#34 – AstraZeneca-Impfstoff bei COVID-19: Warum es zu Thrombosen kam

Shownotes

2021 sorgten Berichte über seltene, aber schwere Thrombosen nach der COVID-19-Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff für große Verunsicherung. Die Fälle waren extrem selten, verliefen jedoch teilweise tödlich und führten europaweit zu intensiven Untersuchungen. Inzwischen liegt eine neue Studie vor, die den zugrunde liegenden Mechanismus aufklärt: Bestimmte Antikörper, die gegen ein Adenovirus-Protein des Impfstoffs gerichtet sind, können unter sehr speziellen genetischen Voraussetzungen auch mit dem Plättchenfaktor 4 reagieren und dadurch eine gefährliche Gerinnungsreaktion auslösen. Die Episode erklärt, wie es zu diesen Thrombosen kam, warum das Risiko sehr gering war, wie Sicherheitssysteme solche Signale erkennen und was diese Erkenntnisse für zukünftige Impfstoffe bedeuten.

Meldung der EMA zu den Nebenwirkungen im April 2021 [Englisch]: https://www.ema.europa.eu/en/news/astrazenecas-covid-19-vaccine-ema-finds-possible-link-very-rare-cases-unusual-blood-clots-low-blood-platelets

Übersichtsartikel von Juni 2021 [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8172307/

Erster Hinweis zu PF4 Antikörpern Mitte 2021 [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8095372/

Neue Studie (Februar 2026) zum exakten Mechanismus von VITT [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12900036/

Übersichtsartikel von 2022 mit Mortalitätsraten: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35339716/

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Interessenskonflikte

Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.

Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).

Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.

Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.

Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.

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00:00:06: Was man dazusagen muss, ist dass COVID selbst, also die SARS-CoV-Avios II Infektionen auch zu solchen Geringungsstörungen führen kann und geführt hat.

00:00:18: Und zwar mit viel höheren Raten.

00:00:20: Man hat sich das damals angeschaut und in dieser Phase der Pandemie, wo wir damals waren, ist mir im Prinzip zum Schluss gekommen, dass der Nutzen der Impfung auch das Risiko überwiegt.

00:00:44: Virologisch – Mit Florian Krammer Ja hallo zu dieser Episode von Virologisch.

00:01:00: Die ist aufgenommen worden am Zweiundzwanzigsten Februar, zwei-tausendzechs und zwanzig in New York.

00:01:06: Heute geht es um ein wichtiges Thema nämlich um Nebenwirkungen und Sicherheit von Impfstoffen und in dem Fall mal ganz eine spezielle Nebenwirkung.

00:01:16: Nämlich die Vaccin-intuzierte immuntropotische Trompozytopenie oder VITT.

00:01:23: Ein sehr komplizierter Name wird später nochmal durch den Namen durchgehen.

00:01:28: Aber um was geht es hier?

00:01:30: Wenn man sich erinnern kann, dass in den ersten Impfstoffen gegen COVID-IX auf dem Markt kamen, kam es zu schweren Nebenwirkungen.

00:01:40: sehr selten an aber auch schweren Nähmwerkungen beim AstraZeneca COVID-XIX Impfstoff.

00:01:46: Die Nebenwerkungen hatten mit Blutgerinnung zu tun und haben in einigen Fällen zum Tod geführt Und über das werden wir heute reden, als speziell deshalb weil da eine neue Publikation rausgekommen ist.

00:01:58: Eine neue Studie, wo man wirklich herausgefunden hat was der Grund dafür war und es ist sehr spannend und sehr wichtig diesen Dingen auf den Grund zu gehen wenn man dann die Mechanismen versteht.

00:02:09: Das sind in dem Falle so dass sie in Zukunft verhindern kann.

00:02:13: Aber mal der Reihe nach Einer der ersten COVID-IX Impfstoffe, die zugelassen worden sind in Europa und verwendet wurden war eben der AstraZeneca-Impfstoff.

00:02:25: Der Impfstoff basiert auf einem viralen Vektor, der verwendert wird – und zwar auf einem Adenovirus-Vektor.

00:02:33: Und um das ein bisschen zu erklären, adenovieren sind DNA-Viren.

00:02:37: Da gibt es viele verschiedene, kann man im Menschen vor, wo wir Sachen vor allem Gripale infekte in Menschen kommen aber auch in vielen anderen Tierarten vor und sind DNA Viren denen man Gene wegnehmen kann und dann können sie nicht mehr wachsen.

00:02:53: Man kann sich aber durchaus noch in speziellen Zelllinien Produktionszellen herstellen wo man die Produkte dieser Gene oder die Proteine, die sie brauchen durch die Zelllinie zur Verfügung stellt.

00:03:04: Und so kann man eben Viren produzieren, die im Prinzip nur in diesen Zellen wachsen aber im Menschen nicht wachsen können und deshalb auch keine Infektion hervorrufen können bzw sich dem Menschen nicht vermehren können.

00:03:18: Aber nachdem er den Genen weggenommen hat, hat man der Platz himgenommen und man kann auch wieder neue Gene reingeben Und man kann da zum Beispiel das Gen für das Spike-Protein von SARS Corona Virus II reingeben.

00:03:30: Das hat man auch gemacht, man hatte dann diese Adenovieren denen einige eigene Gene gefehlt haben die also nur in diesen speziellen Zelllinien wachsen konnten, die aber eben zusätzlich ein Gen für den Spike Protein von COVID-IX hatten.

00:03:45: und wenn man das verimpft hat sind diese Viruspartikel in Zellen eingedrungen haben diese Zellen dann im Prinzip gezwungen, das Spike-Potin von Covid-IX herzustellen.

00:03:57: Darauf hatte man eine Immunantwort und eine Immuneaktion aber das Trägervirus selbst der virale Vektor konnte sich in unseren Zellen nicht vermehren.

00:04:07: Das ist das Prinzip dieser adenoviralen Vektoregenstoffe.

00:04:12: Da gab es eigentlich eine ganze Menge solcher Impfstoffe, die während der COVID-IX Pandemie benutzt wurden.

00:04:19: Einer davon ist eben der AstraZeneca-Impfstoff, der sehr weit verbreitet gewesen wurde wie gesagt in Europa sehr früh eingesetzt.

00:04:26: Der basiert eigentlich auf einem Schimpansen-Adenovirus, das Kachumana-Adenovirus und wir hatten auch einen Impfstoff von Johnson & Johnson, der ist in Europa glaube ich sehr begrenzt eingesetzt worden.

00:04:43: Das ist ein humanes Adenovirus.

00:04:45: Wir haben dann auch den Canzino-Impfstoff, der in Asien vor allem im China aber auch in vielen anderen Ländern global eingesetzt wurde.

00:04:54: Der passiert auf einem Adeno-Virus V und dann haben wir auch noch unseren Sputnikimpfstoff.

00:04:59: Das war der russische Impfstoff, das basiert auf Adenovares V und Adenoares XXVI.

00:05:05: Also es gab eine Menge dieser Impfstoffe die auf diesem Prinzip passierten sind Und die waren eigentlich sehr gute Impfstoffe, die sind weltweit gerade aus der Seneca-Impfstoffe sehr breit verwendet worden.

00:05:18: Am Anfang gab es eine mehr auch stärker als die mRNA-Impffstoffe weil sie noch nicht so erhältlich waren und diese Impfstoffen haben sehr viele Menschenleben gerettet.

00:05:27: Allerdings gab's eben diesen Nebenwirkungen und das erste Signal gab's da soweit ich weiß anfangs März ist in Dänemark ein Fall gemeldet worden, wo es zum Tod durch eine Blutgerinnung nach der Impfung mit diesem AstraZeneca-Impfstoff gekommen ist und Dänemark hat dann aufgehört diesen Impfstoff zu verwenden.

00:05:50: Dann gab's dadurch natürlich Untersuchungen unter anderem von der EMA also das ist die European Medicines Agency Das ist die Zulassungsbehörde der Europäischen Union.

00:06:01: Die haben sich das angeschaut.

00:06:02: das war Ende März.

00:06:06: Diese Blutgerinnungen und was es da genau geht, werden wir natürlich noch kommen.

00:06:11: Diese Bluttgerinnung an diese Dombosen als Nebenwirkung sind dann im April in die Backungsbeilage für den AstraZeneca Impfstoff mit aufgenommen worden.

00:06:20: Im April einundzwanzig sind schon etwa vierunddreißig Millionen Leute in der EU und Großbritannien mit AstraZanica geimpft wurden Und man hat sich dann angeschaut wie viele Fälle dieser Nebenwirkung gab, dieser Dombosen.

00:06:36: Und es gab damals hundertneunundsechzig Fälle von Hirnwähnen an Sinus-Trombosen, zu dem Kommen auf was das hier geht.

00:06:43: Und dreiundvierzigfälle von Tromposen in Wähnen der Oberbauchorgane.

00:06:49: Man hat sich das dann ausgerechnet.

00:06:51: im Großbritannien war das Risiko dass man so eine Nebenwirkung hatte etwa bei sieben bis zehn Fälle pro Million Geimpfter Und in den USA, wo der Johnson & Johnson Impfstoff verwendet wurde hat man auch ein Sicherheitssignal gesehen.

00:07:06: Prinzip das gleiche und hier wurde das Risiko mit drei Fällen pro einer Million angegeben.

00:07:13: Das heißt es waren sehr seltene Nebenwirkungen aber dazu wäre noch kaum eine sehr schwere Nebenwirkung.

00:07:20: Das Problem ist dass die eben sehr selte sind.

00:07:23: und typischerweise macht man wenn man Impfstoffe zuleist für alle drei Studien und da schaut man sich vielleicht Zehntausende von Leuten an, also vielleicht dreißigvierzigfünfzigtausend Leute.

00:07:34: Und das sieht man nicht wenn es so selten ist entweder es kommt gar nicht, solche Nebenwirkungen kommen gar nicht vor weil es halt so selte ist dass sie sind in dem in der Impfstoffstudie nicht vorkommt.

00:07:47: Oder vielleicht kommt es zu einem oder zwei Fällen und dann kann es aber sein, dass es grundsätzlich sowieso solche Fälle in der Bevölkerung gibt und das quasi nicht über die Hintergrundfrequenz rausgeht und dann erkennt man sie auch nicht.

00:07:59: also das ist das Problem.

00:08:00: Erkennen tut man solche Signale dann meistens erst nach der Zulassung wenn der Impfstoff in Millionen von Menschen verwendet wird.

00:08:08: und da hat man natürlich auch Sicherheitssysteme, Erkennungssysteme die in Ländern wie Dänemark, aber in vielen europäischen Ländern sehr stark sind und sehr gut sind.

00:08:16: Und solche Signale schnell erkennen.

00:08:19: Aber man kann sie nicht vorhererkennen, das ist das Problem.

00:08:22: Über solche Früherkennungssysteme können wir eigentlich auch mal eine Episode machen.

00:08:26: Das ist sehr interessant und es ist von Land zu Land verschieden.

00:08:30: Man hat eben ein Signal gesehen, ein Sicherheitssignal.

00:08:32: Es kam zu diesen trompotischen Events.

00:08:36: Am Anfang hat man das vor allem in Frauen unter Sechzig gesehen.

00:08:39: Mittlerweile ist glaube ich schon klar, dass das in allen Altersgruppen und den beiden Geschlechtern auftritt.

00:08:46: Man nimmt an, dass es vor allem Anfangs in Frauen gesehen wurde weil man im Aster Seneca verimpft hat.

00:08:52: Das wurde zum Beispiel in Krankenhäusern verimpften in Altersheimen Und das waren solche Maltitosviles also im Prinzip Behälter wo mir als eine Dosis drin war.

00:09:04: Das heißt wenn man die mal verwendet hat dann laufen die relativ schnell ab.

00:09:11: Das heißt, man hat dann geimpft in einem Altersheim zum Beispiel.

00:09:14: Dann sind Dosen übrig geblieben und dann hat man sie aufgebraucht indem er die Krankenschwestern geimpftert.

00:09:19: Und der Annahme ist jetzt dass man dadurch immer einen Bios hatte und das mehr Krankenpersonal da gibt es eben normalerweise mehr weibliche Mitarbeiter hier geimpfte wurden und deshalb zu diesem Signal in der Altersgruppe unter Sechzig in Frauen gekommen ist.

00:09:38: Was sind das jetzt genau für trompotische Events?

00:09:41: Einerseits betreffen die Hirn- und Zinoswähnen im Gehirn.

00:09:45: Andererseits sind Organe im Bauch betroffen, Milz-, Leber- und Darmwähne.

00:09:51: Das fasst man unter blanknische Wänen zusammen.

00:09:55: Ich bin auch kein Experte was das betrifft.

00:09:58: Für mich sind das auch Wörter, die ich lernen musste!

00:10:02: Im Prinzip... kam es da meistens so etwa fünf bis dreißig Tage nach der Impfung zu Symptomen.

00:10:09: Bei Hirn- und Sinusvenantrombosen sind die Symptome vor allem Kopfhörübergheit, Schwindel und neurologische Symptomme wenn man die Thrombosengbauchraum hat vor allem Bauchschmerzen und Rupenschmerzen.

00:10:22: wie gesagt das war selten aber das waren oft sehr schwerwiegende Erkrankungen.

00:10:26: also Die Mortalitätsrate ist etwa zwanzig bis dreißig Prozent, also etwa zwanzig bis dreizig Prozent.

00:10:34: Da Leute diese Nebenwirkungen bekommen haben sind verstorben.

00:10:37: Was man dazusagen muss, ist dass COVID selbst, also die SARS-CoV-N-Avios zwei Infektionen auch zu solchen Geringungsstörungen führen kann Und geführt hat und zwar mit viel höheren Raten.

00:10:50: Also man hat sich das damals angeschaut, in dieser Phase der Pandemie wo wir damals waren ist mir im Prinzip zum Schluss gekommen dass der Nutzen der Impfung auch das Risiko überwiegt.

00:11:01: Es gab einzelne Länder, einzelne Zulassungsbehörden die dann gesagt haben nein das machen wir nicht mehr.

00:11:07: Die Leute sollen den mRNA-Impfstoff nehmen anstatt dem AstraZeneca Impfstoff.

00:11:11: Aber in großteiler Fälle hat man den Impfstoff weiter empfohlen, eben weil der Nutzen das Risiko überwogen hat.

00:11:19: In dieser Phase der Pandemie.

00:11:21: Ganz ehrlich ich würde den Impfstoff momentan nicht verwenden, weil ihm das Risico von Covid-IX schon viel viel geringer ist.

00:11:29: aber das war im Damals anders da waren wir noch mit in der Pandemie und da sind sehr viele Leute daran gestorben.

00:11:34: Gut, aber vielleicht sollte man nochmal einen Schritt zurückgehen und uns anschauen was denn diese Thrombosen grundsätzlich sind.

00:11:41: Was geht's da?

00:11:42: Also Blut kann ja gerinnen, das ist wichtig!

00:11:47: Das sind die Verkrustungen, die man sieht wenn man Wunde hat und blutet und dann hat man eine Kruste... das ist Blutgerinnung Und es ist ja ein Schutzmechanismus zum Wundverschluss.

00:11:56: also wenn wir jetzt eine Wunde haben und das nicht passieren würde dann würde da im Prinzip bis die Wunde heilt, Blut rausrinnen und man würde vermutlich verbluten.

00:12:06: Und deswegen kann der Körper das damit es ihm nicht passiert ist.

00:12:11: Das Blut gerinnt und das verstopft die Wunder und damit tritt kein Blut mehr aus.

00:12:16: Da gibt's einige Mechanismen, die daran beteiligt sind.

00:12:20: Grob gesagt kann man sagen dass Zellen beteiligen und als Plasmapotene beteiligten.

00:12:26: Von den Zellen sind es vor allem Blutblättchen, die diese Blutgerinnung verursachen.

00:12:31: Die nennt man auch Trompozyten.

00:12:32: also deswegen daher auch dann auch mit Thrombosen zum Beispiel.

00:12:36: und wenn diese Trombozyten oder Blutplättchen aktiviert werden, dann klumpen sie zusammen und das ist im Prinzip so etwas wie ein Klebstoff der dann eben die Wunde verschließen kann.

00:12:48: Andererseits gibt's Menge an Plasma-Proteinen, also Plasma ist in Prinzip die Blutflüssigkeit Da gibt es eine Menge Protein in Blut, die Kirinungsfaktoren sind.

00:12:59: Und was hier passiert ist dass ein bestimmtes Protein aktiviert wird und Fibräen und das bildet Phasern und das ist halt ein weiterer Klebstoff der sich dann mit diesen Trompozyten zusammen tut und die Wunde verschließt.

00:13:13: Wie gesagt, das ist ein wichtiger Schutzmechanismus.

00:13:16: Das ist wichtig um Wunden zu verschließen und Blutverlust zu vermeiden.

00:13:21: Jetzt kann das aber auch im Körper passieren, wenn es nicht passieren soll.

00:13:25: Und das nennt man dann eben Dromposen und das ist schlecht!

00:13:29: Weil wenn sie einfach so im Körper diese Blutgerinsel bilden also diese A-Gate Dann können die Blutgefäße verschließen und verstopfen.

00:13:39: Das sind oft Mähnen, können aber auch Arterien sein Und das führt dann natürlich zu Problemen mit der Blutversorgung.

00:13:46: Kommt davon an, was passiert?

00:13:48: Wenn das Oberfläche unter der Haut ist, ist es vielleicht weniger tragisch und wenn's woanders passiert kann das tödlich enden.

00:13:54: Das andere Problem ist, wenn es wobei passiert, kann auch sein dass sich Teile dieser Klumpen lösen, dieses verklumpfen Blut ist, dass das dann in die Lunge gelangt und dort im Prinzip Lungenarterien verschließt und das nennt man dann Lungenempolitis kann natürlich auch große Probleme verursachen und es lebensbedrohlich.

00:14:14: Was man aufzieht, ist diese Thrombosen an den Füßen.

00:14:16: wie gesagt wenn das oberflächlich ist, ist das weniger ein Problem aber gerade tiefen Venantrombosen also größere Venan die verschlossen werden tiefer drinnen im Gewebe.

00:14:25: das kann große Probleme verwursachen.

00:14:28: da gibt's Risikofaktoren dafür.

00:14:30: dass wird von einigen Dingen verursacht.

00:14:32: unter anderem kann sowas passieren weil man dehydriert ist.

00:14:35: so trinken ist wichtig Die Antipevibille kann das verursachen, die erhöht das Risiko dafür relativ stark.

00:14:42: Es kann auch in der Schwangerschaft passieren wo man es oft sieht und woher die Leute das auch kennen ist wenn man lang liegt beziehungsweise lange sitzt im Bus oder im Flugzeug.

00:14:53: da kann das dann passieren.

00:14:55: Da gibt's auch diese Dombosispritzen dafür wenn wir sehr lange sehr weite Flüge vor sich hat.

00:15:01: Das kann von unterschiedlichsten Medikamenten verursacht werden.

00:15:05: unterschiedliche Vorerkrankungen können zu Tromposen führen.

00:15:08: Interessanterweise kommt es auch bei größeren Menschen häufiger vor, hat der Studium von ich finde das lustig!

00:15:14: Ich bin fast zwei Meter groß also betrifft mich vielleicht auch.

00:15:20: Also bei größere Menschen scheinen etwas anfälliger für Trompose sein.

00:15:25: Das sind mal ein bisschen die Grundlagen.

00:15:29: Was vielleicht auch nicht interessant ist, das Immunsystem kann das auch auslösen.

00:15:33: Und da gibt es eine Erkrankungen-Syndrom wo man das gut kennt und zwar kann das vorkommen wenn man Heparin bekommt.

00:15:42: zur Blutverdünnung.

00:15:44: Das klingt jetzt ein bisschen komisch weil heparin nimmt mehr damit im Prinzip sowas nicht auftritt.

00:15:49: aber wenn man heparine bekommt kann dass auch Thrombosen induzieren und das hat eine Immunkomponente Und die Erkrankung in dem Fall oder das ist ein Traum nennt sich Heparin-induzierte Trombozytopenie.

00:16:02: Um das zu erklären, was eine Trombozytopenie ist, also Trombozyten sind diese Blutbleitchen und eine Trombecytopenie ist im Prinzip ein Abfall der Blutblättchen.

00:16:13: Was passiert hier bei dieser heparin induzierten Trombocytopenien?

00:16:18: Im Prinzip bilden sich Komplexe aus Heparin und unterschiedlichen Gerinnungsfaktoren, einer dieser Faktoren oder ein Protein das hier mit Heparin einen Komplex bilden kann ist der Blutblättchen-Faktor IV BFIV.

00:16:38: Und wenn die zwei Heparinen und dieser Blättchenfaktor V zusammenkommen dann kannst du eine Immunantwort gegen diesen Komplex kommen.

00:16:49: Das heißt, man kriegt dann Antikörper die an diesen Komplex aus Heparin und den Bleitchenfaktor verbinden.

00:16:56: Die Antikörper können dann eben an diesem Komplex binden und über das FC-Fragment des Antiköpers an Blutbleitchen binden, also an Trompozyten binden.

00:17:08: Und das aktiviert die Trombozyte.

00:17:10: Dann kann es zu Thrombosen.

00:17:14: Dadurch kommt es auch zum Abfall von diesem Blutplättchen im Blut, weil die eben aktiviert werden und dann im Prinzip ein Blutgeränsel bilden.

00:17:23: Aber jetzt zurück zu unserem Impfstoff unter vaccin-induzierten immuntrompotischen Trompozytopenie.

00:17:30: Fangen wir mal an.

00:17:31: Nehmen wir den Begriff mal auseinander.

00:17:34: Also vaccin-intuziert heißt nichts anderes als durch die Impfung ausgelöst oder durch die Impfung verursacht.

00:17:41: Imontrompotisch heißt Gerinnung durch das Immunsystem verursacht.

00:17:46: Und die Trombozytopinie, das hat mir schon ist immer ein Abfall der Blutplättchen im Blut.

00:17:54: Da gab es eine erste Untersuchung dazu zu diesen Fällen.

00:17:58: und zwar hat man da elf Patienten untersucht.

00:18:02: Das ist schon in dem Jahr zwanzig publiziert worden im New England Journal of Medicine.

00:18:06: also da hat man sehr schnelle Untersuchungen angestellt zur Mechanismus, was das auslösen könnte.

00:18:13: Und das Team, dass es gemacht hat war ein Team um den Andreas Greinacher an der Universitätsmedizin Greifswald in Deutschland.

00:18:22: und das Team hatte schon sehr viele Expertise mit diesen Heparin-interzierten Thrombozytopenien.

00:18:30: und die haben sich mal gedacht, na die schauen sich das an!

00:18:32: Es wirkt als wäre er so ähnlich?

00:18:34: Die haben sich immer angeschaut ob es vielleicht hier auch Antikörper gegen diesen Komplex aus Heparin und den Blättchenfaktor IV gibt.

00:18:42: Und tatsächlich war das so, dass das Blut dieser Menschen immer eine höhere Gerinnungsaktivität hatte... ...und es fanden sich Antikörper gegen diesen Heparin BFIV-Komplex!

00:18:54: Aber das waren nämlich Leute die mit Hepharin behandelt wurden vor der Erkrankung.

00:18:58: also hat's keinen Sinn gemacht, dass sie gegen Hepharininantikörper gehabt hätten.

00:19:06: Die haben dann im Prinzip einen Antikörper verwendet, oder eine Methode verwendete um die Aktivität von BF-IV zu blockieren und wenn das gemacht wurde dann war die Geninnungsaktivität niedriger.

00:19:19: Das heißt was die schon dem Team des Jahrhunderts Jahrhundzwanzig herausgefunden hat ist dass er sich hier um Antikörper gegen diesen Blättchenfaktor IV handelt die das Problem darstellt.

00:19:31: Und das war natürlich sehr wichtig das mal rauszufinden.

00:19:35: Aber was genau passiert und warum diese Antikörbe entstehen, das hat man damals eben noch nicht rausgefunden.

00:19:42: Und jetzt ist es vom gleichen Team vor ein paar Tagen im Februar auch in New England Journal of Medicine eine weitere Studie herausgekommen und die haben tatsächlich herausgefunden, was der genaue Mechanismus ist Und das ist einerseits von der wissenschaftlichen Seite natürlich super spannend und andererseits auch extrem wichtig, weil man eben daraus lernen kann wie man dieses Problem in der Zukunft verhindern kann.

00:20:06: Was haben die jetzt gemacht?

00:20:08: Die haben im Prinzip mit diesen Plättchenfaktor four vergessen das früher zu sagen, dass es ein kleines Protein ist, das im Blut zirkuliert und auch vom Blutplättchen hergestellt wird.

00:20:20: Die haben das verwendet und haben Antikörper aus dem Blut von Patienten rausgefischt, eben Antikörper dagegen.

00:20:28: Und dann die Antiköpfer, die sie gefunden haben also direkt das Protein sequenziert kann man mittlerweile mit Massen-Spektrometrie und da kann man dann diese Sequenz ermitteln.

00:20:40: Früher hat man das über Sequenzieren vom B-Zellen machen müssen ist viel komplizierter.

00:20:45: aber die haben das ziemlich schlau eben über Massen spektrometriere gemacht und sind draufgekommen, dass die Antikörper in diesen Patienten alle gleiche Komponente haben.

00:20:55: Die sind eigentlich sehr ähnlich – fast gleich!

00:20:59: Die haben dann auch herausgefunden, dass diese Antikörper, die mit diesem Blättchenfaktor IV reagieren, auch mit dem Protein VII des Adenovirus reagieren.

00:21:10: Das ist natürlich cool, das heißt sie haben jetzt wirklich eine Verbindung geschaffen zu diesem Adenovirus Im Stoff.

00:21:18: Noch ein bisschen was zu Antikörpern, Antikörper bestehen aus einer schweren Kette und einer leichten Kette Und wir haben in unserem Genom sehr viele Gene für schwere Ketten und leichte Ketten.

00:21:29: Das eine der Mechanismen mit dem unser Immunsystem hier diversität schafft um viele unterschiedliche Krankheitserreger angreifen zu können ist dass diese Gene während der D-Zell Reifung zufällig kombiniert werden.

00:21:46: Diese unterschiedlichen Gene, unterschiedliche Menschen haben eine unterschiedliche Zusammensetzung dieser Gene.

00:21:51: Da gibt es auch sehr viel Diversität und was das Team hier herausgefunden hat ist dass bestimmte leichte Kette oder bestimmtes Gen für leichte Käte hier verwendet wird und zwar nennt sich das Gen V-III-I Und da gibt es auch verschiedene Varianten und die haben im Prinzip bestimmte Untervarianten von diesem V-III, XXI gefunden.

00:22:13: Also die leichte Kette war bei all diesen Patienten in Prinzip gleich.

00:22:17: Um was zu dem gehen zu sagen dieses V-II, XXII Gen mit diesen Varianten kommt bei etwa sechzig Prozent der europäischen Bevölkerung vor aber bei nur etwa zwanzig Prozent der asiatischen Bevölkerung Bei neun und neunzig von hundert Patienten mit diesem G-Rinnungsproblem nach der Impfung, also VITT.

00:22:38: Aber das Gen zu haben reicht nicht!

00:22:40: Da muss noch was schiefgehen... Und unser Immunsystem hat ja einen zweiten Mechanismus um Diversität zu schaffen und um Antikörper an bestimmte Krankheitserreger und deren Proteine anzubassen.

00:22:52: Das nennt sich Affinitätsreifung.

00:22:53: Was hier passiert ist dass B-Zellen ihre Antikörpergenisch mutieren.

00:22:59: Da werden unterschiedliche Mutationen eingebracht und das führt dann zu unterschiedlichen Proteinzusammensetzungen in dem Antikörper.

00:23:05: Was das Team hier gefunden hat ist, dass das Gehen hier zu haben und die Antikörpereaktion gegen dieses alle Novirus-Protein zu haben, ist an sich kein Problem.

00:23:16: Das Problem ist nur wenn eine bestimmte Aminosäure in einer bestimmten Position von dieser leichten Kette auftucht – und zwar in Position thirty-three.

00:23:26: Wenn der Acutaminsäure aufdaucht, wenn das zu einer Acutamin-Säure mutiert dann fangen diese Antikörper die eigentlich spezifische für das alle Novios Potensim sind an auch mit diesem Plättchen Faktor IV zu reagieren.

00:23:42: Das heißt da geht ganz viel schief.

00:23:43: Zuerst hat man mal genetische Prädisposition in dem er eben dieses VIII Gen hat.

00:23:51: Andererseits macht dann das Immunsystem zufällig was, was eben dazu führt dass diese Antikörper schädlich werden.

00:23:58: Das ist wahrscheinlich sehr selten aber wenn es passiert ist es wahrscheinlich problematisch.

00:24:03: Was auch noch wichtig ist die Symptome treten sehr früh nach der Impfung auf lässt im Prinzip darauf schließen, dass das Bezeln sind die im Körper schon existieren.

00:24:17: Die aber dann nur durch die Impfung wieder aktiviert werden.

00:24:21: und das war auch einer der Schlüsse aus dieser Studie, dass wir Leute die diese Antikörper haben, die wahrscheinlich schon durch normale Adenovirusinfektionen bekommen haben vielleicht zum Dieter zu einem Level zu geringes um eine Erkrankung auszulösen, weil wenn man dann die Impfung kriegt werden genau diese B-Zellen aktiviert und machen ganz viel von diesen Antikörpern.

00:24:44: Und das führt dann zu diesem Problem.

00:24:47: Die haben auch solche Antikörper im Labor hergestellt und gereinigt und dann in Tiere gespritzt Und man hat dann auch gesehen, dass diese Tiere wirklich Mäuse waren.

00:24:58: Auch wirklich Dombosen bekommen wenn die Antikörper zu Hund, die in den Tieren vorkommen.

00:25:04: Also die haben wirklich gezeigt das der Mechanismus ist und es ist ganz wichtig weil wenn wir den Mechanismus kennen kann man was dagegen tun.

00:25:12: Man weiß jetzt wo diese Antikörper am Protensiven von den Adinoviren binden?

00:25:17: Und man kann jetzt in Zukunft diese Bindungstelle verändern Und zwar so, dass diese Antikörper nicht mehr induzierte werden.

00:25:25: Dass das Immunsystem eben auf das nicht reagieren kann und dass man das so mutiert, dass das im Prinzip kein Problem mehr darstellt.

00:25:33: Das heißt wenn mein Zukunft alle noch viral Bektoren als Impfstoffe verwenden will, sollte man wahrscheinlich diesen Teil des Proteins so verändern, dass es nicht mehr passieren kann.

00:25:43: Es ist super, dass wir das weiß.

00:25:46: Diese Vektoren vermutlich wieder verwenden, wenn wieder was passiert.

00:25:50: Wenn es wieder zu einer Pandemie kommt.

00:25:51: Aber diesmal sind sie um einiges sicherer und das ist natürlich super!

00:25:55: Das andere, was man gelernt hat – da gibt's auch schon ein paar Berichte darüber – ist dass Adenovirus-Infektionen per se und die passieren ja sehr oft auch zu diesen Kirinungsstörungen führen können.

00:26:09: Und das kann man jetzt besser monitoren und vielleicht, wenn man mehr darüber fährt und weiß wie hoch das Risiko wirklich ist, kann man vielleicht auch etwas gegen die Adenovirus-Infektionen tun.

00:26:19: Das Interessante ist es erklärt vielleicht auch, warum es gerade in Europa und USA zu diesen Fällen gekommen ist.

00:26:26: Aber vielleicht weniger in Asien.

00:26:28: Deshalb weil dieses V-IIII Gen in Europa... ...und in Nordamerika viel häufiger ist als in der asiatischen Bevölkerung.

00:26:37: Also ich finde die Story ziemlich interessant.

00:26:40: Ich find den Mechanismus hier ziemlich interessant.

00:26:42: Es ist super wichtig dass man solche Mechanismen rausfindet um das in der Zukunft verhindern zu können.

00:26:50: Es ist aber sehr schwierig, weil es sehr selten ist und gerade wenn was sehr selter auftritt, ist es auch sehr schwierig den Mechanismus zu finden.

00:26:58: Was die ganze Geschichte zeigt ist einerseits dass die Überwachungssysteme zur Sicherheit von Impfstoffen sehr gut sind.

00:27:06: Das Problem wurde in Europa sehr schnell detektiert Und es zeigt ihm auch, dass wenn man wirklich das nachverfolgt wie dieses Team das gemacht hat.

00:27:15: Dass man die Mechanismen rausfinden kann – auch für sehr seltene Nebenwirkungen und man dann im Prinzip Lösungen für die Zukunft finden kann.

00:27:24: Also ganz, ganz wichtige Arbeit!

00:27:26: Super interessant und es ist sehr wichtig, dass man an der Sicherheit von Impfstoffen arbeitet und die immer sicherer macht mit der Zeit.

00:27:35: Ja, das war's für heute.

00:27:37: Danke fürs Zuhören Und wie immer, wenn es Fragen oder Anregungen gibt bitte einfach ein E-Mail schreiben an www.virologischatpodcastworkstat.com und falls ihr virologisch unterstützen wollt könnt ihr das jederzeit auf Steady tun.

00:27:52: Es gibt einen Link unter der Episode.

00:27:54: Danke fürs Zuhören!

00:27:55: Ciao bis zum nächsten Mal.

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00:28:05: Den Link findet ihr in den Show Notes.

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