#27 – Hepatitis A: Was man über das Virus wissen sollte
Shownotes
In der ersten viroLOGISCH-Folge des Jahres 2026 geht es um Hepatitis-A. Ein Erreger, der eine Entzündung der Leber verursacht und seit Jahrtausenden bekannt ist. Florian Krammer erklärt, wie sich Hepatitis A von anderen Hepatitis-Viren unterscheidet, wie das Virus aufgebaut ist und warum es trotz ähnlicher Krankheitsbilder molekularbiologisch ganz anders funktioniert als Hepatitis B oder C. Thematisiert wird auch die lange Geschichte der Erkrankung, von frühen Beschreibungen in China über Ausbrüche im Militär bis hin zu umstrittenen Infektionsstudien im 20. Jahrhundert, die letztlich zur Entdeckung des Virus führten.
Weltweite Hepatitis A Ausbreitung [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6232563/
Historisches Review zu Hepatitis A [Englisch]: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7538924/
2025 Hepatitis A Ausbruch – Information der ECDC [Englisch]: https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/Multi-countryoutbreakofHepAJune_2025.pdf
Presse Bericht über Hepatitis A in Österreich: https://www.diepresse.com/20317295/zahl-der-erkrankungen-an-hepatitis-a-nimmt-in-oesterreich-stark-zu
Und sogar Fox News hat darüber berichtet: https://www.foxnews.com/health/hepatitis-outbreak-infects-thousands-travelers-popular-destinations
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Ludwig Boltzmann Institut fuer Wissenschaftskommunikation und Pandemievorsorge https://soap.lbg.ac.at/?lang=de
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Krammer Laboratory at the Icahn School of Medicine at Mount Sinai https://labs.icahn.mssm.edu/krammerlab/
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Interessenskonflikte
Die Icahn School of Medicine at Mount Sinai hat Patentanträge für SARS-CoV-2 serologische Tests, Newcastle Disease Virus-basierende COVID-19 Impfstoffe und Influenza Impfstoffe und Therapien gestellt, die mich als Miterfinder anführen. Diese Patente gehören der Icahn School of Medicine at Mount Sinai aber Teile der Lizenzgebühren weden auch an die Erfinder ausbezahlt. Die Patente für den COVID-19 Impfstoff wurde an CastleVax auslizensiert, wo ich Mitbegründer und Scientific Advisory Board Member bin.
Ich habe in der Vergangenheit Merck, Pfizer, Seqirus, GSK, Sanofi, Gritstone und Curevac als Consultant beraten und ich berate momentan die Firmen Avimex (Mexiko), Third Rock Ventures (USA), NovaBioma (Österreich) und BesparkBio (Österreich).
Mein Labor in New York hat in der Vegangenheit mit GSK, Pfizer und VIR zusammengearbeitet und arbeitet zur Zeit mit den Firmen Dynavax und Inimmune zusammen. Rein wissenschafltiche Kollaborationen gibt es momentan auch mit Moderna und Sanofi.
Meine Arbeit in den USA an Immunität und Infektionskrankheiten wird vor allem von den US National Institutes of Health, aber auch von Flu Labs und Tito's Handmade Vodka gefördert. In der Vergangenheit erhielten wir auch Forschungsförderung von der Bill und Melinda Gates Foundation, PATH und dem US Department of Defense.
Unsere Forschung in Österreich wird von der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und dem Iganz Semmelweis Institut durch die Medizinische Universität Wien unterstützt.
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00:00:06: Das Problem mit diesem Virus ist, dass es sehr stabil ist.
00:00:09: Das hält Temperaturen von der Sechzig-Grad-Stand.
00:00:12: Es ist relativ resistent gegen Detagenzien, also Seife.
00:00:16: Und es ist im Prinzip über Monate im Wasser stabil.
00:00:46: Hallo und herzlich willkommen bei der ersten Episode von Virologisch in den Jahren des Jahres.
00:00:55: Diese Episode ist aufgenommen worden am dritten Jänner, in New York.
00:01:01: Und immer gedacht, nachdem es möglicherweise jetzt über die Feiertage all den möglichen Leverprobleme gegeben hat, zumindest in der einen der österreichischen und deutschen Bevölkerung, redet man vielleicht mal über ein Virus, das die Lever schädigt, und zwar in dem Fall das Hepatitis A-Virus.
00:01:18: Das ist im Einen der Viren, die eine Hepatitis, eine Leverentzündung auslösen können.
00:01:23: Die anderen sind Hepatitis B, Hepatitis C und Hepatitis E. Hepatitis D gibt es auch, aber das ist ein Spezialfall.
00:01:31: Da können wir darüber reden, wenn wir über Hepatitis B sprechen.
00:01:34: Aber heute würde ich gerne auf Hepatitis A fokussieren.
00:01:38: Das Hepatitis A-Virus gehört zu den Hepatoviren, die wiederum gehören zu den Bikonaviren.
00:01:44: Das heißt, das Hepatitis A-Virus ist mit Polio- und Rhinoviren verwandt.
00:01:49: Aber das Interessante hier ist, dass diese Hepatitis auslösenden Viren alle irgendwie anders sind.
00:01:54: Die sind jetzt molekularbiologisch sehr ähnlich, aber im Endeffekt vorgesehen sind sie ähnliche Probleme.
00:02:01: Aber wie gesagt, heute ist der Fokus das Hepatitis A-Virus.
00:02:04: Nachdem das ein Bikornervirus ist, hat es ein positiv strengiges RNA genommen, das eingepackt ist in eine Proteinhülle, hat keine Lipithülle und es ist sehr klein, es ist etwa siebenundzwanzig Nanometer im Durchmesser.
00:02:17: Es gibt mehrere Genotypen, zwei Genotypen, eins bis drei infiziert Menschen.
00:02:24: Genotypen vier bis sechs infiziert Affen, aber es gibt nur einen Serotyp.
00:02:29: Was heißt das jetzt im Prinzip, dass die zwar genetisch verschieden sind?
00:02:34: Aber was jetzt neutralisierende Antikörper betrifft, unterscheiden die sich nicht.
00:02:39: Also die können alle Kreuz neutralisiert werden.
00:02:42: Man schätzt, dass sich diese Affen- und Menschenhepatitis-Aviren vor einigen Tausend Jahren evolutionär getrennt haben.
00:02:51: Also diese epidemischen Leverentzündungen oder epidemische Hepatitis, die ist schon relativ lang bekannt, die ist schon das erste Mal etwa vor fünftausend Jahren in China beschrieben worden.
00:03:02: Auch der Hypokrates erwähnt, dass im siebzen Jahrhundert das vor allem im Zusammenhang mit Militärkampagnen aufgetreten und war dann auch im ersten und zweiten Weltkrieg bei Soldaten ein Problem.
00:03:16: Man hat dann auch teilweise Infektionsstudien in Freiwilligen gemacht, um mehr über diese Erkrankung rauszufinden und hat dann angefangen in den neunzehnten Fünfzigerjahren diese epidemische Lebeeinzündung oder epidemische Hepatitis in Typ A und Typ B zu unterteilen.
00:03:34: Und Typ A ist vor allem über die oralfekale Rute übertragbar gewesen.
00:03:40: Und Typ B vor allem über Serum- oder Blutprodukte.
00:03:43: Und das war im einen der frühen Unterscheidungspunkte hier.
00:03:46: Man hat später auch nicht Typ A, nicht Typ B Hepatitis gefunden.
00:03:51: Das hat sie dann in Hepatitis C und Hepatitis E entwickelt.
00:03:55: Aber über das wird man heute nicht reden.
00:03:56: Diese Infektionsstudien sind dann weitergegangen, in den neunzehnfünfziger ... Bis in den siebziger Jahren.
00:04:04: Und zwar sind da recht viele Studien durchgeführt worden.
00:04:07: Und zwar sehr umstrittene Studien.
00:04:09: Damals schon sehr umstrittene, die eigentlich zu Skandalen geführt haben.
00:04:13: Vom Saul Krugman, Robert Ward und der John Gillis.
00:04:17: Die haben an der Willowbrook State School for the Intellectually Handicapped Children.
00:04:22: Das war im Prinzip bei Einrichtung auf Starter Island in New York.
00:04:26: Versuche durchgeführt und da absichtlich Kinder infiziert, die gerade in dieses Heim aufgenommen worden sind.
00:04:32: Dem das versucht ethisch zu begründen, indem sie gesagt haben, na ja, wenn die ein paar Wochen dort sind, stecken sie sich sowieso mit dieser Erkrankung an.
00:04:41: Aber das ist natürlich keine gute Begründung und diese Versuche sind natürlich ethisch sehr fragwürdig, auch damals schon hinterfragt worden.
00:04:50: Aber es ist relativ lang nicht gelungen nachzuweisen, welcher Erreger eigentlich diese Typ A und Typ B Hepatitis auslöst.
00:05:00: Bei Typ A Hepatitis hat man dann ein Virus nachgewiesen und zwar im Stuhl von Infizierten.
00:05:07: Das haben Feinston, Kapikien und Purcelli am NRH mithilfe von Elektronen-Mikroskopik gemacht.
00:05:14: Die haben eben Viruspartikel im Stuhl von Infizierten gefunden und das war dann der Nachweis, dass Typ A Hepatitis eben von Viren verursacht wird.
00:05:24: Und neunundsebzig hat man es dann geschafft, das Virus in Zellen zu kultivieren.
00:05:29: Und das hat der Maurice Hillemann gemacht.
00:05:32: Über den haben wir in der Weihnachtsepisode mal kurz gesprochen.
00:05:36: Das war einer der Impfstoffentwickler, die eigentlich den Großteil der heute verwendeten Impfstoffe entwickelt hat.
00:05:42: Der hat damals bei Mörk gearbeitet.
00:05:45: Und zu dem Impfstoff werden wir noch kommen.
00:05:47: So, wie infiziert man sich jetzt mit Hepatitis A Viren?
00:05:50: Wie schon angesprochen, vorher geht es vor allem über die Fekal-Oralerute.
00:05:55: Als Virus wird über den Stuhl ausgeschieden, kommt dann oft ins Wasser, wird dann überkontominiertes Wasser weiterverbreitet, kann aber auch über Schmierinfektionen passieren.
00:06:07: Aber es geht auch über Blut und über Sex in dem Fall.
00:06:11: Aber eben die Hauptübertragungsroute ist über Essen, das mit verumreinigten Wasser in Berührung gekommen ist.
00:06:18: Was auch oft passiert ist, dass man sich beim Verzieher von rohen Muscheln oder Austern infiziert, die eben in Wasser, das kontaminiert war, gewachsen sind, weil die natürlich auch teilweise diese Viren rausfiltern aus dem Wasser und dann anreichern.
00:06:34: Und wenn man das dann ist, kann man sich leider auch infizieren.
00:06:38: Das Problem mit diesem Virus ist, dass es sehr stabil ist.
00:06:41: Das hält Temperaturen von den Sechzig Grad Stand.
00:06:44: Es ist relativ resistent gegen Detagenzien, also Seife, und es ist im Prinzip über Monate im Wasser stabil.
00:06:52: Also es ist schwer loszuwerden.
00:06:54: Wenn man sich mal infiziert hat, ist die Inkubationszeit etwa zwei bis sechs Wochen.
00:06:59: Vor allem bei Kindern sind der Großteil der Fälle, der Großteil der Infektionen asymptomatisch.
00:07:05: Aber wenn sich Erwachsene infizieren, sind die zu etwa achtzig Prozent symptomatisch.
00:07:11: Die Erkrankung selber kann recht langwierig sein, dauert etwa acht Wochen, kann aber bis zu sechs Monate dauern und beginnt in Frenzer ähnlich.
00:07:21: Also jetzt ohne die respiratorischen Symptome, aber mit Fieber, Müdigkeit, man hat keinen Appetit, dann wird einem schlecht, das kommt zu brechen, Durchfall, Bauchschmerzen.
00:07:33: Und wenn dann die Leber wirklich betroffen ist, kann es zu Gelbsucht kommen.
00:07:37: Was ist jetzt Gelbsucht?
00:07:39: Bei Gelbsucht kann sich die Haut, aber auch zum Beispiel die Augepfer gelb färben.
00:07:44: Der Grund dafür ist, dass ein Abbauprodukt vom Hemaglopin, nämlich das Belirupin, nicht mehr aktiv oder nicht mehr gut genug ausgeschieden wird, weil ihm die Leber geschädigt ist.
00:07:56: Und dadurch reichert sich das an, bzw.
00:07:58: sie wird es nicht ausgeschieden und dadurch kommt es eben zu dieser Gelbfärbung.
00:08:02: Teilweise wird das Bilirubin dann über den Urin abgegeben und ein anderes Symptom von dieser Leberschädigung ist eben, dass sich der Urin dunkel wirbt.
00:08:14: Es kann auch dazu kommen, dass der Stuhl hell ist, also fast weiß oder so auf die Art wie Ton von der Farbe her.
00:08:23: Und der Grund dafür kann sein, dass eben die Geilensekrete nicht mehr ausgeschieden werden können und das kann eben zu diesem Symptom führen.
00:08:31: Natürlich gehen die Leberwerte rauf.
00:08:33: Einer dieser Leberwerte, die man da misst, ist der ALT.
00:08:36: Das ist die Alanin-Transferase.
00:08:38: Das ist ein Enzym, das eben in Leberzellen vorkommt.
00:08:41: Wenn die zerstört werden, wird das freigesetzt.
00:08:43: Und das kann man dann im Messen, mit dem kann man den Grad der Beschädigung der Leber messen.
00:08:49: Und im schlimmsten Fall kann es dann zu einem kompletten Leberversagen kommen.
00:08:53: Aber im meisten Fällen Überwindet man die Erkrankung, überlebt und entwickelt eine lebenslange Immunität.
00:09:01: Die Mortalitätsrate bei dieser Erkrankung ist relativ niedrig, aber die Erkrankung selbst kann sehr unangenehm sein.
00:09:08: Hepatitis A-Infektionen sind vor allem ein Problem in globalen Süden, Westeuropa, Südeuropa, Spanien, Portugal, Italien, Nordamerika.
00:09:21: Vor allem Kanada und USA, Japan, Australien haben ein sehr geringes Problem mit Hepatitis A, eben weil die Hygiene-Standards sehr hoch sind, gibt es hier sehr wenige Infektionen.
00:09:33: Aber wahrscheinlich in Osteuropa gibt es höhere Infektionsraten, Asien, Südamerika ist es doch verbreitet und eine starke Verbreitung gibt es hier in Afrika und am indischen Subkontinent.
00:09:45: Also da muss man wirklich aufpassen, da kann man sich relativ leicht infizieren.
00:09:49: Es gibt so Schätzungen zu weltweiten Zahlen.
00:09:52: Die Idee ist, dass es jedes Jahr so etwa eins, eins, vier Millionen symptomatische Fälle gibt.
00:09:58: Und ich glaube, für Zwei-Tausendfünfzehn gibt es Zahlen zu den Todesfällen.
00:10:01: Da hat man geschätzt, dass es etwa elftausend Todesfälle weltweit gab.
00:10:06: Wie gesagt, die Mortalitätsrate ist relativ niedrig und diese Eins bis Eins, fünf Millionen symptomatischen Infektionen bestehen wahrscheinlich vielen Millionen asymptomatischen Infektionen gegenüber.
00:10:19: Also wie gesagt, grundsätzlich überleben das die meisten und grundsätzlich entwickelt man dann nach der Infektion und lehmenslange Immunität.
00:10:28: Es gibt aber auch immer wieder Ausbrüche in Ländern, wo das an sich kein Problem ist.
00:10:31: In USA zum Beispiel gab es hier zum Beispiel.
00:10:32: hier gab es hier zum Beispiel hier zum Beispiel.
00:10:33: hier gab es hier zum Beispiel hier zum Beispiel.
00:10:35: hier gab es hier zum Beispiel hier zum Beispiel.
00:10:36: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:36: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:37: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:38: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:39: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:39: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:40: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:41: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:42: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:42: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:43: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:44: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:45: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:45: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:46: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:47: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:48: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:48: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:49: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:50: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:51: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:52: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:52: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:53: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:54: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:54: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:55: hier gab es hier zum Beispiel.
00:10:56: hier gab es hier zum.
00:10:57: Und auch in Europa gab es einen Ausbruch, zwar in der Slowakei, Ungarn, Tschechien und in Österreich.
00:11:02: Da waren vor allem Abtachlose betroffen und Leute, die intravenös Drogen initiieren.
00:11:08: Aber Österreich hatte eben auch in den Jahr- und-Zwei-Todes-Fällen, soweit die Zahlen bis November waren, dass es zwei Todesfälle gegeben hat.
00:11:19: Ja, was kann man jetzt dagegen machen?
00:11:21: Wenn man mal infiziert, ist nicht viel, aber davor gibt es eigentlich sehr guten Schutz durch Impfungen.
00:11:26: Die Impfstoffentwicklung hat dann neunzehnundsebzig richtig gestartet, und zwar weil es ab dem Zeitpunkt möglich war, das Virus in der Zellkultur zu kultivieren, also im Blau war auf Zellen gezüchteten Zellen wachsen zu lassen.
00:11:39: Und man hat dann einerseits abgeschwächte Lebensimpfstoffe entwickelt, andererseits aber auch inaktivierte Impfstoffe, und die haben sich dann im Endeffekt durchgesetzt.
00:11:48: Da gab es zwei Ansätze oder zwei Firmen, die das gemacht haben.
00:11:53: Einerseits Merk in den USA, da ist die Entwicklung von Maurice Hillemann geleitet worden und andererseits ist ein weiterer Impfstoff von GSK in Europa entwickelt worden.
00:12:04: Die Impfstoffe funktionieren sehr gut, das ist in Phase drei Studien sehr schön gezeigt worden.
00:12:10: Man hat das jetzt nochmal angeschaut und es war super interessant für mich, das zu recherchieren.
00:12:16: Die erste Phase-III-Studie, wo ihm gezeigt wurde, dass der Impfstoff gut funktioniert, und zwar der von Merck, ist vom Ellen-Wirtsberger durchgeführt worden.
00:12:26: Und zwar in Upstate New York, in Monroe, in einer hasedisch-jüdischen Gemeinde, und ich finde das aus einigen Gründen sehr interessant.
00:12:38: Erstens, weil ich in der ersten Phase-II-Studie geboren wurde, zweitens, weil ich mit dem Ellen Würzberger, im Jahr ist, zusammengearbeitet habe und wie in der gleichen Community, wo diese ursprüngliche Impfstoffstudie durchgeführt wurde, auch serologische Studien durchgeführt haben zu COVID-IX und zu SARS-CoV-II.
00:12:56: Also das habe ich sehr interessant gefunden.
00:12:58: Der Grund, warum das damals dort gemacht wurde, zu dem Zeitpunkt gab es schon relativ geringe Infektionsraten mit Hepatitis A in den USA.
00:13:08: Man hat überlegt, wo man das machen könnte und eine Community, wo sie im Öfter zuheben, die das a-Fällen gekommen ist, waren diese relativ... konservativen jüdischen Gemeinden.
00:13:20: Und in dem Fall, soweit ich mich erinnern kann, war es so, dass da jedes Mal Kinder zu Sommerfrische hingekommen sind und da die Infektionsraten relativ hoch waren.
00:13:29: Und man hat sich dann im Entschlossen, diese Impfstoffstudie dort durchzuführen.
00:13:34: Und da konnte man da zeigen, dass der Impfstoff eine hundertprozentige Effizienz aufweist.
00:13:42: Das war ein Studium mit etwa fünfhundert Kindern in der Impfstoffgruppe, etwa fünfhundert in der Placeo-Kontrollgruppe.
00:13:48: Also im Endeffekt, wenn man den Impfstoff in der Bevölkerung verwendet ist, wahrscheinlich nicht hundert Prozent, aber in der Studie war es hundert Prozent.
00:13:57: Und das habe ich mir interessant gefunden, weil ich mit dem Ellenwerzberger schon zusammen gearbeitet habe.
00:14:03: Und das andere Interessante ist, GSK hat deren Impfstoff in Thailand getestet.
00:14:08: Und die Impfstoffstudie, die Phase drei Studie dort, hat eben auch ergeben, dass der Impfstoff sehr gut funktioniert.
00:14:13: Und das Interessante dort ist, die Studie, die Phase drei Studie, ist von Bruce Innes durchgeführt worden.
00:14:19: Und mit dem Bruce Innes habe ich schon sehr lang zusammen gearbeitet.
00:14:23: Der war bei GSK und danach bei einer NGO.
00:14:28: bei PAV und wir haben gemeinsam an Influencer-Impfstoffen und Impfstoffen gegen SARS-Coronavirus II gearbeitet.
00:14:36: Also den Brustkennig eigentlich recht gut.
00:14:38: Also es ist voll interessant zu sehen, dass man mit Leuten arbeitet, die da wirklich echt gute Phase-III-Studien gemacht haben, aufgrund deren diese Impfstoffe dann zugelassen wurden.
00:14:48: Auf jeden Fall ist der Hepatitis A Impfstoff in der EU-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über-Über.
00:14:58: Heute werden diese Impfstoffe, vor allem als Kombinationsimpfstoffe, mit dem Hepatitis B Impfstoff verwendet, weil es praktischer ist, die zur gleichen Zeit zu geben.
00:15:08: Jetzt ist es so, in Österreich ist diese Impfung gar nicht mehr generell empfohlen, und zwar weil es eben sehr wenige Infektionen gibt, aber die Impfung ist sehr, sehr effektiv, induzierter, lang anhaltende Immunität, also wirkt eigentlich für sehr lange Zeit und ist sehr sicher.
00:15:28: Wo es im Moment in Österreich empfohlen wird, ist, wenn man sich auf Reisen begibt, vor allem in Gebiete, wo es eben vermehrt zu Infektionen kommt.
00:15:37: Also das ist zum Beispiel auch schon Osteuropa.
00:15:40: Wenn man Kontakt mit Infizierten hatte, wenn man riskante Sexualverhalten hat, wenn man Sozialberufen arbeitet oder in der Gastronomie oder in der Exekutive oder in der Justiz.
00:15:52: Kanalarbeitern wird empfohlen, dass sie sich mit dem Impfstoff impfen lassen, Leute, die bestimmte Vorerkrankungen haben und Personen mit einem Fluchter der Migrationshintergrund.
00:16:02: Wie gesagt, der Impfstoff ist erhältlich einerseits als monowalenter Impfstoff, nur mit Hepatitis A, andererseits als Kombinationsimpfstoff mit Hepatitis B. Und gerade, wenn man bis hier unterwegs ist, glaube ich, ist sehr empfehlenswert.
00:16:18: Also, Hepatitis A, eins der Viren, die Demenzündungen verursachen können, Hepatitis verursachen können.
00:16:25: Gibt es noch ein paar andere über die werden wir vielleicht auch mal reden.
00:16:28: Eigentlich kein großes Problem in Österreich, aber gelegentlich gibt es Ausbrüche und man kann sich durch Impfungen auch gut dagegen schützen.
00:16:35: So, das war es für heute mit Virologisch.
00:16:38: Wie jedes Mal, wenn es Fragen und Anmerkungen gibt, einfach ein E-Mail schreiben an Virologisch at Podcastwerkstatt.com und wir hören uns nächste Woche.
00:16:49: Danke fürs Reinhören.
00:16:50: Ciao.
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00:17:00: Den Link findet ihr in den Shownotes.
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00:17:39: Podcastwerkstatt.
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