#28 – Afrikanische Schweinepest: Was Jäger, Landwirte und Reisende wissen sollten
Shownotes
In dieser Folge von viroLOGISCH geht es um die afrikanische Schweinepest, eine hochgefährliche Viruserkrankung bei Wild- und Hausschweinen. Florian Krammer erklärt, was das Virus auszeichnet, warum es für Schweine fast immer tödlich ist und weshalb es sich besonders schwer bekämpfen lässt. Thematisiert werden die außergewöhnliche Stabilität des Erregers, seine weltweite Ausbreitung und die massiven wirtschaftlichen Folgen für die Landwirtschaft. Auch wird eingeordnet, warum das Virus für Menschen ungefährlich ist – und warum es trotzdem eine der größten tiermedizinischen Herausforderungen unserer Zeit darstellt.
Informationen der AGES zur Afrikanischen Schweinepest: https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/afrikanische-schweinepest
Weiterführendes Review zu ASFV [English]: https://www.mdpi.com/2075-1729/12/8/1255
Weiterführendes Review zu ASFV [English]: https://www.cambridge.org/core/journals/animal-health-research-reviews/article/current-state-of-knowledge-about-african-swine-fever-a-review/05222C87BB31414F0F2BC2ADE0F70405
Pinselohrschwein: https://en.wikipedia.org/wiki/Redriverhog#/media/File:PotamochoerusporcusZooAmneville28092014_2.jpg
Lederzecke (nicht die Art die ASFV überträgt, aber ähnlich und grausig aussehend): https://de.wikipedia.org/wiki/Lederzecken#/media/Datei:Argas_reflexus.jpg
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Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai https://labs.icahn.mssm.edu/krammerlab/
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
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00:00:05: Da gibt es auch eine Hypothese zu COVID-IX.
00:00:08: Das ist wahrscheinlich auch etwas, was ich nicht beweisen lässt, aber eben weil die afrikanische Schweine best.
00:00:22: dass die Leute wieder vermehrt auf Wildtierfleisch zurückgegriffen haben und dass das vielleicht der Grund war, warum es zum Überspringen von SARS Coronavirus II von Wildtieren auf Menschen gekommen ist.
00:00:49: Virologisch.
00:00:51: Mit Florian Krammer.
00:01:02: Ja hallo, willkommen zur heutigen Episode von Virologisch.
00:01:06: Die ist aufgenommen worden am elften Jännerweg in New York.
00:01:11: Und heute geht's um Schweinespeck und Wurst.
00:01:15: Wir werden uns heute dem der afrikanischen Schweinebest widmen.
00:01:20: Und die wird ausgelöst vom African Swine Fever Virus.
00:01:24: Also vom afrikanischen Schweine Fever Virus.
00:01:27: Das Virus gehört zu den Asfariviridee.
00:01:30: ist ein sehr großes DNA-Virus.
00:01:33: Und das ist wichtig, dass man hier unterscheidet.
00:01:35: Es gibt nämlich auch eine klassische Schweinepest.
00:01:38: Die ist auch nicht so toll für Schweine.
00:01:40: Die wird aber vom Flavi-Virus ausgelöst.
00:01:42: Also das ist ein RNA-Virus.
00:01:44: Das ist viel kleiner und ganz ganz anders von der von der Molekularbiologie hier.
00:01:50: Wir sprechen immer über das afrikanische Schweinefiebervirus, wie gesagt, ein sehr großes DNA-Virus, das hat ein doppelstrengiges DNA genommen.
00:01:59: Das hat etwa zweihunderttausend Basenbare.
00:02:02: Unter dem kann man sich jetzt wahrscheinlich nichts vorstellen, aber nur so zum Vergleich, das sind zehnmal mehr Informationen, als beim Influencer-Virus, dass er zehnmal weniger Basenbare, zehnmal weniger genetische Informationen hat, in etwa.
00:02:16: Das Genom vom African Swine Fever Virus kodiert für mehr als hundred-achtzig Proteine, also das sind ganz, ganz viele.
00:02:24: Es ist auch ein sehr großes Virus.
00:02:26: Es kommt da bisher auf die Ausbringungsform drauf an, aber das ist zwischen hundred-fünfundsiebzig und dreihundert Nanometer groß.
00:02:33: Ganz innen ist das Genom.
00:02:35: Das hat ein paar Geschichten.
00:02:36: Das werden wir jetzt erklären.
00:02:37: Im ganz innen haben wir das Genom.
00:02:39: Dann gibt es einen Proteinkern rund um das Genom herum.
00:02:43: Dann gibt es eine innere Lipid-Hülle.
00:02:45: Dann ein regelmäßig angeordnetes Kapzitz, das eigentlich sehr schön ausschaut.
00:02:50: Und dann nochmal eine Lipithülle in Viren, die über die Zellmembran aus infizierten Zellen ausgeschieden wurden.
00:02:58: Also relativ komplizierte Struktur eben auch sehr viele Proteine.
00:03:02: Und was viele dieser Proteine machen, ist auch die Immunantwort zum Gehen.
00:03:06: Also es ist für das Immunsystem sehr schwer, dieses Virus aufzuhalten.
00:03:11: Es handelt sich hier auch um ein sehr stabiles Virus.
00:03:14: Das kann in Schinken und Wurst waren, also ungekochten Schinken und Wurst waren, über Monate überleben.
00:03:22: Das ist ein großes Problem, weil dadurch wird es verbreitet.
00:03:26: Wenn man irgendwo in einem Gebiet, wo es dieses Virus gibt, Fleischprodukte einkauft, die woanders hin mitnimmt, die in einem Apfel landen und der Apfel Schweine gefüttert wird, kann es zur Ausbreitung kommen.
00:03:38: Deswegen sieht man auch gelegentlich, zum Beispiel, wenn man von Sardinien zurück aufs Festland geflogen ist, diese Warnhinweise gesehen, dass man eben keine solchen Fleischprodukte mitnehmen soll.
00:03:50: Also sehr stabil, also auch sehr pH-stabil, also es hält.
00:03:55: ganze Reihe von BH Werten aus, auch relativ sauer, was bei den meisten Viren nicht der Fall ist.
00:04:01: Und das hält sogar recht hohe Temperaturen aus.
00:04:03: Also für kurze Zeit kann man sogar auf sechzig Grad Zelsöse hitzen und das ist nach wie vor infekt zu östernach.
00:04:09: Bei sieben und dreißig Grad ist es über Wochen stabil.
00:04:12: Bei vier Grad zählt sie es über ein Jahr und in gefrorenen Fleischprodukten über Jahre hinweg.
00:04:19: Auch bei veränderten Tieren kann es im Knochenmark für Monate überleben.
00:04:23: Und das ist natürlich ein Problem, weil das heißt auch, dass es leicht übertragbar ist, beziehungsweise sich leicht ausbreitet, weil es eben so stabil ist.
00:04:31: Das ist ganz im Gegensatz zu vielen anderen Viren, die sehr, sehr instabil oder... sehr sehr labil sind und gerade bei unterschiedlichen BH-Werten oder bei erhöhter Temperatur relativ schnell ihre Infektiosität verlieren.
00:04:46: Was weiß man noch?
00:04:47: Grundsätzlich gibt es drei genetische Linien und die ben halten vierundzwanzig Genotypen.
00:04:53: Zwei der Genotypen sind besonders interessant und auf das werden wir noch kommen.
00:04:56: Grundsätzlich infizieren diese Viren afrikanische Wildschweine wie das Riesenwaldschwein, das Warzenschwein und das Pinselorschwein.
00:05:06: Wenn Sie nicht wissen, wie das Pinselauerschwein ausschaut, googlen Sie das.
00:05:09: Das ist echt total süß.
00:05:11: Würden wir sofort als Haustier zulegen.
00:05:14: Und das Interessante ist, in diesen Wildschweinen, die in Afrika vorkommen, gibt es kaum Symptome.
00:05:19: Das Virus wird von Schwein zu Schwein entweder durch Kontakt übertragen oder aber sehr oft über Zecken.
00:05:27: Und das sind nicht die Zecken, die wir kennen.
00:05:31: wie der gemeine Holzbock, das ist eine Schildzäcke, sondern sind Lederzäcken.
00:05:36: Die sind weich im Prinzip, nennen sich auf Englisch auch Soft-Tex und schauen eigentlich ganz grausig aus und übertragen eben dieses Virus von Schwein zu Schwein.
00:05:48: Aber es kann auch über Futter und Gegenstände übertragen werden.
00:05:51: Ja, und das ist das dann erstmals als Problem bei Hausschweinen aufgedrehten in den, in Da hat man das erkannt als Erkrankung.
00:06:01: Und dann beim Ausbruch in Kenia, ich glaube, in der Jahr neunzehnundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund durchs Aufkommen vom Rinderbest-Virus ausgelöst worden.
00:06:28: Also die Landwirte hatten Probleme mit Rindern, weil die Rinder eben an Rinderbest-Virus gestorben sind.
00:06:34: Und dann hat man im Vermehrtorf Schweine gesetzt.
00:06:37: Und natürlich ist teilweise die Schweinewirtschaft auch so, dass man die Schweine rausklaßen hat in den Wald, in den Busch.
00:06:43: Und dort haben sie die natürlich dann mit diesem Virus infizieren können.
00:06:47: Das Problem ist natürlich, dass bei Hausschweinen, aber auch beim europäischen Wildschwein dieses Virus ganz andere Erkrankungen hervorauf einen ganzen anderen Erkrankungsverlauf.
00:06:58: Grundsätzlich funktioniert das mit der Infektion auch sehr ähnlich, also das kann über Zecken passieren, teilweise über Futter, wie ich schon gesagt, über kontaminierte Fleischprodukte zum Beispiel, die dann weiter verfüttert werden, über Gegenstände.
00:07:11: Bei Wildschweinern auch über das Fressen von Katarvern, von erkrankten oder von infizierten Tieren, die eben daran gestorben sind.
00:07:20: Aber auch bei Hausschweinern grundsätzlich Kontakt zu infizierten Wildschweinern oder deren Ausscheidungen.
00:07:26: Bei Hausschweinern und Wildschweinern ist die Inkubationszeit etwa fünf bis fünfzehn Tage.
00:07:31: Infiziert werden am Anfang vor allem angeborene Immunzellen wie Makrophagen.
00:07:36: Das ist im eine der Wege, wie das Virus das Immunsystem umgeht.
00:07:42: Und im Grunde gibt es drei unterschiedliche Krankheitsverläufe.
00:07:46: Das hängt ein bisschen vom Genotyp ab und vom Isolat, vom Virusstamm, mit dem das Tier infiziert ist.
00:07:52: Es gibt einen akuten Krankheitsverlauf, der beginnt mit Fieber, die Tiere fressen am Anfang nicht, sind weniger aktiv.
00:08:01: Dann kommt es zu Blutungen unter der Haut.
00:08:03: Da sieht man durch Blau oder Lila Verfärbungen von Extremitäten, von Ohren, aber auch vom Bauch.
00:08:09: Dann kannst du zu blutigen Durchfall kommen, zu erbrechen.
00:08:13: Die Tiere kriegen oft Schittelfrost, können nicht mehr wirklich stehen.
00:08:17: Und innerhalb von sechs bis dreizehn Tagen kommt es dann meistens zum Chroma und zum Tod.
00:08:23: Die Mortalitätsrate in dem Fall ist etwa neunzig bis hundert Prozent.
00:08:27: Wenn man die Tiere setziert, sieht man auch, dass die schwere innere Blutungen haben.
00:08:31: Also im Prinzip kann man es vergleichen fast mit Ebola bei Menschen oder bei Menschen offen.
00:08:37: Aber vielleicht noch bis sie ärger als Ebola.
00:08:39: Dieses Virus ist übrigens für Menschen komplett ungefährlich.
00:08:43: Aber ich glaube, wir haben da Riesenglück, wenn so ein Virus geben würde, dass solche Verlaufsformen und solche Eigenschaften beim Menschen hätte ein Riesenproblem auch vor.
00:08:54: Und dazu werde ich noch kommen, weil das mit der Impfstoffentwicklung bei der afrikanischen Schweinepest gar nicht so einfach ist.
00:09:01: Gut, aber es gibt noch zwei andere Verlaufsformen.
00:09:04: Eine davon ist die superkute Verlaufsform.
00:09:06: Da geht es ein bisschen langsamer, da kommt es zu Gewichtsverlust, oft sind Lungenentzündungen mit dabei, kann zu Hautekzemen kommen und oft sind die Knöchel der Tiere gespollen.
00:09:17: Die überleben länger, aber die Mortalitätsrate ist trotzdem noch recht hoch, also bei dreißig bis siebzig Prozent.
00:09:23: Das ist nicht besonders niedrig.
00:09:25: Und dann gibt es eine akronische Verlaufsform, wo die Tiere viel länger überleben und wo die Mortalitätsrate unter zwanzig Prozent ist.
00:09:32: Das ist im Prinzip die leichteste Verlaufsform.
00:09:35: Und wie gesagt, wie schwer der Verlauf ist, hängt vom Virusisolat und vom Genotyp ab.
00:09:40: Und wie schon gesagt, für Menschen ist das Virus komplett ungefährlich und ich bin sehr froh darüber, dass man beim Menschen kein ähnliches Virus hat, haben, das sich so verbreitet und solche Erkrankungen auslöst.
00:09:52: Ja, bis in die neunzehntfünfziger Jahre war das ein afrikanisches Problem.
00:09:56: Aber in den neunzehntsiemundfünfzig ist es das erste Mal in Europa aufgedaucht, nämlich in Lisbon, in Portugal.
00:10:02: Und das Virus hat sich dann in Europa über die Iberische Halbinsel weiter ausgebreitet, auch nach Belgien, Frankreich, Italien, Malta und so weiter und so fort.
00:10:13: Und das war damals der Genotyp I. Und der ist dann in den neunzehntneunziger Jahren eliminiert worden.
00:10:21: Außer eben in Sardinien.
00:10:22: In Sardinien hat es eigentlich bis zu Jahrzehntausende gedauert, bis dieser Genotyp eins eliminiert werden konnte.
00:10:29: Und deswegen gab es eben, wie schon erwähnt, für Sardinienreisende auf diese Warnhinweise, dass man auf keinen Fall Fleischprodukte aus Sardinien aufs Festland mitnehmen darf.
00:10:39: In den Neunzehntsiebzigerjahren hat das Virus dann in die Karibik geschafft.
00:10:43: In den Neunzehntsiebzigerjahren gab es einen Aufspruch auf Kuba.
00:10:47: Da gibt es alle möglichen Theorien darüber, wie das zustande gekommen ist.
00:10:51: Eine Theorien ist, dass von der CIA dort freigesetzt wurde, um im Kuba zu schaden.
00:10:57: Ich glaube nicht, dass es da schlagkräftige Beweise dafür gibt, weil es im einen Theorien, die es da gibt.
00:11:04: Es ist intergrävig dann zu weiteren Ausbrüchen gekommen, unter anderem in der Dominikanischen Republik und in Haiti.
00:11:11: Und es gab auch in Brasilien Ausbrüche.
00:11:14: Man wurde das eben dort wieder los.
00:11:17: auch in Südamerika.
00:11:18: Das Virus war dann eine Zeitlang-Aushalt von Afrika wieder kein großes Problem.
00:11:23: Bis sieben.
00:11:24: Und in sieben ist es dann in Georgien zu einem Ausbruch mit dem Genotyp II gekommen.
00:11:30: Also es war ein anderer Genotyp, der auch von Afrika nach Georgien geschafft hat.
00:11:34: Und von dort hat sich es über Wildschweine nach Russland, nach Azerbaijan und in den Iran ausgebreitet.
00:11:41: Und dann eben immer weiter, weil diese Wildschweinpopulationen teilweise eben auch diese unterschiedlichen Populationen miteinander Kontakt haben, teilweise ein bisschen migrieren.
00:11:50: Und das Virus wurde dann, in der Ukraine, in Weißrussland, im Polen, in Littern, in Lettland und in Estland, in Tschechien, in Rumänen und Belgien, in Slovakia, in Griechenland und Deutschland, in Italien.
00:12:12: in Schweden und dann hat interessanterweise erst auch der Genotyp II wieder nach Sardinen geschafft und im Jahr ist es in Spanien detektiert worden.
00:12:21: In Österreich hat man bisher noch keine Fälle gefunden.
00:12:25: Es gibt aber eine Meldepflicht für tote Wildschweine.
00:12:28: Also wenn Sie irgendwo totes Wildschwein sehen, muss das den Behörden gemeldet werden und die Arges untersucht das dann und testet, ob das Wildschwein eben an dieser afrikanischen Schweinebest gestorben ist.
00:12:40: Also das Virus hat es im Prinzip über ganz Europa ausgebreitet und was im hier passiert ist eine Ausbreitung über vor allem Wildschweine und dann teilweise im Eintrag in Schweinebetriebe von den Wildschweinenbeständen.
00:12:53: Und wie gesagt, das kann über alle möglichen Wege passieren, über Gegenstände, über Bekleidung, über Code und was man versucht zu machen ist diese Wildschweinbestände zu isolieren.
00:13:03: Also im Prinzip kranke und erkrankte Bestände auseinanderzuhalten.
00:13:09: Und das ist aber echt schwierig, also es ist nicht so leicht, das zu machen.
00:13:13: Und was auch interessant ist, das Virus hat es dann nach Asien geschafft.
00:13:17: Und zwar hat es einen Ausbruch in der Liaoning-Provinz in China.
00:13:22: Die Grenze in Nordkorea ist ein bisschen östlich von Baking.
00:13:27: Und von dort hat sich es dann sehr schnell über ganz China ausgebreitet.
00:13:32: Auch nach Südkorea, nach Taiwan, in die Philippinen, nach Malaesien.
00:13:36: Und im Jahr Jahrzehnte gab es auch eine Detektion in Indien.
00:13:40: Also es schaut so aus, es wird sich jetzt auch in Asien relativ weit ausbreiten.
00:13:44: Und da sind natürlich wahnsinnig viele Schweine betroffen, vor allem in China.
00:13:49: Und das hat dann teilweise auch dafür gesorgt, dass die Fleischpreise in China wahnsinnig raufgegangen sind.
00:13:54: Da gibt es auch eine Hypothese zu COVID-IX.
00:13:57: Das ist wahrscheinlich auch was, was ihr nicht beweisen lässt, aber eben weil die afrikanische Schweine best.
00:14:11: dass die Leute wieder vermehrt auf Wildtierfleisch zurückgegriffen haben.
00:14:17: Und dass das vielleicht der Grund war, warum es zum Überspringen von SARS Coronavirus II von Wildtieren auf Menschen gekommen ist.
00:14:24: Wie gesagt, ist eine Hypothese wirklich was dran.
00:14:27: Es lässt sich schwer beweisen.
00:14:29: Ja und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, Man kann gegen das Virus leider auch nicht viel machen.
00:14:56: Einerseits kann man es über den Rotschlauchtungen eintämmen.
00:14:59: Andererseits, wie ich erwähne, kann man versuchen, Wildschweinpopulationen zu isolieren.
00:15:03: Das ist nicht so einfach.
00:15:05: Und das andere Problem, das man haben ist, dass es keine Impfungen und keine Medikamente dagegen gibt.
00:15:11: Die Impfstoffentwicklung ist relativ schwierig.
00:15:13: Es ist nicht so einfach, das Virus zu züchten.
00:15:16: Man kann damit nur ein Hochsicherheitslabor arbeiten, das ist ein weiteres Problem.
00:15:21: Wir wissen mittlerweile, dass inaktivierte Impfstoffe, also wenn man einfach das Virus hochzüchtert, reinigt und chemisch inaktiviert, dass das keinen Schutz hervorruft in den Tieren.
00:15:32: Man sieht teilweise, dass es Atenuier, der es abgeschwächte Stämme gibt, die einen Schutz hervorrufen, aber das Problem ist, dass die nach wie vor nicht wirklich Impfstoffstämme sind, sondern teilweise auch noch wirklich recht virulent.
00:15:46: Also durchaus, wenn man die Tiere impft auf neuer Erkrankung hervorrufen, das ist eben auch mit Gefahren verbunden.
00:15:54: Und bis jetzt hat man es eigentlich nicht geschafft, einen Impfstoff zu entwickeln, der wirklich gut funktionieren würde.
00:16:01: Und eben aus all diesen Gründen sage ich, Es ist gut, dass es kein Virus wie dieses Virus gibt, das Herr Krankungen im Menschen vorgesagt, weil diese Kombination von hoher Stabilität, hoher Mortalitätsraten und schrecklicher Erkrankungen und keinem Impfstoff natürlich keine gute Kombination wäre.
00:16:22: Also... Wie gesagt, für Menschen ist dieses Virus ungefährlich.
00:16:26: Für die Landwirtschaft ist es ein Riesenproblem.
00:16:29: Das kann natürlich, wenn es zu großen Ausbrüchen kommt, wirklich auch dazu führen, dass das Lebensmittelpreise hochgehen.
00:16:35: Und man muss natürlich versuchen, dieses Virus jetzt in Europa wieder loszuwerden, was aber, wie gesagt, recht schwierig ist, weil es in der Wildschweinpopulation sitzt.
00:16:44: Das war's für heute.
00:16:45: mal eine Tiersolche und kein menschliches Virus, aber auch sehr interessant.
00:16:50: Und man sollte wahrscheinlich darüber Bescheid wissen, vor allem, wenn man Landwirt oder Jäger ist, ist das, glaube ich, doch ein interessantes Virus.
00:16:57: Ja, das war es für heute mit Virologisch.
00:17:00: Danke fürs Reinhören.
00:17:01: Und wie immer, wenn es Fragen oder Anregungen gibt, einfach ein E-Mail schreiben an Virologisch at Podcastwerkstatt.com.
00:17:10: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
00:17:13: Ciao.
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00:17:49: Podcastwerkstatt.
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