inkubationszeit ist sieben bis einundzwanzig Tage und dann beginnt das Ganze meistens so mit Influencer-ähnlichen Symptomen.

00:10:39: Man kann sogar einen rauden Hals haben, Müdigkeit, Kopfweh-, Muskelschmerzen also so grippeähnliche Symptome am Anfang.

00:10:49: Das kann dann schlimmer werden, keine Artenprobleme bekommen.

00:10:52: Oft ist auch der Gastrointestinaltrag getroffen.

00:10:54: Das heißt man hat gelängertlich Durchfallsymptome.

00:10:58: Es kommt dann zu Blutungen an der Schleimhäute und das ist deshalb so weil das Virus auch Zellen des Gefäßsystems angreift und dann wären die Wienern und Arterien im Prinzip durchlässig.

00:11:10: Und deswegen nennt man das ein hemorragisches Fieber also Fiever mit Blutung.

00:11:15: Kann dann auch zur Herzmuskelnzündung angekommen, also myocarditis Und auch zu Gesichtschwellungen und zum Abfall von Blutdruck.

00:11:24: Nach etwa zehn Tagen, nachdem die Symptome auftreten, kannst du in eine neurologischen Phase kommen und dann tritt meistens Muldiorganversagen ein und etwa vierzehn Tage nach auftretend der Symptom kommt es oft zum Tod.

00:11:39: Was interessant ist wenn man die Infektion überlebt gibt's alle Milchengfolgeschäden.

00:11:45: ein interessanter vorgeschaden ist, selbst bei den überlebenden Hörschäden.

00:11:50: Das kann wirklich zu kompletter Taubheit auch führen.

00:11:54: was man auch beobachtet die skronische Müdigkeit und Depression.

00:11:57: also das hat durchaus neurologische Langzeitauswirkungen an die Infektion.

00:12:03: Wie gefährlich ist diese Infektionen jetzt?

00:12:05: Man schätzt, dass es etwa dreihunderttausend bis fünfhundertausend Fälle gibt jedes Jahr in der Region und das führt zu etwa fünftausenden Toten also eine Mortalitätsrate von etwa ein Prozent.

00:12:16: Das heißt viele der Infektions sind anscheinend gar nicht so schwer sondern relativ leicht.

00:12:22: aber auf der anderen Seite Mortalitätersrate von einem Prozent ist trotzdem sehr ernst zu nehmen.

00:12:28: Es ist natürlich nicht wie bei Ebola, wo vielleicht fünfzig oder mehr Prozent der Infizierten sterben aber es ist trotzdem problematisch.

00:12:36: Wenn man mal die Erkrankung so schwer hat dass man ins Spital muss, ist die Mortalitätsrate höher.

00:12:42: da sterben dann etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent der Fälle.

00:12:45: Man muss auch dazu sagen das es auf den Ausbruch darauf ankommt.

00:12:48: also das ein Prozent ist im Durchschnitt.

00:12:51: Aber es gibt durchaus Ausbrüche wo die Mortalität Rate bis zu fünfzig Prozent drauf geht.

00:12:57: Ganz schwer betroffen sind Schwangere.

00:13:00: Im letzten Drittel der Schwangerschaft, da ist die Mortalitätsrate etwa achtzig Prozent wenn sie sich infizieren und das ist dann meistens aber auch so dass der Fötus infiziert wird und auch wenn die Schwangerei das überlebt stirbt der Fütus meistens ab Und für Bebes ist es auch sehr gefährlich.

00:13:17: also wenn Neugeborene sich infiziieren hat man auch eine Mortalitätersrate von etwa seventy-fünf Prozent.

00:13:24: Bevis führt das zu ganz schlimmen Symptomen, die oft recht schwere Ätheme, also Einlagerung von Flüssigkeit in den Beinen der Bauchschwilde an und die kriegen auch Blutungen.

00:13:36: Also das ist eine ganze Schircheerkrankung in Kindern oder im Bevis.

00:13:42: Die meisten Leute stecken sich eben über Kontakt zu diesen vielsitzen Mäusen an.

00:13:49: aber es gibt auch Menschen zum Menschenvertragung.

00:13:50: Das ist seltener und da braucht es intensiven Kontakt, also normalerweise wird das über Körperflüssigkeiten übertragen.

00:13:58: Es kann aber auch über Sex übertragend werden.

00:14:00: Also man kann das Virus im Sperma von Leuten die sich schon erholt haben bis zu drei Monate nach der Erkrankung feststellen.

00:14:09: Was auch ein wichtiger Punkt ist ist Postmortem Transmission oder Ansteckungen in Prinzip durch Kontakt mit Leuten, die an Lasser gestorben sind.

00:14:19: Das passiert in diesen Regionen gelegentlich durch besondere Begräbnisrieden.

00:14:24: Ist aber auch in Deutschland schon passiert und dokumentiert, dass sich jemand der im Bestattungsunternehmer gearbeitet hat angesteckt hat weiß nicht klar.

00:14:34: war das die Person die dort hingebracht wurde an Lasser gestorben war.

00:14:39: An Behandlungsmöglichkeiten gibt es eigentlich recht wenig also wenn man das mal hat.

00:14:42: Man kann den Patienten nur helfen, indem man versucht die Symptome zu lindern und schaut dass die Flüssigkeitszufuhr hoch genug ist, sonst nicht so der Hydration kommt.

00:14:54: Man hat auch festgestellt das wenn man quasi die Infektion überlebt, dass eigentlich die Immunantwort relativ schlecht, relativ niedrig ist.

00:15:05: Das Immunsystem hat Probleme, Antikörper vor allem neutralisierende Antikörper gegen diese Spike-Proteen vom Lasservirus zu machen.

00:15:12: Es ist zwar so dass man dann wahrscheinlich wenn man mal infiziert war lebenslang geschützt ist.

00:15:16: allerdings wie gesagt man hat oft keine guten neutralisierten Antiköper wenn man es überdebt.

00:15:22: der Grund dafür ist wahrscheinlich das dieser Spike Protein sehr flexibel ist das heißt er hat keine regide Struktur wie viele andere Spike Proteine von Viren Und dadurch, dass das so flexibel ist und sich B-Zellen im Unsystem recht schwer die richtigen Antikörper gegen das Oberflächenprotein herzustellen.

00:15:41: Wenn man sich ein bisschen mehr über für die Situation in Westafrika und Lasse interessiert, kann ich noch weiteres Buch empfehlen.

00:15:49: Das nennt sich The Lasser Ward.

00:15:50: Das ist von Ross Donaldson geschrieben worden, der mal als Medizinstudent nach Sierra Leone gegangen ist und dort mit Lasser Patienten gearbeitet hat.

00:16:00: Die Informationen dazu werde ich auch unter dem Podcast posten.

00:16:03: Zu guter Letzt, was macht man um diese Infektionen zu verhindern?

00:16:07: Grundsätzlich versucht man eben diese Mäuse von Menschen fernzuhalten und das kann gelingen durch Barrieren, durch Fallen usw.

00:16:16: Und man arbeitet doch ein Impfstoff.

00:16:17: aber das ist gar nicht so einfach wegen der Flexibilität dieser Spike Protein weil es recht schwer ist gute Immunantworten auszulösen.

00:16:26: Aber es gibt Impfstoffe mittlerweile, die in klinischen Studien getestet werden.

00:16:31: In frühen klinische Studien leider... Also da ist man noch nicht so weit!

00:16:36: Ein Impfstoff der basiert auf dem Vektor und zwar auf den vesicular stomatitis Virus ist in Phase II also der ist ein bisschen weiter das Impfstoffkonzept hier sehr ähnlich zu dem Impfstoff, den wir erfolgreich für Ebola entwickelt haben.

00:16:51: Das könnte durchaus funktionieren aber wie gesagt er ist erst in PhaseII gibt es weitere Ansätze, DNA-Impfstoffe Adenovirus basierende Vektorimpfstoffen inaktivierte Impfstoffe.

00:17:05: Das ist nicht wirklich inaktivertes Lasservirus sondern ein Tollwutvektor der das Lasser, das Bikebottein an der Oberfläche hat dass man dann inaktived.

00:17:15: also so einen Ansatz gibts auch und da gab's auch einen Ansatz wo man einen Masern Impfstoff verwendet hat der auch das Lasservirus Spike Protein herstellen konnte und das wollte man auch als Impfstoff verwenden.

00:17:30: Das ist in Phase I getestet worden, ist aber soweit ich weiß eingestellt worden.

00:17:34: Das war eine Entwicklung der Firma Temis in Wien die es mittlerweile nicht mehr gibt.

00:17:39: also ein paar Ansätze sind in frühen klinischen Studien einen Ansatz ist in phase II und hoffentlich funktioniert funktionieren einige dieser Impfstoffe in der Zukunft.

00:17:51: Ich glaube, das wird noch ein Zeit lang dauern bis man die wirklich gegen die Erkrankung in Phase drei Stunden testen kann.

00:17:57: Erstens weil es relativ teuer ist und zweitens weil ich nicht weiß ob die Monatwarten gut genug sind.

00:18:03: Ja, das war's für heute mit dem Lasservirus sehr interessantes Virus über das wir vielleicht Bescheid wissen sollte wenn man in Westafrika unterwegs ist.

00:18:13: Es ist doch sehr verbreitet!

00:18:14: Man sollte sich auf jeden Fall von diesen viel sitzen moisen fernhalten.

00:18:19: Leider haben wir momentan wenig Behandlungsmöglichkeiten, wenn jemand an Lasse erkrankt ist und das gibt leider auch noch keinen Impfstoff.

00:18:28: Auf jeden Fall danke fürs Zuhören!

00:18:30: Und wie immer wenn es Fragen, Anregungen oder Kommentare gibt einfach ein E-Mail schreiben an www.virologischatbottcastwerkstatt.com.

00:18:39: Wenn's Interesse gibt den Podcast zu unterstützen kann man das jederzeit auf Steady tun.

00:18:44: Da gibts auch einen Link dazu unter dem Podcast.

00:18:47: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

00:19:26: Ciao!

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